Geographie · 名山大川
Naturziele in China
„Berühmte Berge und große Flüsse“ – so fasst das Chinesische zusammen, was Pilger, Dichter und Maler seit Jahrhunderten anzog. Hier stehen die Berge, Schluchten, Seen und Stätten mit eigener Seite: jeweils mit Höhepunkten, Wegen, Jahreszeiten und Anreise.
Die Fünf Großen Berge
Seit dem Altertum die Berge des kaiserlichen Opferkults, je einer für eine Himmelsrichtung und die Mitte.
- 泰山Tai Shan →Osten · Shandong
- 华山Hua Shan →Westen · Shaanxi
- 衡山Heng Shan →Süden · Hunan
- 恒山Heng Shan →Norden · Shanxi
- 嵩山Song Shan →Mitte · Henan
Die vier buddhistischen Berge
Jeder gilt als Wohnsitz eines Bodhisattva und ist bis heute Pilgerziel.
- 五台山Wutai Shan →Bodhisattva Manjushri · Shanxi
- 峨眉山Emei Shan →Bodhisattva Samantabhadra · Sichuan
- 普陀山Putuo Shan →Bodhisattva Guanyin · Zhejiang
- 九华山Jiuhua Shan →Bodhisattva Dizang · Anhui
Heilige Berge
- Heiliger Berg九华山
Jiuhua Shan
Ein Tempeldorf zwischen Bambuswäldern, Räucherwerk vor jeder Halle und oben auf dem Grat das Kloster am Himmelsaltar: Der Jiuhua Shan ist ein Pilgerberg, kein Aussichtsberg.
- Heiliger Berg武当山
Wudang Shan
Ein Kaiser ließ einen ganzen Berg zum Palast des Gottes Zhenwu ausbauen. Zwischen Felsen und Wolken stehen Hallen mit roten Mauern, und auf dem Gipfel glänzt eine Halle aus vergoldeter Bronze.
- Heiliger Berg少林寺 · 嵩山
Shaolin-Kloster und Song Shan
Am mittleren der fünf heiligen Berge liegen das Kloster, in dem Chan-Buddhismus und Kungfu zusammenfanden, und Tempel, Akademien und Sternwarten aus fast zwei Jahrtausenden.
- Heiliger Berg华山
Hua Shan
Ein Granitblock, der aus der Ebene aufsteigt, mit Graten so schmal wie ein Rücken und Stufen, die fast senkrecht in den Fels gehauen sind – der steilste der Fünf Großen Berge.
- Heiliger Berg泰山
Tai Shan
Auf keinen Berg Chinas sind mehr Kaiser gestiegen: Der Tai Shan galt als Tor zwischen Himmel und Erde, und sein Pilgerweg ist eine steinerne Chronik aus zwei Jahrtausenden.
- Heiliger Berg龙虎山
Longhu Shan
Rote Felsen spiegeln sich im grünen Luxi-Fluss, hoch in den Wänden stecken Särge aus der Zeit des Konfuzius. Am Ufer residierten über Generationen die Himmelsmeister des Daoismus.
- Heiliger Berg衡山
Heng Shan
Ein grüner Bergrücken voller Tempel, an dem Buddhisten und Daoisten seit Jahrhunderten nebeneinander beten – und wo man sich ein Leben „so lang wie der Südberg“ wünscht.
- Heiliger Berg普陀山
Putuo Shan
Eine kleine Granitinsel im Ostchinesischen Meer, auf der Tempelglocken und Brandung zusammenklingen: Putuo Shan ist seit über tausend Jahren der Ort, an dem Pilger Guanyin suchen.
- Heiliger Berg峨眉山 · 乐山大佛
Emei Shan und Großer Buddha von Leshan
Ein Pilgerberg, der vom subtropischen Wald bis über die Wolken reicht, und ein Buddha, der seit der Tang-Zeit über drei Flüsse wacht: zwei Stätten, ein Welterbe.
- Heiliger Berg梵净山
Fanjing Shan
Aus dem Nebel des Wuling-Gebirges ragt ein gespaltener Felsturm, auf dessen Hälften je ein Tempel steht. Darunter wachsen Wälder, in denen einer der seltensten Affen Chinas lebt.
- Heiliger Berg五台山
Wutai Shan
Fünf kahle, flache Gipfel umstehen ein Tal voller Klöster, über denen eine weiße Pagode leuchtet. Seit über anderthalb Jahrtausenden pilgern Mönche und Gläubige hierher, um dem Bodhisattva der Weisheit zu begegnen.
- Heiliger Berg恒山
Heng Shan (Shanxi)
Rote Hallen kleben unter Felsüberhängen, und in einer Schlucht am Fuß des Berges hängt ein Kloster auf dünnen Balken über dem Abgrund.
