Museum und Hauptfundstellen
Zuerst das Museum, dann über Treppenwege den Hügel hinauf zu Fundstelle 1 und Taubenhalle, weiter zur Oberen Höhle nahe dem Gipfel und über die Neue Höhle zurück.
Historische Stätte · Peking
Zhōukǒudiàn Běijīngrén Yízhǐ
In den Kalkhöhlen eines unscheinbaren Hügels am Rand der Westberge lebten lange Zeit Frühmenschen – ihre Knochen, Werkzeuge und Feuerstellen machen den Ort zu einer der wichtigsten Fundstätten der Altsteinzeit.
Das Museum zeigt Abgüsse der Schädel, Steinwerkzeuge, Tierknochen und Rekonstruktionen des Lebens in der Höhle. Hier sollte der Besuch beginnen.
Die große, längst eingestürzte Höhle, in der die meisten Reste des Peking-Menschen gefunden wurden. Ein Schutzdach überspannt die freigelegten Schichten.
Der obere, offene Teil der Hauptfundstelle, benannt nach den Tauben, die hier nisteten. In seinen Schichten fanden sich Quarzwerkzeuge und Aschelagen.
Eine kleine Höhle nahe dem Gipfel, Wohn- und Begräbnisplatz moderner Menschen der späten Altsteinzeit: Knochennadel, durchbohrte Tierzähne, Muschelschmuck und roter Ocker.
Eine weitere Fundstelle mit Resten späterer Frühmenschen; sie zeigt, dass der Hügel über sehr lange Zeit immer wieder aufgesucht wurde.
Der Hügel selbst: Kalkstein, zerfurcht von Spalten und Höhlen, dazwischen alte Steinbrüche. Von oben sieht man über die Ebene nach Osten.
Zuerst das Museum, dann über Treppenwege den Hügel hinauf zu Fundstelle 1 und Taubenhalle, weiter zur Oberen Höhle nahe dem Gipfel und über die Neue Höhle zurück.
Vormittags Fundstätte und Museum, nachmittags weiter in die Berge zum Yunju-Tempel mit seinen in Stein gemeißelten Sutren. Nur mit Wagen sinnvoll.
春Frühling
April und Mai sind mild; an den Hängen blühen Aprikosen. Gute Zeit für den Rundweg im Freien.
夏Sommer
Heiß, aber mit Grün an den Hängen; das Museum bietet Abkühlung. Nach Gewittern sind die Stufen rutschig.
秋Herbst
Klar und angenehm, mit rotem Laub in den Westbergen. Die beste Zeit, um mit dem Yunju-Tempel zu verbinden.
冬Winter
Kalt und windig am Hügel, dafür fast menschenleer. Das Museum lohnt sich zu jeder Jahreszeit.
Wasser löste Hohlräume aus dem Kalkstein. Die Höhlen füllten sich im Lauf der Zeit mit Schutt, Knochen und Asche, die die Funde bis heute bewahrt haben.
Neben Menschenresten fanden sich Knochen von Hyänen, Säbelzahnkatzen, Nashörnern und Riesenhirschen – ein Bild der Landschaft, in der die Frühmenschen lebten.
Am Rand der Westberge boten Höhlen Schutz, Bäche Wasser, und die Ebene im Osten war reich an Wild. Eine günstige Lage für Jäger und Sammler.
AltpaläolithikumMittleres Pleistozän
Frühmenschen der Art Homo erectus suchten die große Höhle über sehr lange Zeiträume immer wieder auf. Sie schlugen Werkzeuge aus Quarz und zerlegten Hirsche und andere Tiere.
Späte EiszeitJungpaläolithikum
Moderne Menschen lebten in der Oberen Höhle. Sie nähten mit Knochennadeln, trugen Schmuck aus Zähnen und Muscheln und bestreuten ihre Toten mit rotem Ocker.
bis 1912Ming- und Qing-Zeit
Die Bewohner brachen am Hügel Kalk und verkauften fossile Knochen als „Drachenknochen“ an Apotheken, die sie als Arznei verrieben. Daher trägt der Berg seinen Namen.
云居寺
Im Kloster in den Bergen von Fangshan sind buddhistische Schriften auf einer riesigen Zahl von Steintafeln bewahrt. Mönche begannen damit in der Sui-Zeit, um die Lehre vor Verfolgung zu sichern.
卢沟桥
Die Steinbrücke der Jin-Dynastie über den Yongding liegt am Weg in die Stadt. Auf ihren Geländern sitzen zahllose steinerne Löwen, keiner gleicht dem anderen.
Fossile Knochen und Zähne galten in der chinesischen Medizin als Heilmittel gegen Unruhe und Schlaflosigkeit. Über Apotheken gerieten sie in die Hände von Forschern, die ihren Fundort suchten.
Dicke Aschelagen und verbrannte Knochen wurden lange als frühe Nutzung des Feuers gedeutet. Ob die Frühmenschen es selbst unterhielten, wird bis heute diskutiert.
Die Originalschädel der ersten Grabungen gelten als verschollen. Erhalten sind Abgüsse und spätere Funde, die das Museum zeigt.
Flughäfen
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| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 周口店 | Zhōukǒudiàn | Ortsname der Fundstätte |
| 北京人 | Běijīngrén | Peking-Mensch |
| 直立人 | zhílìrén | Homo erectus, „aufrechter Mensch“ |
| 龙骨山 | Lónggǔ Shān | Drachenknochenberg |
| 山顶洞人 | Shāndǐngdòng rén | Mensch der Oberen Höhle |
| 化石 | huàshí | Fossil |
| 旧石器时代 | jiù shíqì shídài | Altsteinzeit |
Ein Frühmensch der Art Homo erectus, der vor mehreren hunderttausend Jahren in der Höhle von Zhoukoudian lebte. Er ging aufrecht, stellte Steinwerkzeuge her und hatte ein kleineres Gehirn als der moderne Mensch.
Die berühmten Schädel der frühen Grabungen gelten als verschollen. Das Museum zeigt Abgüsse, dazu Werkzeuge, Tierknochen und Funde aus späteren Grabungen.
Mit dem Auto aus der Innenstadt oder mit der U-Bahn-Linie Fangshan und anschließend Taxi. Eine Kombination mit dem Yunju-Tempel in den Bergen von Fangshan lohnt sich.
Ja, wenn man mit dem Museum beginnt. Die Höhlen selbst sind unscheinbar; ihre Bedeutung erschließt sich erst über die Funde und Erklärungen.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
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