Museum und Grab Nr. 3
Pendelbusse verbinden das Museum mit dem Grab Nr. 3. Der Rundgang führt über ebene Wege durch die Grabstadt – kaum Schatten, daher Hut und Wasser mitnehmen.
Historische Stätte · Ningxia
Xīxià Líng
Vor der dunklen Wand des Helan Shan erheben sich kegelförmige Türme aus gestampftem Lehm – die Grabmale der Kaiser eines Reiches, das Dschingis Khan von der Landkarte tilgte.
Das am besten erschlossene Kaisergrab wird meist Li Yuanhao, dem Gründer des Reiches, zugeschrieben. Mauerring, Tore und der Grabturm lassen sich auf Stegen umrunden.
Die Lehmkegel waren einst vielgeschossige Turmbauten mit Ziegeldächern. Heute stehen die ausgewaschenen Kerne – oft „Pyramiden des Ostens“ genannt.
Jedes Kaisergrab folgt demselben Plan: Torpfeiler, Stelenpavillons, ein Vorhof und die ummauerte Grabstadt mit Ecktürmen – angelehnt an Tang- und Song-Gräber, aber eigenständig.
Das Museum zeigt Funde aus den Gräbern: glasierte Dachfiguren, Stelenbruchstücke in Tanguten-Schrift, Bronzen und buddhistische Kunst.
Kauernde Steinfiguren mit wulstigen Brauen trugen einst Inschriftentafeln auf dem Kopf. Sie gelten als Sinnbild der Xia-Kunst.
Am Nordrand liegen Fundamente einer großen Hofanlage, vermutlich für Opferzeremonien an den Kaisergräbern.
Pendelbusse verbinden das Museum mit dem Grab Nr. 3. Der Rundgang führt über ebene Wege durch die Grabstadt – kaum Schatten, daher Hut und Wasser mitnehmen.
Die Gräber lassen sich mit den Felsbildern am Helankou und der Filmfestung Zhenbeibao verbinden, die am Fuß desselben Gebirges liegen.
Von Aussichtspunkten am Rand sieht man mehrere Grabtürme in der Ebene vor dem Gebirge – am schönsten im späten Nachmittagslicht.
春Frühling
Klare Luft, aber im April oft Staubwind. Die Ebene ist noch kahl, der Helan Shan manchmal schneebedeckt.
夏Sommer
Heiß und ohne Schatten; am besten früh morgens oder am späten Nachmittag besuchen.
秋Herbst
Die beste Zeit: mild, trocken, weite Sicht. Weinlese auf den Gütern in der Nähe.
冬Winter
Kalt und windig, dafür kaum Besucher und oft klarer Himmel über dem Gebirge.
Die Gräber stehen auf Schotterfächern, die Sturzbäche aus dem Gebirge aufgeschüttet haben. Dämme der Xia-Zeit lenkten das Wasser um die Anlagen.
Das Gebirge bildet den Hintergrund aller Grabanlagen. Die Tanguten verehrten es; der Ort sollte die Gräber in den Schutz der Berge stellen.
1038–1227Westliche Xia
Mit der Reichsgründung durch Li Yuanhao wurde das Gräberfeld zur Grablege der Kaiser; auch die Vorfahren der Dynastie erhielten hier Gräber.
1227Mongolische Eroberung
Die Mongolen eroberten die Hauptstadt und plünderten die Gräber. Holzbauten brannten, nur die Lehmkerne blieben stehen.
1368–1911Ming- und Qing-Zeit
Die Anlagen verfielen, das Wissen um die Xia verblasste. Im Volksmund blieb nur der Name „Gräber des Königs Hao“ – eine Erinnerung an Li Yuanhao.
贺兰口岩画
Die Schlucht mit Tausenden Felsritzungen liegt am Fuß desselben Gebirges und passt in denselben Tag.
镇北堡
Lehmfestungen der Ming- und Qing-Zeit, heute als Filmkulisse zugänglich.
Die Schrift sieht chinesisch aus, ist aber völlig eigenständig. Zweisprachige Wörterbücher und Inschriften halfen, sie wieder zu lesen; aus den Gräbern stammen zahlreiche Stelenfragmente in dieser Schrift.
Grabform, Dachschmuck und Inschriften verbinden chinesische Vorbilder mit tangutischen und buddhistischen Elementen – ein Bild des Austauschs zwischen Ackerbauern und Hirten.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 西夏陵 | Xīxià Líng | Westxia-Kaisergräber |
| 党项 | Dǎngxiàng | Tanguten |
| 陵塔 | língtǎ | Grabturm |
| 李元昊 | Lǐ Yuánhào | Gründer der Westlichen Xia |
| 夯土 | hāngtǔ | gestampfter Lehm |
| 西夏文 | Xīxià wén | Tanguten-Schrift |
Die Kaiser der Westlichen Xia und ihre Vorfahren, dazu Angehörige und hohe Beamte in den Nebengräbern. Grab Nr. 3 wird meist dem Reichsgründer Li Yuanhao zugeschrieben.
Seit 2025. Die UNESCO würdigt sie als Zeugnis des Austauschs zwischen Ackerbau- und Hirtenkulturen und der Rolle der Xia an der Seidenstraße.
Von Yinchuan aus mit Taxi, Mietwagen oder Ausflugsbus nach Westen an den Helan Shan. Vom Museum fahren Pendelbusse zum Grab Nr. 3.
Ursprünglich trugen sie Holzgeschosse und Ziegeldächer. Nach der Plünderung und Jahrhunderten von Wind und Regen blieben nur die Kerne aus gestampftem Lehm.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
Wie CHINANETZ Quellen auswählt und prüft: Recherche und Quellen.
Autonome Region
Zwischen Wüste und Lössbergen verwandelt der Gelbe Fluss einen schmalen Streifen Land in Reisfelder und Weinberge – hier herrschten einst die Kaiser der Westlichen Xia.
Stadt · Ningxia
Zwischen dem Gelben Fluss und der dunklen Wand des Helan Shan liegt die alte Residenz der Xia-Kaiser – eine Oasenstadt mit Seen, Pagoden und Lammgarküchen.
Geschichte
Große Mauer, Verbotene Stadt, Terrakotta-Armee, Karstlandschaften — alle Welterbestätten mit Einordnung.
Geschichte
Die Dynastien von Xia bis Qing im Überblick.