Gebirge
- Gebirge黄山
Huangshan-Gebirge
Granitnadeln, an deren Kanten Kiefern wurzeln, und darunter ein Meer aus Wolken: Der Gelbe Berg ist seit Jahrhunderten das Urbild der chinesischen Berglandschaft.
- Gebirge天柱山
Tianzhu Shan
Ein einzelner Granitturm über bewaldeten Graten, am Fuß ein Chan-Kloster und eine Schlucht voller Inschriften: Der „Himmelspfeiler“ gab Anhui sein Kürzel und war einst der Südliche Heilige Berg.
- Gebirge千山
Qianshan
„Tausend Berge“ nennt man das Gebirge, dessen Granitkuppen sich wie Lotusblätter drängen – dazwischen Klöster, Daoistentempel und Treppenwege, die seit Jahrhunderten Pilger tragen.
- Gebirge云台山
Yuntai Shan
Am Südrand des Taihang hat Wasser rote Sandsteinwände zu engen Klammen, Becken und Stufen geschnitten. Im Sommer stürzen Wasserfälle über die Kanten, im Winter erstarren sie zu Eis.
- Gebirge崂山
Lao Shan
Granitgipfel, die direkt aus dem Meer steigen, und Tempel in Buchten, in denen Daoisten seit Jahrhunderten leben: Der Lao Shan ist der Berg der Unsterblichen an der Küste.
- Gebirge庐山
Lushan
Zwischen Jangtse und Poyang-See steigt ein Bergblock aus dem Nebel. Kaum ein Berg Chinas wurde so oft besungen – und Su Shi schrieb, man sehe sein wahres Gesicht nicht, solange man auf ihm steht.
- Gebirge三清山
Sanqing Shan
Drei Gipfel tragen die Namen der höchsten Gottheiten des Daoismus. Darunter ragen Granitsäulen aus dem Nebel, und Plankenwege kleben an Wänden, die senkrecht in die Tiefe fallen.
- Gebirge崀山
Langshan
Rote Felskuppeln und Türme über einem grünen Fluss, dazwischen Spalten so schmal, dass kaum ein Mensch hindurchpasst: Langshan zeigt die Danxia-Landschaft von ihrer stillen Seite.
- Gebirge雁荡山
Yandang Shan
Aus einem erloschenen Vulkan gewachsene Felswände, Nadeln und Grotten, in denen Tempel kleben, und Wasserfälle, die im Wind zu Staub zerstieben: Yandang ist das Felsgebirge an der Küste Zhejiangs.
- Gebirge武夷山
Wuyi-Gebirge
Ein klarer Fluss windet sich in neun Bögen zwischen roten Felswänden hindurch, an deren Fuß Teebüsche wachsen. Seit Jahrhunderten kommen Dichter, Philosophen und Teetrinker hierher.
- Gebirge玉龙雪山
Jadedrachen-Schneeberg
Wie ein weißer Drache liegt das Massiv über dem Lijiang-Becken. Für die Naxi ist es die Gestalt ihres Schutzgottes, für Besucher der nächste Weg zu Gletschern im Süden Chinas.
- Gebirge丹霞山
Danxia Shan
Rote Felswände, die bei Sonnenaufgang wie glühende Kohle leuchten, und dazwischen ein stiller Fluss: Nach diesem Berg benannten Geologen eine ganze Landschaftsform.
- Gebirge五指山
Wuzhi Shan
Fünf Felsgipfel ragen wie die Finger einer Hand aus dem Bergwald – der Wuzhi Shan ist das Dach der Insel und Quelle ihrer großen Flüsse.
- Gebirge长白山
Changbai Shan
Ein Vulkan, dessen Gipfel fast das ganze Jahr weiß leuchtet, und in seinem Krater ein tiefblauer See: Der „ewig weiße Berg“ war den Mandschu heilig und ist das große Naturziel des Nordostens.
- Gebirge张掖丹霞
Zhangye Danxia
Rot, Orange, Gelb und ein Hauch von Grün liegen in Bändern übereinander, als habe jemand die Hügel mit dem Pinsel gestreift. Im Abendlicht beginnen sie zu glühen.
- Gebirge珠峰大本营
Everest-Basislager (Nordseite)
Am Ende eines kahlen Gletschertals steht die Nordwand des höchsten Berges der Erde frei vor dem Himmel. Davor liegen ein kleines Kloster und Gebetsfahnen.
Nationalparks und Naturreservate
- Naturreservat神农架
Shennongjia
Der Legende nach baute der Göttliche Bauer Shennong hier Gerüste, um an Heilkräuter zu gelangen. Heute schützt das Waldgebiet Affen mit goldenem Fell und Bäume, die aussehen, als säßen weiße Tauben darin.
