Sanzu-Tempel und Inschriftenschlucht
Ein kurzer Rundgang am Fuß des Berges: Klosterhallen, Pagode und die Felsinschriften am Bach. Gut als Auftakt oder für einen Regentag.
Gebirge · Anhui
Tiānzhù Shān
Ein einzelner Granitturm über bewaldeten Graten, am Fuß ein Chan-Kloster und eine Schlucht voller Inschriften: Der „Himmelspfeiler“ gab Anhui sein Kürzel und war einst der Südliche Heilige Berg.
Der Hauptgipfel ragt als senkrechter Granitturm aus dem Kamm – der „Pfeiler, der den Himmel trägt“. Er ist nicht besteigbar, aber von mehreren Plattformen aus zum Greifen nah.
Ein gewaltiger, rundlicher Block liegt wie eine Kappe auf einer Felskuppe. Von oben reicht der Blick über die Grate bis in die Ebene am Jangtse.
Herabgestürzte Granitblöcke bilden ein Labyrinth aus Höhlen und Spalten. Der Weg führt durch enge Durchschlüpfe, über Leitern und unter Felsdächern hindurch.
Das Kloster am Fuß des Berges ist mit dem Mönch Sengcan verbunden, dem dritten Patriarchen des Chan. Eine Pagode überragt die Hallen am Hang.
In der Schlucht neben dem Sanzu-Tempel sind Hunderte Verse und Namen in den Fels gemeißelt, darunter Zeilen von Wang Anshi und Huang Tingjian.
Ein stiller See auf der Hochfläche, benannt nach der Legende daoistischer Alchimisten, die hier Unsterblichkeitselixiere gebraut haben sollen.
Ein kurzer Rundgang am Fuß des Berges: Klosterhallen, Pagode und die Felsinschriften am Bach. Gut als Auftakt oder für einen Regentag.
Mit der Seilbahn auf die Hochfläche, dann auf Stufenwegen zu den Aussichtsplattformen am Hauptgipfel und zum Hergeflogenen Gipfel. Die Wege sind gut ausgebaut, aber steil.
Der Weg durch das Felsenlabyrinth verlangt Bücken, Klettern auf Leitern und Trittsicherheit. Nichts für große Rucksäcke oder Menschen mit Platzangst.
Vom Haupttor über lange Stufenwege durch Wald und Bambus bis zu den Gipfeln und zurück. Wer so geht, sollte früh starten oder oben übernachten.
春Frühling
Rhododendren blühen an den Graten, die Bäche führen viel Wasser. Nach Regen ziehen Nebelschwaden um den Hauptgipfel.
夏Sommer
Kühler als die Jangtse-Ebene und ein beliebter Rückzugsort in der Hitze. Gewitter am Nachmittag sind häufig.
秋Herbst
Klare Fernsicht und buntes Laub an den Hängen; die angenehmste Zeit für die Gipfelroute.
冬Winter
Schnee und Raureif auf dem Granit, sehr wenige Besucher. Einzelne Wege können bei Eis gesperrt sein.
Der Berg gehört zum Dabie-Gebirge, in dem Geologen tief versenkte und wieder aufgestiegene Gesteine erforschen. Der Gipfelgranit ist zu Pfeilern und Blöcken verwittert.
Mischwald, Bambushaine und alte Kiefern bedecken die Hänge; in den feuchten Tälern wachsen Farne und Moose.
Der Berg erhebt sich am Übergang vom Dabie-Gebirge zur Jangtse-Ebene. Vom Gipfelbereich sieht man bei klarer Luft bis zum Strom.
106 v. Chr.Han-Dynastie
Kaiser Wu der Han bestieg auf einer Reise in den Süden den Berg und erhob ihn zum Südlichen Heiligen Berg, dem Nan Yue.
589Sui-Dynastie
Kaiser Wen der Sui übertrug den Titel des Südlichen Heiligen Berges auf den Heng Shan in Hunan. Der Tianzhu Shan behielt seinen Ruf als Berg der Einsiedler.
spätes 6. Jh.Sui-Dynastie
Der Chan-Mönch Sengcan lebte und lehrte am Berg. Das Kloster an seinem Fuß wurde als Wirkungsort des dritten Patriarchen bekannt.
11. Jh.Song-Dynastie
Wang Anshi, damals Beamter in Shuzhou, und der Kalligraph Huang Tingjian hinterließen Inschriften in der Schlucht am Sanzu-Tempel.
Aus dem benachbarten Kreis Yuexi kommt der Grüntee Yuexi Cuilan mit flachen, jadegrünen Blättern.
Mehr dazu →Der antike Staat Wan lag am Fuß des Berges, der daher Wan Shan hieß. Sein Zeichen 皖 wurde zum Kürzel der Provinz Anhui.
Mehr dazu →Sengcan wird das Gedicht „Xinxin Ming“ über den Glauben an den Geist zugeschrieben, einer der frühen Texte des Chan, der später auch in Japan als Zen bekannt wurde.
Mehr dazu →Vom Altertum bis in die Qing-Zeit ritzten Beamte und Dichter Verse in den Fels. Die Schlucht ist ein Freiluftmuseum der Kalligraphie.
Mehr dazu →Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 天柱山 | Tiānzhù Shān | „Himmelspfeiler-Berg“ |
| 皖山 | Wǎn Shān | alter Name des Berges |
| 南岳 | Nán Yuè | Südlicher Heiliger Berg |
| 三祖 | Sānzǔ | dritter Patriarch des Chan |
| 僧璨 | Sēngcàn | Chan-Mönch Sengcan |
| 摩崖石刻 | móyá shíkè | Felsinschriften |
Das Kürzel 皖 geht auf den antiken Staat Wan und den Wan Shan zurück, wie der Tianzhu Shan früher hieß. Der Berg ist damit der Namensgeber des Provinzkürzels.
Ja, besonders für alle, die Granitlandschaft ohne große Menschenmengen suchen. Dazu kommen das Chan-Kloster und die Inschriftenschlucht, die dem Berg eine eigene kulturelle Note geben.
Mit dem Schnellzug nach Qianshan oder Anqing, oder per Flug nach Anqing, dann mit Bus oder Taxi zum Haupttor. Seilbahnen führen vom Tal auf die Hochfläche.
Provinz
Zwischen Huai-Fluss und Jangtse liegt die Provinz der gelben Berge, der weißen Giebel und der Tuschesteine – Heimat der Huizhou-Kaufleute und einer der acht großen Küchen Chinas.
Stadt · Anhui
Die Pagode am Ufer grüßt jedes Schiff auf dem Jangtse: Anqing regierte Anhui über Generationen, schrieb mit der Tongcheng-Schule Literaturgeschichte und sang die Huangmei-Oper auf die großen Bühnen.
Philosophie
Konfuzianismus, Daoismus, Buddhismus, Legalismus und ihre Denker.
Kunst
Schriftstile, Werkzeuge und Meister der chinesischen Schreibkunst.