Altes Kloster und Museum
Durch die Hallen des alten Klosters zur Ming-Pagode, danach ins Museum mit den Schätzen aus der Krypta.
Historische Stätte · Shaanxi
Fǎmén Sì
Über ein Jahrtausend lag unter einer Pagode eine versiegelte Krypta mit der kostbarsten Reliquie des Tang-Reiches – und mit Gold, Silber, Seide und Porzellan, die die Kaiser ihr mitgegeben hatten.
Die achteckige Ziegelpagode aus der Ming-Zeit steht über der Krypta. Nach einem Teileinsturz wurde sie wieder aufgebaut.
Ein Gang mit Steintüren führt in Kammern, in denen die Reliquie in ineinander geschachtelten Schreinen aus Gold, Silber und Edelstein lag.
Zeigt die Funde aus der Krypta: Gold- und Silbergefäße, Glas aus dem Westen, Seide und die Inventartafel, die alle Gaben auflistet.
Das „Porzellan der geheimen Farbe“ war nur aus Texten bekannt, bis die Krypta es zeigte – grünliche Schalen von großer Reinheit für den Kaiserhof.
Silberne Mörser, Siebe und Behälter aus dem Besitz eines Tang-Kaisers zeigen, wie am Hof Tee geröstet, gemahlen, gesiebt und zubereitet wurde.
Ein neuer, weithin sichtbarer Bau in Form zweier aneinandergelegter Hände, der die Reliquie heute beherbergt.
Durch die Hallen des alten Klosters zur Ming-Pagode, danach ins Museum mit den Schätzen aus der Krypta.
Eine breite Prachtallee mit Figuren führt zur neuen Pagode. Elektrowagen erleichtern den langen Weg.
Der Tempel lässt sich mit den Ausgrabungen von Zhouyuan und dem Bronzemuseum in Baoji zu einem Tag über die Frühgeschichte verbinden.
春Frühling
Mild und blühend; zu buddhistischen Festen im Frühjahr ist der Tempel gut besucht.
夏Sommer
Heiß in der Ebene; die Allee zur neuen Pagode bietet wenig Schatten. Früh kommen und das Museum in der Mittagshitze besuchen.
秋Herbst
Klares, angenehmes Wetter – die beste Zeit für den weitläufigen Besuch.
冬Winter
Kalt, aber ruhig. Das Museum ist dann besonders angenehm zu besichtigen.
Der Tempel liegt im flachen Ackerland nördlich des Wei-Flusses, am Rand der Lössterrassen, die bis zum Qi Shan reichen.
1.–2. Jh.Östliche Han
Der Überlieferung nach geht der Tempel auf eine frühe Stupa zurück, die mit den Reliquienstupas des indischen Königs Ashoka verbunden wird.
Als Kaiser Xianzong die Reliquie nach Chang'an holen ließ, protestierte der Gelehrte Han Yu in einer berühmten Eingabe und wurde dafür in den Süden verbannt.
Nach der letzten Prozession wurde die Reliquie mit den Gaben des Hofes in der Krypta versiegelt, samt einer Liste aller Gegenstände.
16.–17. Jh.Ming-Dynastie
Die hölzerne Pagode stürzte nach einem Erdbeben ein und wurde als Ziegelpagode neu errichtet. Die Krypta darunter blieb unberührt.
Die Reliquie machte den Tempel zum Pilgerziel. Bei den Tang-Prozessionen säumten Menschenmengen den Weg nach Chang'an.
Das silberne Teegerät bestätigt, was der Teemeister Lu Yu im „Klassiker des Tees“ beschrieb: Teeziegel wurden geröstet, zu Pulver gemahlen und im Kessel gekocht.
Mehr dazu →Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
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| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 法门寺 | Fǎmén Sì | Famen-Tempel |
| 舍利 | shèlì | Reliquie |
| 地宫 | dìgōng | Krypta unter einer Pagode |
| 秘色瓷 | mìsècí | Porzellan der geheimen Farbe |
| 佛指 | fózhǐ | Finger des Buddha |
| 茶具 | chájù | Teegerät |
Das alte Kloster mit der Ming-Pagode, das Museum mit den Schätzen aus der Tang-Krypta und die neue Namaste-Pagode, in der die Reliquie aufbewahrt wird.
Mit Bus oder Auto westwärts durch die Wei-Ebene, oder mit dem Schnellzug bis Qishan und weiter mit dem Taxi. Oft wird der Besuch mit Baoji oder den Tang-Gräbern bei Xianyang verbunden.
Sie blieb seit 874 ungeöffnet und enthielt eine Liste aller Gaben. So lassen sich Hofkunst, Porzellan und Teekultur der Tang-Zeit genau datieren und benennen.
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