- Nationalpark武陵源
Wulingyuan
Tausende schmale Türme aus Sandstein, jeder mit Kiefern gekrönt, stehen dicht an dicht in einem Meer aus Wald und Nebel – eine Landschaft, die wie gemalt wirkt.
- Nationalpark九寨沟
Jiuzhaigou
Seen in Türkis, Smaragd und Kobaltblau, verbunden durch Kaskaden und Wasserfälle – und am Ufer Gebetsfahnen der Dörfer, die dem Tal seinen Namen gaben.
- Nationalpark黄龙
Huanglong
Ein Tal wie ein gelber Drache: Terrassen aus Kalksinter ziehen sich durch den Bergwald hinauf, gefüllt mit Becken in Türkis, Grün und Blau.
- Naturreservat四川大熊猫栖息地
Panda-Reservate in Sichuan
In nebligen Bambuswäldern zwischen der Chengdu-Ebene und dem Hochland lebt der größte Teil der wilden Großen Pandas – ein Lebensraum aus Gebirge, Schluchten und Schneegipfeln.
- Nationalpark海南热带雨林国家公园
Tropischer Regenwald Hainan
Im bergigen Herzen der Insel wächst der größte zusammenhängende Tropenwald Chinas: Brettwurzeln, Würgefeigen und Baumfarne – und in den Kronen der Ruf eines der seltensten Affen der Welt.
- Nationalpark三江源
Nationalpark Sanjiangyuan
Hier beginnen drei der großen Flüsse Asiens als Rinnsale zwischen Mooren, Seen und Gletschern. Wildyaks, Kiangs und Tibet-Antilopen ziehen über ein Hochland fast ohne Straßen.
- Naturreservat扎龙自然保护区
Naturreservat Zhalong
Im Frühjahr hallen die Trompetenrufe der Kraniche über das Schilf. Paare tanzen mit gespreizten Flügeln, und über den flachen Seen ziehen Gänse, Reiher und Enten nach Norden.
Karst, Schluchten und Wasserfälle
- Schlucht长江三峡
Drei Schluchten (Hubei)
Auf seinem Weg aus Sichuan zwängt sich der Jangtse durch drei Schluchten. Die letzte, die Xiling-Schlucht, liegt ganz in Hubei – und an ihrem Ende heben Schleusen die Schiffe über die Mauer des Drei-Schluchten-Damms.
- Wasserfall壶口瀑布
Hukou-Wasserfall
Der breite Gelbe Fluss wird plötzlich in einen Schlund gepresst, als ergieße er sich aus der Tülle einer Teekanne – braun, tosend und in Gischt gehüllt, die wie Rauch aus dem Wasser steigt.
- Schlucht泰宁丹霞
Danxia von Taining
Ein Stausee verzweigt sich zwischen roten Felswänden, in deren Nischen Tempel kleben. Taining zeigt die Danxia-Landschaft in ihrer jungen, von Wasser zerschnittenen Form.
- Karstlandschaft石林
Steinwald
Graue Kalksteinsäulen stehen dicht wie Bäume, dazwischen öffnen sich Gassen, Schluchten und Teiche. Für die Sani, die hier leben, ist jeder Fels eine Figur aus ihren Liedern.
- Schlucht虎跳峡
Tigersprung-Schlucht
Zwischen zwei vergletscherten Massiven stürzt der Jinsha durch eine der tiefsten Flussschluchten Chinas. Ein alter Maultierpfad hoch über dem Fluss ist heute einer der bekanntesten Wanderwege des Landes.
- Karstlandschaft漓江
Li-Fluss
Grüne Kalkkegel spiegeln sich im klaren Wasser, Bambus neigt sich über das Ufer, ein Floß gleitet vorbei: Der Li-Fluss ist die Landschaft, die man aus unzähligen Tuschebildern kennt.
- Wasserfall德天瀑布
Detian-Wasserfall
Über mehrere Felsstufen stürzt der Guichun-Fluss in weißen Bändern hinab, umrahmt von grünen Karstkegeln: Detian ist ein mächtiger Kaskadenfall und doch ein Ort ländlicher Stille.
- Wasserfall黄果树瀑布
Huangguoshu-Wasserfall
Der Baishui-Fluss stürzt über eine breite Kalkkante in ein tiefes Becken; die Gischt steigt bis zu den Aussichtspunkten, und hinter dem Wasser führt ein Gang durch den Fels.
- Karstlandschaft荔波喀斯特
Karst von Libo
Türkisfarbenes Wasser rinnt über Moospolster, zwischen Bäumen, die mitten im Fluss stehen. Über den Bach spannt sich eine alte Steinbrücke mit sieben Bögen.
