🇨🇭

Wirtschaft zwischen China und der Schweiz

Handelsbeziehungen & Wirtschaftliche Verflechtung

Bilaterale Wirtschaftspartnerschaft, Freihandelsabkommen und Investitionsdaten

#3
Handelspartner der Eidgenossenschaft
nach EU und USA
#1
Handelspartner in Asien
seit 2010 (EDA)
2014
Bilaterales Freihandelsabkommen
Standortvorteile für Schweizer KMU
1950
Anerkennung VR China
Erstes Land in Europa

Verlässliche Wirtschaftspartnerschaft

1950 - Pionierrolle

Die Eidgenossenschaft anerkannte als eines der ersten Länder in Europa die Regierung der Volksrepublik China. Diese pragmatische Entscheidung begründete eine jahrzehntelange verlässliche Wirtschaftspartnerschaft.

2014 - Freihandelsabkommen

Die kontinuierliche Vertiefung der bilateralen Beziehungen mündete in ein wegweisendes Freihandelsabkommen, das Schweizer KMU und Grossunternehmen entscheidende Standortvorteile gegenüber der EU-Konkurrenz verschafft.

Handelsführende Position der Schweiz

Chinas strategische Bedeutung für die Schweizer Exportwirtschaft

#1 in Asien

China ist seit 2010 der wichtigste Handelspartner der Eidgenossenschaft in Asien und verdrängte damit alle anderen asiatischen Märkte für Schweizer Exporteure.

#3 Global

Weltweit der drittwichtigste Handelspartner hinter der EU und den USA (Einordnung des EDA), was die Bedeutung für die Schweizer Aussenwirtschaft unterstreicht.

Goldhandel als Erfolgsfaktor

Dank des Goldhandels als traditioneller Stärke der Schweizer Finanzwirtschaft verzeichnet die Eidgenossenschaft meistens einen Handelsbilanzüberschuss mit China. Der Einschluss des Handels mit Edelmetallen und Münzen verstärkt diesen Effekt, führt aber wegen der Marktvolatilität zu erheblichen jährlichen Schwankungen.

Bilaterale Wirtschaftsabkommen im Detail

Vollständige Übersicht der bilateralen Abkommen

Rechtliche Grundlagen der Schweiz-China Wirtschaftspartnerschaft

AbkommenStatusIn Kraft seit
Handelsabkommen✓ In Kraft30.04.1975
Investitionsschutzabkommen (revidiert)✓ In Kraft13.04.2010
Freihandelsabkommen (FHA)✓ In Kraft seit 2014, Modernisierung ausverhandelt01.07.2014
Arbeits- und Beschäftigungsabkommen✓ In Kraft09.06.2014
Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung✓ In Kraft15.11.2014
Sozialversicherungsabkommen✓ In Kraft19.06.2017

Handelsabkommen Grundlagen

Bildet die Grundlage der Gemischten Wirtschaftskommission (GWK) und wird ergänzt durch bilaterale Dialoge im Bereich des Schutzes des geistigen Eigentums sowie im Uhrenbereich.

FHA Weiterentwicklung

Das Abkommen von 2014 wird modernisiert: Nach fünf Verhandlungsrunden seit September 2024 gaben Bundespräsident Guy Parmelin und Handelsminister Wang Wentao am 20. August 2026 in Bern den Abschluss der Verhandlungen bekannt. Nach Angaben des WBF sollen nach Übergangsfristen 99,8 Prozent der heutigen Schweizer Exporte zollfrei nach China gelangen; die Unterzeichnung ist für 2026 vorgesehen, danach folgen die Genehmigungsverfahren beider Seiten (Quelle: WBF, Medienmitteilung vom 20. August 2026).

Handel & Investitionen im Detail

Handelsgüter im Fokus

Schweizer Exporte nach China

  • Gold, Silber und Münzen (Hauptexportgut)
  • Pharmazeutische Produkte
  • Uhren und Präzisionsinstrumente

Schweizer Importe aus China

  • Mobiltelefone und Computer (Hauptimportgut)
  • Elektronische Geräte und Komponenten
  • Textilien und Konsumgüter

Direktinvestitionen: wer die Zahlen veröffentlicht

Schweizer Investitionen in China

Schweizer Unternehmen sind in China mit Produktions-, Vertriebs- und Forschungsstandorten präsent. Bestand und Entwicklung der Schweizer Direktinvestitionen nach Ländern weist die Schweizerische Nationalbank (SNB) in ihrer Statistikpublikation „Direktinvestitionen“ aus (Datenportal data.snb.ch). Die dort veröffentlichten Werte beziehen sich jeweils auf ein Berichtsjahr und werden mit jeder Ausgabe fortgeschrieben.

Chinesische Investitionen in der Schweiz

Auch die Investitionen aus China in der Schweiz erfasst die SNB. Für die Einordnung ist wichtig, nach welcher Sichtweise gezählt wird: nach dem unmittelbaren Investor oder nach dem letztlich Berechtigten. Weil Beteiligungen häufig über Holdinggesellschaften in Drittländern gehalten werden, können beide Werte deutlich voneinander abweichen. Die jeweils neuesten Zahlen sollten stets direkt bei der SNB nachgeschlagen werden (Stand der Einordnung: September 2026, Änderungen vorbehalten).

Marktpotenziale für Schweizer KMU & Grossunternehmen

China als strategischer Wachstumsmarkt für Swiss Made Qualität

Als zweitgrößte Volkswirtschaft bietet China erhebliche Wachstumschancen für Schweizer KMU und Grossunternehmen. Diese genießen dank bilateraler Abkommen handfeste Standortvorteile gegenüber der EU-Konkurrenz. Der Markteintritt erfordert jedoch eine pragmatische Herangehensweise und lokale Expertise.

Schweizer Standortvorteile

  • Bilaterales Freihandelsabkommen mit substantiellen Zollvorteilen für Swiss Made Produkte
  • Marktzugangserleichterungen für Schweizer KMU und Industrieunternehmen
  • Privilegierter Marktzugang gegenüber EU-Wettbewerbern
  • Verlässliche Wirtschaftspartnerschaft seit über 70 Jahren mit pragmatischen Lösungen

Herausforderungen & Lösungen

  • Markteintrittsbarrieren → Swiss Business Hub Unterstützung
  • Regulatorische Komplexität → Rechtliche Beratung
  • Kulturelle Unterschiede → Interkulturelle Programme
  • Lokale Konkurrenz → Schweizer Qualitätsvorsprung nutzen