Hochplateau青藏高原
Tibet liegt auf dem höchsten und größten Hochland der Erde. Weite Hochebenen, Salzseen und Gebirgsketten bestimmen das Bild; Bäume wachsen nur in den tieferen Tälern.
Autonome Region · Südwestchina
Xīzàng
Gebetsfahnen über den Pässen, Pilger auf den Umrundungswegen, Butterlampen in den Klosterhallen: Auf dem Hochplateau prägen Buddhismus, Weite und Licht jeden Tag.
Lhasa拉萨
Hauptstadt im Tal des Kyichu mit Potala-Palast, Jokhang und Barkhor – Ziel von Pilgern aus dem ganzen Hochland.
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Shigatse日喀则
Zweitgrößte Stadt und Zentrum der Region Tsang, mit dem Kloster Tashilhunpo; Ausgangspunkt zum Qomolangma.
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Gyantse江孜
Kleinstadt im Nyang-Tal mit Burgberg, dem Kloster Pelkor Chöde und dem Kumbum-Stupa voller Wandmalereien.
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Nyingchi林芝
Grüner Südosten mit Wäldern, Pfirsichblüte im Frühling und der Großen Schlucht des Yarlung Tsangpo.
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Shannan (Tsethang)山南
Yarlung-Tal mit Yumbulagang und dem Kloster Samye – die Gegend gilt als Wiege der tibetischen Kultur.
Nagqu那曲
Hochweideland im Norden mit Nomaden, Yakherden und einem großen Pferderennfest im Sommer.
Ngari阿里
Ferner Westen mit dem heiligen Berg Kailash, dem See Manasarovar und den Ruinen des Guge-Reichs.
Qamdo昌都
Osttor zur Region Kham an Lancang und Nu Jiang; bei der Stadt liegt die jungsteinzeitliche Fundstätte Karub.
Potala-Palast
Dreizehn Stockwerke aus Stein, Holz und Lehm wachsen scheinbar aus dem Roten Berg: weiße Mauern unten, ein roter Kern darüber, goldene Dächer obenauf.
Namtso
Hinter dem letzten Pass öffnet sich eine Fläche aus Türkis, so weit, dass sie wie ein Meer wirkt. Im Süden stehen die Schneegipfel des Nyenchen Tanglha, am Ufer flattern Gebetsfahnen.
Kloster Tashilhunpo
Am Hang über Shigatse drängen sich rote und weiße Hallen unter goldenen Dächern. Mönche in roten Roben eilen durch die Gassen, Pilger drehen Gebetsmühlen – ein Kloster wie eine kleine Stadt.
Everest-Basislager (Nordseite)
Am Ende eines kahlen Gletschertals steht die Nordwand des höchsten Berges der Erde frei vor dem Himmel. Davor liegen ein kleines Kloster und Gebetsfahnen.
Tibet liegt auf dem höchsten und größten Hochland der Erde. Weite Hochebenen, Salzseen und Gebirgsketten bestimmen das Bild; Bäume wachsen nur in den tieferen Tälern.
Die Kette bildet den Südrand der Region. Auf der Grenze zu Nepal steht der Qomolangma, der höchste Berg der Erde; weitere der höchsten Gipfel liegen in Sichtweite.
Der Fluss durchzieht Südtibet von West nach Ost. In seinen Tälern liegen Lhasa, Shigatse und Tsethang, bevor er sich im Südosten durch eine der tiefsten Schluchten der Erde windet.
Die „Nordebene“ ist ein Hochland aus Grasland, Salzseen und Schutzgebieten. Hier leben Nomaden mit Yak und Schaf, dazu Wildesel, Tibet-Antilopen und Wildyaks.
Starke Sonne, trockene Luft und große Unterschiede zwischen Tag und Nacht. Der Sommer bringt Regen, meist nachts; der Südosten um Nyingchi ist deutlich feuchter und grüner.
um 3000 v. Chr.Jungsteinzeit
Bei Qamdo legten Archäologen in Karub Hausgrundrisse, Steinwerkzeuge und Keramik frei – Spuren früher Ackerbauern am Ostrand des Hochplateaus.
vor dem 7. Jh.Yarlung-Könige
Im Yarlung-Tal bei Tsethang herrschte eine Fürstenlinie, deren Überlieferung mit dem König Nyatri Tsenpo beginnt. Der Palast Yumbulagang gilt als ihr ältester Sitz.