- Karstlandschaft武隆喀斯特
Wulong-Karst
Drei Felsbögen spannen sich über eine Schlucht, deren Wände senkrecht in die Tiefe fallen: In Wulong hat das Wasser den Kalkstein von innen ausgehöhlt, bis die Decken einstürzten.
Seen und Küsten
- See太湖
Taihu-See
Ein flaches, weites Binnenmeer mit Inseln, Obsthängen und Fischerdörfern: Der Taihu nährte die Kultur Jiangnans und lieferte die Steine für ihre Gärten.
- See鄱阳湖
Poyang-See
Im Sommer ein Binnenmeer bis zum Horizont, im Winter ein Mosaik aus Rinnen, Schlick und Gras. Dann kommen die Kraniche aus Sibirien und mit ihnen riesige Scharen von Gänsen und Enten.
- See洞庭湖
Dongting-See
Im Sommer ein Binnenmeer bis zum Horizont, im Winter ein Land aus Schlammbänken und Gras, auf dem Kraniche rasten: Der See, der Hunan den Namen gab, verändert sich mit jeder Jahreszeit.
- See西湖
Westsee
Ein flacher See, drei Seiten Hügel, zwei Dämme und eine Stadt am Ufer: Über tausend Jahre haben Beamte, Mönche und Dichter den Westsee zu einer gemalten Landschaft geformt.
- See星湖 · 七星岩
Sternensee und Sieben-Sterne-Felsen
Sieben Kalkfelsen, verstreut über einen See wie die Sterne des Großen Wagens, dazu Dämme, Weiden und Höhlen – und eine halbe Stunde weiter der Klosterwald des Dinghu Shan.
- Küste涠洲岛
Weizhou-Insel
Schwarze Lavabänke, rote Tuffwände und ein türkisfarbenes Meer mit Korallen: Weizhou ist eine junge Vulkaninsel, auf der Fischer, Bananenfelder und eine gotische Kirche nebeneinanderliegen.
- Küste亚龙湾
Yalong-Bucht
Ein Halbmond aus feinem, hellem Sand zwischen grünen Kaps, davor klares Wasser über Korallen – die Yalong-Bucht ist das Bild, das viele von Hainan im Kopf haben.
- See松花湖
Songhua-See
Oberhalb der Stadt Jilin staut sich der Songhua zu einem verzweigten See zwischen Waldbergen. Sein Wasser hält den Fluss im Winter offen – und schenkt der Stadt den Raureif.
- See青海湖
Qinghai-See
Ein Salzsee von so tiefem Blau, dass er der Provinz den Namen gab. Im Sommer säumen gelbe Rapsfelder und Gebetsfahnen das Ufer, im Winter liegt er unter Eis.
- See茶卡盐湖
Chaka-Salzsee
Eine dünne Wasserschicht über weißem Salz, kein Wind – und der Himmel liegt zu den eigenen Füßen. Seit Jahrhunderten wird hier Salz gewonnen, heute kommen die Besucher wegen des Spiegels.
- See镜泊湖
Jingpo-See
Ein Fluss, von Lava aufgehalten: Zwischen bewaldeten Ufern liegt ein langer, stiller See, der an seinem Ende über eine Basaltkante in eine dunkle Schlucht stürzt.
- See五大连池
Wudalianchi
Schwarze Lavaschollen, auf denen erst Flechten und dann Birken Fuß fassen, Kegel aus rotbrauner Schlacke und fünf Seen wie Perlen an einer Schnur – eine Landschaft, die vor wenigen Jahrhunderten noch glühte.
- See纳木错
Namtso
Hinter dem letzten Pass öffnet sich eine Fläche aus Türkis, so weit, dass sie wie ein Meer wirkt. Im Süden stehen die Schneegipfel des Nyenchen Tanglha, am Ufer flattern Gebetsfahnen.
- See天山天池
Tianchi im Tian Shan
Ein grünblauer See zwischen dunklen Fichtenhängen, darüber die Eisgipfel des Bogda: Die Legende verlegt hierher den Jadeteich, an dem die Königinmutter des Westens Gäste empfing.
- See喀纳斯湖
Kanas-See
Ganz im Norden Xinjiangs, wo die Taiga Sibiriens über den Altai nach China reicht, liegt ein Gletschersee, dessen Farbe mit jeder Wolke wechselt – umgeben von Lärchen und Blockhäusern.
Wüsten und Grasland
- Wüste沙坡头
Shapotou
Ein Hang aus goldenem Sand stürzt bis ans Ufer des Gelben Flusses, gegenüber liegen grüne Felder – selten stehen Wüste und Wasser so dicht nebeneinander.
- Grasland呼伦贝尔大草原
Grasland von Hulunbuir
Grüne Hügel bis zum Horizont, Flüsse, die sich in Schlingen durch die Wiesen winden, und weiße Jurten mit Herden davor: das Bild der Steppe schlechthin.
