Mongolisches Plateau蒙古高原
Der größte Teil der Region liegt auf einer welligen Hochfläche. Nach Osten wird sie feuchter und grasreicher, nach Westen trockener, bis Steppe in Kies- und Sandwüste übergeht.
Autonome Region · Nordchina
Nèi Měnggǔ
Ein langer Bogen aus Steppe, Wald und Sand am Nordrand Chinas: Hier zogen Xiongnu, Xianbei, Kitan und Mongolen mit ihren Herden, und bis heute klingen Langlied und Pferdekopfgeige über das Gras.
Hohhot呼和浩特
Die „Blaue Stadt“ am Fuß des Daqing Shan, im 16. Jahrhundert von Altan Khan gegründet; Klöster, Museum und Milchtee.
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Baotou包头
Industriestadt am Gelben Fluss, Zentrum der Seltenen Erden; nahebei die Klöster Wudang Zhao und Meidai Zhao.
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Ordos鄂尔多斯
Hochland in der Schleife des Gelben Flusses mit dem Dschingis-Khan-Mausoleum, Kohle und Kaschmir.
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Hulunbuir呼伦贝尔
Weites Grasland und Wälder im Nordosten, Zentrum ist Hailar; Heimat von Ewenken, Oroqen und Dauren.
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Chifeng赤峰
Namensgeberin der jungsteinzeitlichen Hongshan-Kultur und Kernland der Kitan mit den Ruinen der Liao-Hauptstadt.
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Xilinhot锡林浩特
Hauptort des Xilin-Gol-Graslands mit dem Beizi-Kloster; Ausgangspunkt für Naadam und die Ruinen von Xanadu.
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Manzhouli满洲里
Stadt im äußersten Westen von Hulunbuir, nahe dem Hulun-See; Ausgangspunkt für das westliche Grasland.
Alxa阿拉善
Wüstenregion im äußersten Westen mit Badain Jaran, Tengger und den Pappelwäldern von Ejin.
Grasland von Hulunbuir
Grüne Hügel bis zum Horizont, Flüsse, die sich in Schlingen durch die Wiesen winden, und weiße Jurten mit Herden davor: das Bild der Steppe schlechthin.
Badain-Jaran-Wüste
Zwischen Sandbergen, die zu den höchsten der Erde zählen, liegen blaue, grüne und rötliche Seen. Wenn der Sand die Hänge hinabrutscht, brummt die Wüste.
Xanadu (Shangdu)
Wo heute Gras über Mauerwällen weht, residierte Kublai Khan in den Sommermonaten. Die Stadt verband chinesische Planung mit dem Leben der Steppe und wurde im Westen zum Sinnbild märchenhafter Pracht.
Der größte Teil der Region liegt auf einer welligen Hochfläche. Nach Osten wird sie feuchter und grasreicher, nach Westen trockener, bis Steppe in Kies- und Sandwüste übergeht.
Im Nordosten trennt das bewaldete Gebirge das Grasland von Hulunbuir von der Ebene des Nordostens. Lärchen und Birken bedecken die Hänge, Flüsse wie der Ergun entspringen hier.
Der Gelbe Fluss beschreibt eine große Schleife nach Norden. In ihrer Ebene wird seit Jahrhunderten bewässert; südlich davon liegt das Ordos-Plateau mit den Sanden der Kubuqi.
In Alxa liegen die Badain-Jaran- und die Tengger-Wüste mit Riesendünen und Salzseen. Am Ejin-Fluss wachsen Euphrat-Pappeln, die sich im Herbst goldgelb färben.
Lange, sehr kalte Winter mit trockener Luft, kurze warme Sommer, in denen der meiste Regen fällt. Im Frühjahr wehen häufig starke Winde, im Westen mit Sandstürmen.
um 4500–3000 v. Chr.Jungsteinzeit
Im Gebiet von Chifeng entwickelte sich die Hongshan-Kultur. Ihre Jadefiguren, darunter geschwungene „Schweinedrachen“, gehören zu den frühesten Drachenbildern Chinas.
