Kora um Tashi Dor
Der Pilgerpfad umrundet die Halbinsel im Uhrzeigersinn am Ufer entlang, vorbei an Felsen, Höhlen und Steinhaufen. Auf dem Hochplateau langsam gehen.
See · Tibet
Nàmùcuò
Hinter dem letzten Pass öffnet sich eine Fläche aus Türkis, so weit, dass sie wie ein Meer wirkt. Im Süden stehen die Schneegipfel des Nyenchen Tanglha, am Ufer flattern Gebetsfahnen.
Die felsige Halbinsel am Südostufer ist von Gebetsfahnen, Steinhaufen und Manisteinen bedeckt. Von ihren Hügeln überblickt man den See in beide Richtungen.
Zwei hohe Felsnadeln am Eingang der Halbinsel gelten als Wächter des Sees. Pilger gehen zwischen ihnen hindurch und hängen Gebetsfahnen daran.
In den Kalkfelsen von Tashi Dor liegen Höhlen, in denen Einsiedler seit Jahrhunderten meditieren. Einige tragen Malereien und Butterlampen.
Der Pass zwischen dem Tal von Damxung und dem See, mit Gebetsfahnen und dem ersten Blick auf den Namtso und die Nyenchen-Tanglha-Kette.
Die vergletscherte Kette südlich des Sees gilt als Schutzgottheit. Die Überlieferung sieht Berg und See als Paar.
Im weiten Tal auf dem Weg zum See weiden Yaks und Schafe vor schwarzen Nomadenzelten. Im Sommer findet hier ein Pferderennfest statt.
Der Pilgerpfad umrundet die Halbinsel im Uhrzeigersinn am Ufer entlang, vorbei an Felsen, Höhlen und Steinhaufen. Auf dem Hochplateau langsam gehen.
Ein Pfad führt auf den kleinen Hügel über der Halbinsel; oben liegt ein weiter Blick über den See bis zu den Gipfeln im Süden.
Die Fahrt führt durch das Tal von Damxung über den Pass Largen La zum Ufer. Nach einigen Stunden am See geht es am Nachmittag zurück nach Lhasa.
春Frühling
Ab Mai taut das Eis; der See wechselt von Weiß zu Blau. Die Zufahrt ist dann meist wieder offen.
夏Sommer
Grünes Grasland, Nomadenzelte und kräftiges Türkis. Nachmittags ziehen oft Gewitter über den See.
秋Herbst
Klare Luft und goldenes Gras bis Oktober; die Nächte werden sehr kalt.
冬Winter
Der See friert zu, Wind und Kälte sind heftig. Die Zufahrt ist in dieser Zeit oft eingeschränkt.
Gletscherflüsse speisen den See, aber kein Fluss verlässt ihn. Durch die Verdunstung ist das Wasser leicht salzig.
Im Sommer brüten Streifengänse und Möwen am Ufer. Auf den Weiden stehen Yaks, und mit Glück sieht man Wildesel.
Der Namtso liegt in einem weiten Becken zwischen Grasland und Gebirge. Seine Farbe wechselt mit Licht und Wetter von Hellgrün bis Tiefblau.
Zusammen mit dem Yamdrok-See und dem Manasarovar im Westen zählt der Namtso zu den drei heiligen Seen Tibets.
vor dem 7. Jh.Vorbuddhistische Zeit
Schon die Bön-Religion verehrte See und Berg als Sitz von Gottheiten. Diese Verehrung ging später in den Buddhismus über.
seit JahrhundertenEinsiedler und Pilger
Buddhistische Einsiedler zogen sich in die Höhlen von Tashi Dor zurück. Pilger umrunden den See, besonders im Jahr des Schafs nach tibetischem Kalender.
Die Umrundung des ganzen Sees dauert viele Tage und gilt im Jahr des Schafs als besonders verdienstvoll. Die meisten Pilger gehen den kurzen Weg um Tashi Dor.
Pilger legen Steine mit eingemeißelten Mantras am Ufer ab. So wachsen über Jahre ganze Mauern aus Gebeten.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
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| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 纳木错 | Nàmùcuò | Namtso, „Himmelssee“ |
| 错 | cuò | See (aus dem Tibetischen „tso“) |
| 扎西半岛 | Zhāxī Bàndǎo | Halbinsel Tashi Dor |
| 念青唐古拉山 | Niànqīng Tánggǔlā Shān | Nyenchen Tanglha |
| 玛尼堆 | mǎníduī | Manisteinhaufen |
| 转湖 | zhuànhú | Umrundung eines heiligen Sees |
Die Übernachtungsmöglichkeiten am See sind sehr einfach und zeitweise eingeschränkt; wegen der Höhe ist eine Nacht dort zudem belastend. Die meisten besuchen den See als Tagesausflug von Lhasa.
Einen ganzen Tag: Hin- und Rückfahrt über den Pass Largen La nehmen mehrere Stunden in Anspruch, dazu kommen einige Stunden auf der Halbinsel Tashi Dor.
Im Winter ist der See zugefroren, die Zufahrt ist dann oft eingeschränkt oder gesperrt. Mai bis Oktober ist die verlässliche Reisezeit.
Der Namtso liegt höher als Lhasa. Wer sich einige Tage in der Stadt eingewöhnt hat, langsam geht und viel trinkt, kommt meist gut zurecht.
Autonome Region
Gebetsfahnen über den Pässen, Pilger auf den Umrundungswegen, Butterlampen in den Klosterhallen: Auf dem Hochplateau prägen Buddhismus, Weite und Licht jeden Tag.
Stadt · Tibet
Morgens ziehen Pilger mit Gebetsmühlen um den Jokhang, nachmittags debattieren Mönche in Sera, und über allem leuchtet der Potala. Lhasa ist seit dem 7. Jahrhundert das Herz des Hochlands.
Geographie
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