Rundgang durch Kaiser- und Palaststadt
Vom Besucherzentrum durch das Südtor bis zur Palaststadt und entlang der Wälle. Stege und Tafeln erläutern die Anlage.
Historische Stätte · Innere Mongolei
Yuán Shàngdū Yízhǐ
Wo heute Gras über Mauerwällen weht, residierte Kublai Khan in den Sommermonaten. Die Stadt verband chinesische Planung mit dem Leben der Steppe und wurde im Westen zum Sinnbild märchenhafter Pracht.
Der innerste Mauerring umschloss Hallen und Pavillons des Kaisers. Die Fundamente der großen Halle Da'an Ge lassen sich im Gelände erkennen.
Der mittlere Ring beherbergte Ämter, Wohnhöfe und Klöster. Straßen und Plätze zeichnen sich als flache Erhebungen im Gras ab.
Das Haupttor im Süden der Kaiserstadt war ihr zeremonieller Zugang.
Im Norden und Westen umgaben weitere Mauern Gärten, Weiden und Wohnviertel; ein Teil diente als kaiserlicher Park mit Tieren.
Um die Stadt vor Sturzfluten aus den Bergen zu schützen, wurde ein Kanal angelegt, der das Wasser um die Mauern herumführte.
Funde, Modelle und Karten zeigen die Anlage der Stadt, das Hofleben und den Wechsel zwischen Sommer- und Winterhauptstadt.
Vom Besucherzentrum durch das Südtor bis zur Palaststadt und entlang der Wälle. Stege und Tafeln erläutern die Anlage.
Von einer Anhöhe überblickt man die Mauerringe als Linien im Gras; danach führt ein Weg durch die Außenstadt.
春Frühling
Kalt und windig bis in den Mai; das Gras ist noch braun, die Wälle sind klar zu erkennen.
夏Sommer
Im Juli blüht das Grasland von Jinlianchuan mit gelben Trollblumen – genau die Jahreszeit, in der der Hof hier weilte.
秋Herbst
Klare Luft und goldenes Gras im September; im Oktober schon frostig.
冬Winter
Schnee und strenge Kälte. Die Stätte ist einsam, das Museum kann eingeschränkt geöffnet sein.
Die weite Aue ist nach den goldgelben Trollblumen benannt, die im Sommer die Wiesen überziehen.
Der Oberlauf des Luan-Flusses schlängelt sich südlich der Stadt durch Feuchtwiesen und versorgte sie mit Wasser.
Die Stadt lag am Übergang vom chinesischen Ackerland zur mongolischen Steppe – eine Lage, die beide Welten verband.
Im Norden schützt ein Hügelzug, im Süden fließt der Fluss – eine Lage, die chinesischen Vorstellungen für eine Hauptstadt entsprach.
1256Mongolenreich
Kublai, damals Prinz, beauftragte den Gelehrten Liu Bingzhong, im Grasland eine Stadt zu planen. Sie erhielt den Namen Kaiping.
1260–1263Yuan-Dynastie
In Kaiping wurde Kublai zum Großkhan erhoben. Wenig später erhielt die Stadt den Namen Shangdu und wurde Sommerhauptstadt.
13.–14. Jh.Yuan-Dynastie
Jedes Jahr zog der Hof von Dadu nach Shangdu. Hier empfingen die Kaiser Gesandte; Marco Polo beschrieb Palast, Park und Hofjagden.
1358Ende der Yuan
Aufständische der Roten Turbane brannten die Paläste nieder. Die Stadt verlor ihre Bedeutung und fiel später wüst.
Chinesische Hallen standen neben Zeltpalästen; Buddhisten, Daoisten, Muslime und Christen lebten am Hof. Die Stadt steht für das Nebeneinander von Steppe und Ackerbau.
Über Marco Polos Bericht gelangte der Name nach Europa. In der englischen Dichtung wurde Xanadu zum Inbegriff eines fernen Lustschlosses.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 上都 | Shàngdū | „Obere Hauptstadt“ |
| 开平 | Kāipíng | erster Name der Stadt |
| 大都 | Dàdū | Winterhauptstadt, heute Peking |
| 忽必烈 | Hūbìliè | Kublai Khan |
| 金莲川 | Jīnliánchuān | Grasland der goldenen Blüten |
| 正蓝旗 | Zhènglán Qí | Banner Zhenglan |
Die Ruinen von Shangdu, der Sommerhauptstadt der Yuan-Dynastie im Grasland der Inneren Mongolei. Der Name Xanadu geht auf die Aussprache zurück, mit der Europa die Stadt kennenlernte.
Mauerwälle der drei Stadtringe, Tore, Fundamente von Hallen und das Museum. Von der Pracht der Paläste ist wenig erhalten; eindrucksvoll ist die Anlage im weiten Grasland.
Mit dem Wagen aus Xilinhot oder aus Peking über Duolun. Öffentliche Verbindungen gibt es kaum, organisierte Touren sind am bequemsten.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
Wie CHINANETZ Quellen auswählt und prüft: Recherche und Quellen.
Autonome Region
Ein langer Bogen aus Steppe, Wald und Sand am Nordrand Chinas: Hier zogen Xiongnu, Xianbei, Kitan und Mongolen mit ihren Herden, und bis heute klingen Langlied und Pferdekopfgeige über das Gras.
Stadt · Innere Mongolei
Rings um ein Kloster auf dem Hügel wuchs eine Stadt mitten in der Steppe. Von hier aus reicht der Blick über das Xilin-Gol-Grasland, Heimat berühmter Pferde und Sänger.
Geschichte
Große Mauer, Verbotene Stadt, Terrakotta-Armee, Karstlandschaften — alle Welterbestätten mit Einordnung.
Stadt
Chinas Hauptstadt: Geschichte, Politik, Wirtschaft, Kultur.