Buchten am Kanas-Fluss
Ein Holzsteg folgt dem Fluss von der Unsterblichen-Bucht über die Mondbucht zur Wolong-Bucht. Die Shuttlebusse halten an allen drei.
See · Xinjiang
Kānàsī Hú
Ganz im Norden Xinjiangs, wo die Taiga Sibiriens über den Altai nach China reicht, liegt ein Gletschersee, dessen Farbe mit jeder Wolke wechselt – umgeben von Lärchen und Blockhäusern.
Der Pavillon auf einem Berg über dem See bietet den Blick über den ganzen See bis zu den Schneegipfeln an der Grenze. Treppen führen hinauf.
Unterhalb des Sees umfließt der Kanas-Fluss eine lang gestreckte Insel, die an einen liegenden Drachen erinnert.
Eine sichelförmige Flussschleife in tiefem Grün zwischen Waldhängen, das bekannteste Fotomotiv am Kanas.
Flache Flussarme mit Inseln, über denen am Morgen oft Nebel liegt. Im Herbst spiegeln sich die goldenen Lärchen im Wasser.
Am oberen Ende des Sees sammeln sich Baumstämme zu einer langen Barriere, die sich über das Wasser zieht.
Blockhäuser mit Holzzäunen in einem weiten Tal, dahinter Birken und Lärchen. Am Morgen steigt Rauch aus den Schornsteinen in den Nebel.
Die Tuwiner-Siedlung am Südende des Sees mit Holzhäusern und Gästezimmern ist Ausgangspunkt für Wanderungen am Ufer.
Ein Holzsteg folgt dem Fluss von der Unsterblichen-Bucht über die Mondbucht zur Wolong-Bucht. Die Shuttlebusse halten an allen drei.
Ein Bus bringt Besucher bis unter den Gipfel, von dort führen viele Stufen hinauf. Oben weht fast immer ein kalter Wind.
Boote fahren vom Südende aus ein Stück den See hinauf. Die Legende vom Seeungeheuer wird dabei gern erzählt.
Ein Pfad verbindet die beiden Dörfer über Pässe und Weiden. Nur im Sommer und mit örtlichem Führer oder Pferden; Unterkunft in einfachen Hütten.
春Frühling
Der See taut erst spät auf; bis in den Mai liegt Schnee. Viele Einrichtungen öffnen erst zum Sommer.
夏Sommer
Grüne Wiesen voller Blumen, klares Wasser und lange Tage. Juli und August sind belebt, die Nächte bleiben kühl.
秋Herbst
Ab Mitte September leuchten Lärchen und Birken gold und rot. Die Zeit ist kurz, Unterkünfte sind dann früh ausgebucht.
冬Winter
Tiefer Schnee, Eis und sehr tiefe Temperaturen. Hemu und das Tal sind dann ein Ziel für Wintersport und Schneefotografie.
Eiszeitliche Gletscher schürften das Tal aus, eine Moräne staut den See auf. Feines Gesteinsmehl aus dem Schmelzwasser gibt ihm die milchig grüne Farbe.
Sibirische Lärchen, Fichten, Zirbelkiefern und Birken bilden hier Wälder, wie sie sonst in China kaum vorkommen. Das Gebiet ist ein Naturschutzgebiet.
Im Wald leben Rothirsche, Elche, Bären und viele Vogelarten. Im See lebt der Taimen, ein großer Raubfisch aus der Familie der Lachse.
Der Altai zieht sich von Sibirien bis in die Mongolei. Sein Südhang in China ist feucht, bewaldet und von Seen und Flüssen durchzogen – ein Kontrast zu den Wüsten des Südens.
Der See liegt lang gestreckt in einem schmalen Tal. Sein Abfluss windet sich in Schleifen und Buchten nach Süden.
1. Jt. v. Chr.Frühe Nomaden
Im Altai hinterließen Reiternomaden Grabhügel, Steinfiguren und Felsbilder. Solche Zeugnisse finden sich an vielen Orten des Bezirks Altay.
13. Jh.Mongolische Zeit
Die Täler des Altai gehörten zu den Weidegebieten mongolischer Stämme. Nach örtlicher Überlieferung stammen die Tuwiner von Kriegern aus dieser Zeit ab.
Milchtee, Butter, Quark und Milchschnaps aus Kuhmilch, dazu Brot und Fleisch – einfache, sättigende Kost für lange Winter.
Die Tuwiner am Kanas leben in Blockhäusern mit spitzen Dächern, halten Rinder und Pferde und sprechen eine Turksprache.
Das schlichte Blasinstrument aus einem Pflanzenstängel wird mit gleichzeitig gesummtem Ton gespielt – ein typisches Musikinstrument der Tuwiner.
Mehr dazu →Berichte von einem riesigen Wesen im See halten sich hartnäckig. Meist wird es für einen großen Taimen gehalten – die Legende gehört zum Besuch dazu.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 喀纳斯 | Kānàsī | Kanas |
| 阿尔泰山 | Ā'ěrtài Shān | Altai-Gebirge |
| 图瓦人 | Túwǎrén | Tuwiner |
| 禾木 | Hémù | Dorf Hemu |
| 额尔齐斯河 | É'ěrqísī Hé | Irtysch |
| 湖怪 | húguài | Seeungeheuer |
| 楚吾尔 | chǔwú'ěr | Tschoor, Schilfflöte |
Per Flug nach Kanas bei Burqin oder nach Altay, dann mit Bus oder Auto nach Jiadengyu. Dort beginnen die Shuttlebusse des Schutzgebiets, die zu den Buchten, zum See und nach Hemu fahren.
Mitte September bis Anfang Oktober, wenn die Lärchen golden sind. Juli und August bieten grüne Wiesen und Blumen. Die Herbstsaison ist kurz und sehr gefragt.
Eine kleine Gruppe von Viehzüchtern in den Dörfern Kanas, Hemu und Baihaba. Sie sprechen eine Turksprache, leben in Holzhäusern und pflegen eigene Lieder und Instrumente.
Mindestens zwei Tage im Schutzgebiet: einen für See, Buchten und Guanyu-Pavillon, einen für Hemu. Die Anreise aus Ürümqi kostet zusätzlich Zeit.
Autonome Region
Schneegipfel über Wüstenrändern, Pappelalleen und Weinlauben in den Oasen, Basare zwischen Lehmhäusern: Xinjiang war zwei Jahrtausende lang Drehscheibe der Seidenstraße zwischen China, Indien, Persien und Steppe.
Geographie
Heilige Berge, Nationalparks, Schluchten, Seen und Welterbe – mit Wegen, Jahreszeiten und Anreise.
Musik
Von der klassischen Instrumentalmusik bis zum Pop.