- Wüste巴丹吉林沙漠
Badain-Jaran-Wüste
Zwischen Sandbergen, die zu den höchsten der Erde zählen, liegen blaue, grüne und rötliche Seen. Wenn der Sand die Hänge hinabrutscht, brummt die Wüste.
- Wüste月牙泉 · 鸣沙山
Mondsichelsee und Mingsha Shan
Hinter den letzten Häusern von Dunhuang türmen sich Sanddünen auf, und zwischen ihnen liegt, grün umsäumt, ein Wasser in Form einer Mondsichel. Wer die Dünen hinabrutscht, hört den Sand brummen.
Grotten und historische Stätten
- Historische Stätte西递 · 宏村
Xidi und Hongcun
Zwei Dörfer, zwei Sippen, ein Baustil: In Xidi erzählen Ehrenbogen und Ahnenhalle vom Aufstieg der Familie Hu, in Hongcun lenkt ein jahrhundertealter Wasserplan jeden Tropfen durch das Dorf der Familie Wang.
- Historische Stätte沈阳故宫
Kaiserpalast Shenyang
Kleiner als die Verbotene Stadt und doch die erste Residenz der Qing: In Mukden bauten Nurhaci und Hong Taiji einen Palast, in dem Bannerlager und chinesische Halle zusammenfinden.
- Historische Stätte虎山长城
Hushan-Mauer
Auf dem „Tigerberg“ über dem Yalu steigt die Mauer steil an und fällt wieder zum Fluss ab – hier, weit im Osten, endet in chinesischer Lesart die Ming-Mauer.
- Grotten龙门石窟
Longmen-Grotten
Wo der Yi-Fluss zwischen zwei Hügeln hindurchfließt, haben Steinmetze über Jahrhunderte Nischen, Höhlen und Buddhas in den Kalkstein gehauen – vom schlanken Stil der Nördlichen Wei bis zur vollen Pracht der Tang.
- Historische Stätte殷墟
Yinxu
Hier ritzten Wahrsager der Shang-Könige ihre Fragen in Knochen und Schildkrötenpanzer. Am Huan-Fluss liegen Palastfundamente, Königsgräber und das Grab einer Königsgemahlin, die Heere anführte.
- Historische Stätte兵马俑
Terrakotta-Armee
Eine Armee aus Ton, in Schlachtordnung aufgestellt, um einen Kaiser im Jenseits zu schützen – mehr als zwei Jahrtausende unter der Erde, bis ein Brunnenbau sie freilegte.
- Historische Stätte法门寺
Famen-Tempel
Über ein Jahrtausend lag unter einer Pagode eine versiegelte Krypta mit der kostbarsten Reliquie des Tang-Reiches – und mit Gold, Silber, Seide und Porzellan, die die Kaiser ihr mitgegeben hatten.
- Historische Stätte三孔
Konfuzius-Stätten in Qufu
Ein Tempel, der wie ein Kaiserpalast gebaut ist, ein Wohnsitz mit Hunderten Räumen und ein Wald voller Gräber: Die „Drei Kong“ erzählen, wie aus einem Lehrer ein Staatskult wurde.
- Historische Stätte苏州古典园林
Klassische Gärten von Suzhou
Hinter hohen weißen Mauern bauten Gelehrte ganze Landschaften im Kleinen: Felsen als Berge, Teiche als Seen, Fenster als Bilderrahmen. Jeder Schritt zeigt ein neues Bild.
- Historische Stätte周庄
Zhouzhuang
Kanäle statt Gassen, Boote statt Karren: In Zhouzhuang führen Steinbrücken über das Wasser zu Kaufmannshäusern, deren Hintertüren direkt am Anleger liegen.
- Historische Stätte明孝陵
Ming Xiaoling
Steinelefanten und Kamele säumen einen Weg, der sich um einen Hügel windet, bevor er zum Grabhügel des Kaisers führt: Hier liegt Zhu Yuanzhang, der Gründer der Ming.
- Historische Stätte老司城
Laosicheng
In einer Flussschleife tief im Wuling-Gebirge liegen die Mauern einer Stadt, von der aus eine Tujia-Familie sechs Jahrhunderte lang ihre Täler regierte.
- Historische Stätte良渚古城遗址
Ruinen von Liangzhu
Lange vor den ersten Dynastien entstand im Jangtse-Delta eine Stadt mit Palastplattform, Mauern und Staudämmen. Ihre Jadeschnitzer schufen Ritualgeräte, deren Formen Chinas Kunst über Jahrtausende prägten.
- Historische Stätte乌镇
Wuzhen
Häuser, die auf Steinpfeilern über dem Wasser stehen, Boote unter Bogenbrücken und Indigostoffe im Wind: Wuzhen zeigt, wie die Seidenstädte südlich des Jangtse lebten.