3. Jh. v. Chr.–220Qin und Han
Die Xiongnu beherrschten die Steppe, Qin und Han sicherten sich mit Mauern und Garnisonen. 33 v. Chr. wurde die Hofdame Wang Zhaojun mit dem Xiongnu-Herrscher verheiratet.
258–398Tuoba-Xianbei
Die Tuoba-Xianbei, deren Vorfahren aus den Wäldern des Hinggan stammten, machten Shengle südlich des heutigen Hohhot zu ihrem Zentrum. Das 386 ausgerufene Reich Wei einte später ganz Nordchina.
916–1125Liao-Dynastie
Die Kitan errichteten am Xar Moron ein Reich mit mehreren Hauptstädten. Ihre Oberste Hauptstadt lag im heutigen Chifeng; Pagoden und Gräber jener Zeit sind erhalten.
1206–1368Mongolenreich und Yuan
Dschingis Khan einte die Steppenvölker. Sein Enkel Kublai ließ 1256 die Stadt Kaiping anlegen, später Shangdu genannt – die Sommerhauptstadt der Yuan, im Westen als Xanadu bekannt.
1368–1644Ming-Zeit
Nach dem Rückzug der Yuan in die Steppe wechselten Krieg und Handel an der Großen Mauer. Altan Khan gründete die Stadt Guihua, den Kern von Hohhot, und förderte den tibetischen Buddhismus.
1636–1911Qing-Dynastie
Die Mongolen des Südens schlossen sich den Mandschu an und wurden in Banner und Bünde gegliedert. Überall entstanden Klöster, und Siedler aus Shanxi und Shaanxi zogen „über den Westpass“ nach Norden.
元上都遗址
Die Sommerhauptstadt Kublais im Grasland von Jinlianchuan: Mauerringe von Palast-, Kaiser- und Außenstadt zeichnen sich im Gras ab.
巴丹吉林沙漠
Riesendünen, zwischen denen blaue und rötliche Seen liegen, dazu singende Sandhänge.
呼伦贝尔大草原
Sanft gewelltes Weideland mit mäandrierenden Flüssen, Birkenhainen und Jurtenlagern – eines der bekanntesten Graslandgebiete Chinas.
成吉思汗陵
Gedenkstätte in Ordos mit Hallen in Jurtenform. Die Darchad hüten hier seit Generationen die Riten zu Ehren Dschingis Khans.
大召
Das älteste große Kloster Hohhots aus der Zeit Altan Khans, bekannt für eine silberne Buddhastatue und Wandmalereien.
五当召
Klosteranlage im tibetischen Stil in einem Tal nördlich von Baotou, mit weißen Hallen, die sich den Hang hinaufstaffeln.
黑城遗址
Ummauerte Ruinenstadt der Westlichen Xia und der Yuan bei Ejin im äußersten Westen. Lehmwälle, Stupas und Sanddünen prägen das Bild; nahebei wachsen Euphrat-Pappeln.
阿尔山
Vulkanlandschaft im Großen Hinggan mit Kraterseen, erstarrten Lavafeldern, Wäldern und heißen Quellen; im Herbst färben sich Lärchen und Birken.
Milchprodukte heißen bei den Mongolen „weiße Speisen“: Milchtofu, getrocknete Rahmhaut, Quark und vergorene Stutenmilch. Sie werden Gästen zuerst gereicht.
Fleisch, vor allem Hammel und Rind: gekochtes Handfleisch, das man mit dem Messer vom Knochen schneidet, und zu Festen das ganze gebratene Schaf.
Gesalzener Tee mit Milch begleitet jede Mahlzeit. Dazu gibt man geröstete Hirse, Butter oder Trockenfleisch in die Schale.
Dünne, oben offene Teigtaschen mit Hammelfleisch und Lauch, gedämpft und zum Frühstück mit Tee gegessen – das Aushängeschild der Stadtküche.