7. Jh.Tibetisches Reich
Songtsen Gampo einte die Stämme des Hochlands und machte Lhasa zum Sitz. Unter ihm entstand nach indischem Vorbild die tibetische Schrift, die noch heute in Gebrauch ist.
Die Tang-Prinzessin Wencheng kam als Gemahlin Songtsen Gampos nach Lhasa. Die Überlieferung verbindet sie mit der Jowo-Statue, mit Handwerkern, Saatgut und Schriften aus Chang'an.
8. Jh.Erste Klöster
König Trisong Detsen lud die Lehrer Shantarakshita und Padmasambhava ein. Mit Samye entstand um 779 das erste Kloster Tibets, in dem Mönche ordiniert wurden.
11.–12. Jh.Die Schulen entstehen
Mit dem indischen Gelehrten Atisha, dem Kloster Sakya und den Linien der Kagyu formten sich neben der älteren Nyingma die großen Schulen des tibetischen Buddhismus.
1409Gelug-Schule
Tsongkhapa stiftete in Lhasa das Große Gebetsfest und gründete das Kloster Ganden. Seine Schüler gründeten Drepung, Sera und Tashilhunpo – die großen Gelug-Klöster.
17. Jh.Potala-Palast
Unter dem Fünften Dalai Lama begann 1645 der Bau des Potala auf dem Roten Berg in Lhasa. Der Weiße Palast war 1648 fertig, der Rote Palast 1694.
布达拉宫
Die weiß-rote Palastanlage erhebt sich über Lhasa auf dem Roten Berg – mit Kapellen, Wandmalereien und Grabstupas das bekannteste Bauwerk des Hochlands.
大昭寺 · 八廓街
Das wichtigste Heiligtum Tibets mit der Jowo-Statue, umgeben vom Barkhor, dem Pilgerrundweg und Markt der Altstadt von Lhasa.
罗布林卡
Der Sommerpalast mit Parkanlagen im Westen Lhasas ist im Sommer Schauplatz des Shoton-Fests mit tibetischer Oper.
扎什伦布寺
Eines der großen Gelug-Klöster, 1447 in Shigatse gegründet, mit goldenen Dächern und einer gewaltigen Maitreya-Statue.
纳木错
Einer der drei heiligen Seen Tibets, türkis vor den Schneegipfeln des Nyenchen Tanglha, mit einem Pilgerpfad am Ufer.
珠峰大本营
Am Kloster Rongbuk öffnet sich der Blick auf die Nordwand des höchsten Berges der Erde.
桑耶寺
Das erste Kloster Tibets am Yarlung Tsangpo ist als Mandala angelegt: eine Haupthalle als Weltberg, umgeben von Kapellen und einer runden Mauer.
羊卓雍错
Der verzweigte, türkisfarbene See liegt an der Straße von Lhasa nach Gyantse; vom Kamba-Pass überblickt man seine Buchten.
Ziegeltee wird lange gekocht und mit Yakbutter und Salz im Holzzylinder geschlagen. Man trinkt ihn den ganzen Tag, die Schale wird immer wieder nachgefüllt.
Mehr dazu →Geröstetes Mehl aus Hochlandgerste, mit Butter-Tee in der Schale zu Teigkugeln geknetet – das Grundnahrungsmittel des Hochlands, handlich für Reisen und Weidegang.
Gedämpfte Teigtaschen mit Yak- oder Hammelfleisch, in Lhasa auch mit Kartoffel oder Gemüse. Dazu gibt es scharfe Chilisoße.
Schwarztee mit Milch und Zucker ist in Lhasa das Getränk der Teestuben. Man zahlt pro Kanne oder Glas und sitzt stundenlang zusammen.
Luftgetrocknetes Yakfleisch ist Proviant für unterwegs. Chang, ein leichtes Bier aus Hochlandgerste, gehört zu Festen und Gastfreundschaft.
Rollbilder mit Buddhas, Schutzgottheiten und Mandalas, gemalt nach strengen Proportionsregeln mit Mineralfarben und Gold. Große Klöster stellen zu Festtagen riesige Thangkas aus.
