Geisterweg und Xiaoling
Vom Großen Roten Tor über den Geisterweg mit Steinfiguren und Stelenpavillon bis zum Grab Shunzhis. Ebene, lange Wege; Pendelbusse verkehren.
Historische Stätte · Hebei
Qīng Dōnglíng
Vor einer Bergkette im Norden reihen sich die Gräber von fünf Kaisern und ihren Frauen, verbunden durch einen kilometerlangen Geisterweg – eine der größten und vollständigsten Kaisernekropolen Chinas.
Der Haupteingang der Nekropole: ein rot verputztes Tor mit drei Durchgängen. Davor steht ein steinerner Ehrenbogen mit fein gemeißelten Mustern.
Die lange Hauptachse führt zum Grab Shunzhis, gesäumt von steinernen Pferden, Elefanten, Kamelen, Beamten und Generälen, die Wache halten.
Das Grab des Kaisers Shunzhi, des ersten Qing-Kaisers in Peking, bildet das Zentrum. Alle späteren Anlagen gruppieren sich links und rechts davon.
Das Grab Kangxis, des Kaisers mit der längsten Regierungszeit, liegt östlich von Xiaoling. Stelen in Mandschu und Chinesisch rühmen im Pavillon davor seine Taten.
Qianlongs unterirdischer Palast: Gewölbe, Türen und Wände sind mit Buddhas, Himmelskönigen und Sutren in tibetischer und Sanskrit-Schrift bedeckt.
Cixi ließ ihr Grab kurz vor ihrem Tod neu ausstatten: Vergoldung an Balken und Wänden, Balustraden, auf denen der Phönix über dem Drachen steht.
Neben Yuling liegt der Friedhof der Frauen Qianlongs. Hier ruht auch die uigurische Nebenfrau Rong, um die sich die Legende der „Duftenden Konkubine“ rankt.
Vom Großen Roten Tor über den Geisterweg mit Steinfiguren und Stelenpavillon bis zum Grab Shunzhis. Ebene, lange Wege; Pendelbusse verkehren.
Die meistbesuchte Runde: Grabpalast von Yuling, Friedhof der Nebenfrauen und die benachbarten Gräber der Kaiserinwitwen Ci’an und Cixi.
Dazu Jingling, Dingling und die abseits gelegenen Anlagen. Die Entfernungen sind groß; zu Fuß mit Pendelbus-Abschnitten.
春Frühling
Im April blühen Obstbäume und Pfirsiche an den Hängen, die Luft ist klar. Gute Zeit für die langen Wege.
夏Sommer
Heiß auf den offenen Achsen, aber grün; in den Grabpalästen ist es kühl. Früh beginnen.
秋Herbst
September und Oktober: klar, mild und mit leuchtendem Laub vor den gelben Dächern.
冬Winter
Kalt und still, nur wenige Besucher. Schnee auf den Dächern gibt ein strenges, schönes Bild.
Berge im Rücken, Hügel an den Seiten und Wasser vor den Gräbern: Die Lage folgt der Geomantie, die für kaiserliche Gräber als ideal galt.
Die Bergkette im Norden schützt die Nekropole. Die Gräber liegen an ihrem Südhang, nach Süden zur Ebene geöffnet.
Jedes Grab folgt demselben Muster: Brücke, Stelenpavillon, Opferhalle, Seelenturm und Grabhügel, streng auf einer Achse.
1661Qing-Dynastie
Der Bau begann mit dem Grab des Shunzhi-Kaisers, dem der Legende nach die Lage bei einer Jagd aufgefallen war.
18. Jh.Qing-Dynastie
Qianlong legte fest, dass Vater und Sohn abwechselnd in den Östlichen und Westlichen Gräbern ruhen sollten. Die Regel wurde nicht immer eingehalten.
1895–1908Späte Qing-Zeit
Cixi ließ ihr bereits fertiges Grab abreißen und aufwendiger wieder aufbauen, mit reicher Vergoldung. Sie wurde 1909 dort beigesetzt.
山海关
Die Festung an der Mauer liegt weiter östlich an der Küste und lässt sich auf der Weiterfahrt nach Qinhuangdao besuchen.
清西陵
Das Gegenstück im Westen, südwestlich von Peking bei Baoding, mit den Gräbern von Yongzheng, Jiaqing, Daoguang und Guangxu.
Grabwächter-Dörfer, Opferrituale und Beamte für die Pflege: Die Nekropole war zur Kaiserzeit ein eigener Verwaltungsbezirk mit Garnison.
Die Legende einer Frau aus Kaschgar, die nach Wüstenblumen duftete, verbindet sich mit der realen Nebenfrau Rong – ein beliebter Opern- und Romanstoff.
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| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 清东陵 | Qīng Dōnglíng | Östliche Qing-Gräber |
| 陵 | líng | Kaisergrab |
| 神道 | shéndào | Geisterweg |
| 地宫 | dìgōng | unterirdischer Grabpalast |
| 明楼 | mínglóu | Seelenturm mit Grabstele |
| 慈禧 | Cíxǐ | Kaiserinwitwe Cixi |
| 昭穆 | zhāomù | Wechselordnung der Ahnengräber |
Shunzhi, Kangxi, Qianlong, Xianfeng und Tongzhi, dazu zahlreiche Kaiserinnen und Nebenfrauen, unter ihnen die Kaiserinwitwe Cixi.
Einige unterirdische Grabpaläste sind zugänglich, vor allem der Qianlongs und der Cixis. Die meisten übrigen Gräber sieht man nur von außen.
Mit Mietwagen oder Tagestour, oder mit dem Fernbus nach Zunhua und weiter mit Taxi. Für die Fahrt je Richtung sind gut zwei Stunden zu rechnen.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
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