- Historische Stätte福建土楼
Fujian-Tulou
Von außen wirken sie wie Festungen, innen öffnen sich hölzerne Galerien zu einem Hof voller Leben: In den Tulou wohnten ganze Sippen unter einem Dach aus Lehm und Ziegeln.
- Historische Stätte鼓浪屿
Gulangyu
Keine Autos, dafür Gassen zwischen Villen, Banyanbäumen und Gärten am Meer: Auf der kleinen Insel vor Xiamen verbanden Heimkehrer aus Südostasien und fremde Kaufleute ihre Baustile.
- Historische Stätte红河哈尼梯田
Hani-Reisterrassen
Tausende schmale Terrassen stufen die Berghänge des Ailao-Gebirges vom Wald bis ins Tal. Im Winter stehen sie unter Wasser und spiegeln Himmel und Morgenrot.
- Historische Stätte都江堰 · 青城山
Dujiangyan und Qingcheng Shan
Unten ein Wasserbau aus der Qin-Zeit, der noch immer eine ganze Ebene tränkt, oben ein Bergwald voller daoistischer Tempel: Hier haben Menschen gelernt, mit der Natur statt gegen sie zu bauen.
- Historische Stätte避暑山庄
Bergresidenz Chengde
Ein ummauertes Tal mit Seen, Ebene und Bergen, dazu Tempel, die Lhasa und Shigatse nachbilden: Die Sommerresidenz war das Reich der Qing im Kleinen.
- Historische Stätte山海关
Shanhaiguan
Zwischen den Bergen und dem Bohai-Meer bleibt nur ein schmaler Streifen Land. Genau dort sperrte die Ming-Mauer den Weg nach Nordosten – mit einer Festung, einem Drachenkopf im Meer und einem steilen ersten Berg.
- Historische Stätte清东陵
Östliche Qing-Gräber
Vor einer Bergkette im Norden reihen sich die Gräber von fünf Kaisern und ihren Frauen, verbunden durch einen kilometerlangen Geisterweg – eine der größten und vollständigsten Kaisernekropolen Chinas.
- Historische Stätte清西陵
Westliche Qing-Gräber
Yongzheng ließ sein Grab nicht neben dem seines Vaters, sondern weit im Westen anlegen. Heute liegen die Gräber still unter alten Kiefern – ruhiger als ihr Gegenstück im Osten.
- Historische Stätte开平碉楼
Wehrtürme von Kaiping
Zwischen Reisfeldern und Bambushainen stehen Türme mit Kuppeln, Säulen und Balkonen – chinesische Dörfer, deren Silhouette Baustile aus halb Europa und Übersee zitiert.
- Historische Stätte南华寺
Nanhua-Kloster
In einem stillen Tal südlich von Shaoguan lehrte ein Mönch aus Guangdong die plötzliche Erleuchtung – das Kloster, in dem sein Körper bis heute bewahrt wird, gilt als Stammkloster des Chan-Buddhismus.
- Historische Stätte龙脊梯田
Longji-Reisterrassen
Vom Talgrund bis zu den Kämmen winden sich Terrassen wie die Schuppen eines Drachen um den Berg: Die Reisfelder von Longji sind über Jahrhunderte von Hand geformtes Land.
- Historische Stätte左江花山岩画
Felsbilder von Zuojiang Huashan
Hoch über dem Fluss tanzen hunderte rote Gestalten mit erhobenen Armen über eine senkrechte Felswand: Die Bilder von Huashan sind das Vermächtnis eines Volkes, das keine Schrift hinterließ.
- Historische Stätte西夏陵
Westxia-Kaisergräber
Vor der dunklen Wand des Helan Shan erheben sich kegelförmige Türme aus gestampftem Lehm – die Grabmale der Kaiser eines Reiches, das Dschingis Khan von der Landkarte tilgte.
- Grotten须弥山石窟
Xumishan-Grotten
An einem Seitenweg der Seidenstraße haben Mönche und Stifter über drei Jahrhunderte Höhlen in rote Sandsteinhügel geschlagen – über allen thront ein Buddha der Tang-Zeit.
- Historische Stätte海龙屯
Hailongtun
Auf einem Bergrücken, den Schluchten auf drei Seiten umschließen, sperrten die Fürsten von Bozhou den Weg mit steinernen Toren – bis ein Ming-Heer die Festung nach langer Belagerung einnahm.
- Historische Stätte西江千户苗寨
Xijiang
Hunderte Holzhäuser auf Stelzen steigen zwei Hänge hinauf, darunter windet sich der Fluss durch Reisfelder. Abends gehen die Lichter an, und aus den Gassen klingt die Mundorgel.