Mehr dazu →Lhamo verbindet Gesang, Tanz, Masken und Erzählung zu ganztägigen Aufführungen im Freien. Seit 2009 ist die tibetische Oper immaterielles UNESCO-Kulturerbe.
Mehr dazu →Das „Joghurtfest“ im Sommer beginnt mit der Enthüllung eines großen Thangkas am Kloster Drepung. Danach spielen Operntruppen tagelang im Park Norbulingka.
Bunte Tücher in Blau, Weiß, Rot, Grün und Gelb, bedruckt mit Gebeten, flattern auf Pässen, Dächern und Brücken. Der Wind soll ihre Segenswünsche weitertragen.
Pilger umrunden Tempel, Berge und Seen im Uhrzeigersinn, drehen Gebetsmühlen und werfen sich mitunter der Länge nach nieder. Besucher gehen in dieselbe Richtung mit.
Sowa Rigpa, die „Wissenschaft vom Heilen“, arbeitet mit Kräuterpillen, Pulsdiagnose und Heilbädern. Die Lum-Heilbäder sind seit 2018 immaterielles UNESCO-Kulturerbe.
Klöster, Seen und Gebirge machen den Tourismus zu einem Hauptzweig. Die meisten Reisen laufen über Veranstalter mit festen Routen zwischen Lhasa, Shigatse, Nyingchi und dem Himalaya.
Yaks, Schafe und Ziegen liefern Butter, Käse, Wolle und Fleisch. In den Flusstälern wird vor allem Hochlandgerste angebaut, dazu Weizen, Raps und Kartoffeln.
Teppiche aus Gyantse, Räucherwerk aus dem Kreis Nyemo, Thangkas, Metallarbeiten und Holzschalen werden in Werkstätten gefertigt und auf den Märkten Lhasas verkauft.
Pillen und Pulver nach überlieferten Rezepturen werden in Lhasa und anderen Orten hergestellt; Heilkräuter wie der Raupenpilz werden auf den Hochweiden gesammelt.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 西藏 | Xīzàng | Tibet (Xizang) |
| 藏 | zàng | Kürzel der Autonomen Region Tibet |
| 拉萨 | Lāsà | Lhasa, „Ort der Götter“ |
| 布达拉宫 | Bùdálā Gōng | Potala-Palast |
| 酥油茶 | sūyóuchá | Butter-Tee |
| 糌粑 | zānba | Tsampa, geröstetes Gerstenmehl |
| 唐卡 | tángkǎ | Thangka, Rollbild |
| 经幡 | jīngfān | Gebetsfahnen |
| 转经 | zhuànjīng | Kora, Pilgerrundgang |
| 雪顿节 | Xuědùn Jié | Shoton, „Joghurtfest“ |
Für das Hochplateau und den Himalaya mit dem Qomolangma, für Potala-Palast, Jokhang und die großen Klöster, für heilige Seen wie den Namtso, für Pilgerwege, Thangka-Malerei, tibetische Oper und eine Küche aus Butter-Tee, Tsampa und Momos.
Lhasa im Tal des Kyichu. Der Name bedeutet „Ort der Götter“; seit dem 7. Jahrhundert ist die Stadt das religiöse Zentrum des Hochlands.
Neben dem China-Visum eine besondere Reisegenehmigung. Reisen erfolgen mit einem registrierten Reiseführer über einen zugelassenen Veranstalter, der die Genehmigung beantragt; für manche Gebiete wie die Everest-Region sind weitere Papiere nötig. Stand September 2026, Änderungen vorbehalten.
Die ersten zwei, drei Tage in Lhasa ohne große Anstrengung verbringen, viel trinken und auf Alkohol verzichten. Höhere Ziele wie Namtso oder das Everest-Basislager erst danach ansteuern. Wer Vorerkrankungen hat, lässt sich vorher ärztlich beraten.
Mai bis Oktober, besonders Mai und Juni sowie September und Oktober mit klarer Sicht. Im Sommer finden viele Feste statt, darunter das Shoton in Lhasa. Der Winter ist kalt, bietet aber sonnige Tage und die Pilgerzeit um das tibetische Neujahr.
Butter-Tee und Tsampa aus gerösteter Hochlandgerste, Momos mit Yakfleisch, Nudelsuppen, getrocknetes Yakfleisch und Joghurt. In Lhasa ist süßer Milchtee in den Teestuben beliebt.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
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