Das runde Filzzelt der Nomaden lässt sich in Stunden auf- und abbauen. Innen gilt eine feste Ordnung: Herd in der Mitte, Ehrenplatz gegenüber der Tür, die nach Süden weist.
Das Sommerfest der „drei männlichen Spiele“: Ringen, Pferderennen und Bogenschießen. Dazu kommen Märkte, Musik und Besuche von Jurte zu Jurte.
Das Langlied dehnt Silben über weite Melodiebögen, der Kehlgesang lässt einen Grundton und Obertöne zugleich erklingen. Beide stehen auf der UNESCO-Liste des immateriellen Erbes.
Das zweisaitige Streichinstrument trägt einen geschnitzten Pferdekopf am Hals. Sein warmer, singender Ton gilt als Stimme der Steppe.
Mehr dazu →Seit dem 16. Jahrhundert entstanden zahlreiche Klöster, chinesisch „Zhao“ (召) nach mongolisch „Juu“ genannt. Viele verbinden chinesische Hallen mit tibetischen Flachdachbauten.
In Hulunbuir leben Ewenken, von denen eine kleine Gruppe Rentiere hält, Oroqen, einst Jäger der Wälder, und Dauren mit ihrer eigenen Tradition des Hockeyspiels.
Die Lagerstätte Bayan Obo nördlich von Baotou gehört zu den bedeutendsten Vorkommen Seltener Erden weltweit. In Baotou werden sie aufbereitet und weiterverarbeitet.
Unter Ordos und im Osten der Region liegen große Kohlefelder. Kraftwerke und Chemieanlagen verarbeiten die Kohle vor Ort.
Hohhot ist Sitz zweier der größten Molkereikonzerne Chinas; Milch, Joghurt und Milchpulver aus der Region sind landesweit verbreitet.
Offenes Land und stetige Winde machen die Region zu einem Schwerpunkt der Windenergie; in den Wüsten entstehen große Solarfelder.
Die Wolle der Kaschmirziegen aus Ordos und Alxa wird zu Garn und Strickwaren verarbeitet. Schafe, Rinder und Pferde bleiben Grundlage des Graslands.
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| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 蒙 | měng | Kürzel der Inneren Mongolei |
| 草原 | cǎoyuán | Grasland, Steppe |
| 蒙古包 | měnggǔbāo | Jurte |
| 那达慕 | Nàdámù | Naadam, Sommerfest |
| 马头琴 | mǎtóuqín | Pferdekopfgeige |
| 长调 | chángdiào | Langlied |
| 呼麦 | hūmài | Kehlgesang (Khoomei) |
| 召 | zhào | Kloster (von mongolisch „Zuu“) |
| 奶茶 | nǎichá | Milchtee |
| 敖包 | áobāo | Owoo, Steinhügel für Opfergaben |
Für Grasland wie in Hulunbuir und Xilin Gol, für die Wüsten von Alxa, für mongolische Kultur mit Jurten, Naadam, Langlied und Pferdekopfgeige sowie für Milchtee und Hammelfleisch. Wirtschaftlich stehen Seltene Erden, Kohle, Milch und Windkraft im Vordergrund.
Hohhot. Der Name bedeutet auf Mongolisch „Blaue Stadt“; sie geht auf die Stadt Guihua zurück, die Altan Khan im 16. Jahrhundert anlegen ließ.
Für das Grasland Juli und August, wenn es grün ist und Naadam gefeiert wird. Für die Wüsten September und Oktober. Von November bis März herrscht strenge Kälte.
Milchtee mit gerösteter Hirse, Milchtofu, gekochtes Hammelfleisch, gebratenes ganzes Schaf zu Festen und in Hohhot Shaomai. Hammelfeuertopf ist überall beliebt.
Ja. In Hulunbuir, Xilin Gol und am Rand der Wüsten bieten Jurtenlager Übernachtungen an, von einfach bis komfortabel mit Bad. Im Sommer früh reservieren.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
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