- Historische Stätte高句丽王城、王陵及贵族墓葬
Goguryeo-Stätten in Ji'an
Stufenpyramiden aus Granit, eine Bergfestung über dem Tal und ein Stein, der die Taten eines Königs verkündet: In Ji'an liegt die Hauptstadt eines Reiches, das den Nordosten über Jahrhunderte prägte.
- Grotten云冈石窟
Yungang-Grotten
In eine Sandsteinwand gehauen, blicken Buddhas mit mandelförmigen Augen und archaischem Lächeln über das Tal – geschaffen im Auftrag der Kaiser eines Reitervolks aus der Steppe.
- Historische Stätte平遥古城
Altstadt von Pingyao
Eine ganze Kreisstadt der Ming- und Qing-Zeit, von einer Mauer umschlossen: Gassen mit grauen Ziegelhäusern, Läden mit Holzfronten und die Kontore, in denen Chinas Wechselbriefe ausgestellt wurden.
- Historische Stätte塔尔寺
Kloster Kumbum
Acht weiße Stupas am Eingang, dahinter goldene Dächer, Pilger mit Gebetsmühlen und Hallen voller Butterblumen: Kumbum ist eines der großen Klöster der tibetischen Welt – eine Busstunde von Xining.
- Historische Stätte元上都遗址
Xanadu (Shangdu)
Wo heute Gras über Mauerwällen weht, residierte Kublai Khan in den Sommermonaten. Die Stadt verband chinesische Planung mit dem Leben der Steppe und wurde im Westen zum Sinnbild märchenhafter Pracht.
- Grotten莫高窟
Mogao-Grotten
An einer Steilwand am Rand der Dünen reihen sich Höhle an Höhle, innen bemalt von Boden bis Decke. Tausend Jahre lang stifteten hier Kaufleute, Mönche und Herrscher ihre Bilder von Paradies und Welt.
- Historische Stätte嘉峪关关城
Festung Jiayuguan
Gelbe Lehmmauern, drei hölzerne Tortürme und dahinter die Schneeberge des Qilian: Die Festung schloss den Korridor, und wer sie nach Westen verließ, war außerhalb des Reiches.
- Grotten麦积山石窟
Maijishan-Grotten
Ein runder roter Felsen ragt aus bewaldeten Bergen, geformt wie ein Schober aus Weizengarben. An seinen Wänden kleben Nischen und Stege, und aus den Nischen lächeln Figuren aus Lehm.
- Historische Stätte金上京会宁府遗址
Jin-Hauptstadt Shangjing
Auf flachem Ackerland südöstlich von Harbin ziehen sich grasbewachsene Erdwälle durch die Felder. Hier regierten die ersten Kaiser der Jin, bevor sie ihre Hauptstadt nach Süden verlegten.
- Historische Stätte布达拉宫
Potala-Palast
Dreizehn Stockwerke aus Stein, Holz und Lehm wachsen scheinbar aus dem Roten Berg: weiße Mauern unten, ein roter Kern darüber, goldene Dächer obenauf.
- Historische Stätte扎什伦布寺
Kloster Tashilhunpo
Am Hang über Shigatse drängen sich rote und weiße Hallen unter goldenen Dächern. Mönche in roten Roben eilen durch die Gassen, Pilger drehen Gebetsmühlen – ein Kloster wie eine kleine Stadt.
- Grotten大足石刻
Felsskulpturen von Dazu
In einer Felsbucht erzählen farbige Reliefs von Wiedergeburt, Elternliebe und Höllenstrafen: Die Steinmetze von Dazu machten den Buddhismus der Song-Zeit für jeden lesbar.
- Historische Stätte磁器口
Ciqikou
Steinstufen, Holzhäuser mit geschwungenen Dachkanten und unten der Jialing: Ciqikou war ein Umschlagplatz für Porzellan und ist heute das Altstadtviertel, in dem Chongqing isst und Tee trinkt.
- Historische Stätte黄崖关长城
Huangyaguan
Die Mauer klettert über Kämme aus gelblichem Fels, die in der Abendsonne aufleuchten: Am Gelben Klippenpass sicherten die Ming die Täler zwischen Ebene und Bergland.
- Historische Stätte独乐寺
Dule-Tempel
Ein Holzbau aus dem 10. Jahrhundert, gebaut um eine Guanyin, die bis unter das Dach reicht: Der Dule-Tempel zeigt, wie weit die Zimmerleute der Liao ihre Kunst getrieben hatten.
- Historische Stätte豫园
Yu-Garten
Hinter hohen Mauern in der Altstadt legte ein Beamter der Ming einen Garten für seine Eltern an: Felsen, Teiche und Hallen, so dicht verschachtelt, dass jeder Durchgang ein neues Bild öffnet.
- Historische Stätte朱家角
Zhujiajiao
Eine fünfbogige Steinbrücke spannt sich über den Kanal, Ruderboote gleiten unter ihr hindurch: Zhujiajiao war ein Marktflecken für Reis und Tuch und hat sein Netz aus Wasserwegen bewahrt.
- Historische Stätte佘山
Sheshan
Im flachen Delta ragen ein paar Hügel wie Inseln auf: Auf dem Sheshan stehen eine Pagode der Song-Zeit, eine Wallfahrtskirche und eine Sternwarte dicht beieinander im Bambuswald.
- Historische Stätte紫禁城
Verbotene Stadt
Hinter roten Mauern und einem Wassergraben liegt der Palast, von dem aus Ming- und Qing-Kaiser fast fünf Jahrhunderte regierten – gebaut als Abbild der kosmischen Ordnung, Halle hinter Halle auf einer Achse.
- Historische Stätte天坛
Himmelstempel
Runde Dächer in Himmelsblau, weiße Marmorterrassen und ein Wald aus alten Zypressen: Hier trat der Kaiser als Sohn des Himmels vor seinen Herrn und bat um gute Ernten.
- Historische Stätte颐和园
Sommerpalast
Ein Hügel voller Pavillons und Tempel, davor ein weiter See mit Inseln, Dämmen und Brücken: Die Qing-Kaiser bauten sich im Nordwesten Pekings eine Landschaft nach dem Vorbild des Südens.
- Historische Stätte北京长城
Große Mauer bei Peking
Über die Grate des Yan-Gebirges zieht sich die Mauer der Ming von Pass zu Pass, mal frisch restauriert mit Geländern, mal als bröckelnde Ruine zwischen Gestrüpp und Felsen.
- Historische Stätte明十三陵
Ming-Gräber
In einem Tal, das Berge von drei Seiten umschließen, ruhen dreizehn Kaiser der Ming. Ein Geisterweg mit steinernen Tieren und Beamten führt zu ihnen hinauf.
- Historische Stätte周口店北京人遗址
Zhoukoudian
In den Kalkhöhlen eines unscheinbaren Hügels am Rand der Westberge lebten lange Zeit Frühmenschen – ihre Knochen, Werkzeuge und Feuerstellen machen den Ort zu einer der wichtigsten Fundstätten der Altsteinzeit.
- Historische Stätte交河故城
Ruinenstadt Jiaohe
Auf einer schmalen Insel aus Löss zwischen zwei Flussarmen gruben Menschen ihre Stadt in den Boden, statt sie aufzumauern. Straßen, Klöster und Höfe stehen noch heute als ausgeschnittene Lehmwände da.
- Grotten柏孜克里克千佛洞
Bezeklik-Grotten
Über einem grünen Flusstal in den roten Flammenbergen reihen sich Höhlentempel in die Klippe. Ihre Wandbilder zeigen Gelübdeszenen des künftigen Buddha und Stifter in prächtigen Gewändern.
Häufige Fragen
Was sind die Fünf Großen Berge Chinas?
Die Fünf Großen Berge (五岳) sind Tai Shan im Osten, Hua Shan im Westen, Heng Shan (衡山) im Süden, Heng Shan (恒山) im Norden und Song Shan in der Mitte. Kaiser brachten dort seit dem Altertum Opfer dar; die Berge verbinden Staatskult, Daoismus und Buddhismus.
Welche Berge sind dem Buddhismus heilig?
Vier Berge gelten als Sitz je eines Bodhisattva: Wutai Shan (Manjushri), Emei Shan (Samantabhadra), Putuo Shan (Guanyin) und Jiuhua Shan (Dizang). Sie sind bis heute Pilgerziele mit aktiven Klöstern.
Wann ist die beste Reisezeit für Chinas Berge?
Meist Frühling und Herbst: klare Sicht, milde Temperaturen, weniger Regen. Auf jeder Seite steht, was die Stätte in allen vier Jahreszeiten bietet – manche Berge sind im Winter mit Raureif am schönsten.
Quellen
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
- Welterbeliste – Staat China (UNESCO World Heritage Centre; jährlich nach der Sitzung des Welterbekomitees (Juli)) · Quellenprofil
Wie CHINANETZ Quellen auswählt und prüft: Recherche und Quellen.
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Alle 31 Einheiten der Provinzebene mit Kürzel, Hauptstadt, Großregion und Einwohnern laut Zensus 2020.
Geschichte
UNESCO-Welterbe in China →
Große Mauer, Verbotene Stadt, Terrakotta-Armee, Karstlandschaften — alle Welterbestätten mit Einordnung.
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China Reisen →
Planung, Einreise, Transport und Reiseziele — der Einstieg für die erste und die zehnte Chinareise.