Huai-Ebene im Norden淮北平原
Nördlich des Huai-Flusses beginnt die Nordchinesische Ebene: flaches Ackerland mit Weizen, Soja und Tabak, dazu Kohlereviere um Huainan und Huaibei.
Provinz · Ostchina
Ānhuī
Zwischen Huai-Fluss und Jangtse liegt die Provinz der gelben Berge, der weißen Giebel und der Tuschesteine – Heimat der Huizhou-Kaufleute und einer der acht großen Küchen Chinas.
Hefei合肥
Hauptstadt seit 1952, Universitäts- und Forschungsstadt am Chao-See, Standort von Auto-, Display- und Chipindustrie.
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Huangshan黄山
Stadt am Fuß des gleichnamigen Gebirges; Zentrum ist Tunxi, dazu die Huizhou-Dörfer Xidi und Hongcun.
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Wuhu芜湖
Hafenstadt am Jangtse, früher Reismarkt, heute Sitz des Autoherstellers Chery.
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Anqing安庆
Hauptstadt der Provinz bis ins 20. Jahrhundert, Heimat der Huangmei-Oper, am Fuß des Tianzhu Shan.
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Bozhou亳州
Heimat von Cao Cao und dem Arzt Hua Tuo; einer der großen Märkte für Heilkräuter der chinesischen Medizin.
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Chizhou池州
Tor zum Jiuhua Shan, einem der vier heiligen Berge des chinesischen Buddhismus.
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Xuancheng宣城
Namensgeber des Xuan-Papiers, das im Kreis Jing bis heute von Hand geschöpft wird.
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Ma'anshan马鞍山
Stahlstadt am Jangtse; im Kreis Dangtu liegt das Grab des Dichters Li Bai.
Huangshan-Gebirge
Granitnadeln, an deren Kanten Kiefern wurzeln, und darunter ein Meer aus Wolken: Der Gelbe Berg ist seit Jahrhunderten das Urbild der chinesischen Berglandschaft.
Xidi und Hongcun
Zwei Dörfer, zwei Sippen, ein Baustil: In Xidi erzählen Ehrenbogen und Ahnenhalle vom Aufstieg der Familie Hu, in Hongcun lenkt ein jahrhundertealter Wasserplan jeden Tropfen durch das Dorf der Familie Wang.
Jiuhua Shan
Ein Tempeldorf zwischen Bambuswäldern, Räucherwerk vor jeder Halle und oben auf dem Grat das Kloster am Himmelsaltar: Der Jiuhua Shan ist ein Pilgerberg, kein Aussichtsberg.
Tianzhu Shan
Ein einzelner Granitturm über bewaldeten Graten, am Fuß ein Chan-Kloster und eine Schlucht voller Inschriften: Der „Himmelspfeiler“ gab Anhui sein Kürzel und war einst der Südliche Heilige Berg.
Nördlich des Huai-Flusses beginnt die Nordchinesische Ebene: flaches Ackerland mit Weizen, Soja und Tabak, dazu Kohlereviere um Huainan und Huaibei.
Der Huai-Fluss bildet mit dem Qinling-Gebirge die klassische Grenze zwischen Nord- und Südchina – in Klima, Landwirtschaft und Küche. Anhui liegt genau auf dieser Linie.
Der Jangtse quert den Süden der Provinz und trägt seit Jahrhunderten Reis, Holz und Salz. Zwischen ihm und Hefei liegt der Chao-See, einer der großen Süßwasserseen Chinas.
Südlich des Jangtse steigen Huangshan, Jiuhua Shan und Tianzhu Shan auf, im Westen das Dabie-Gebirge. Hier wachsen die bekannten Tees der Provinz.
Heiße, feuchte Sommer mit Pflaumenregen im Juni und Juli, kühle Winter mit gelegentlichem Schnee. Frühling und Herbst sind die angenehmsten Jahreszeiten.
um 3500 v. Chr.Jungsteinzeit
In Lingjiatan bei Hanshan fanden Archäologen Jadeobjekte von großer Feinheit, darunter Tafeln mit kosmologischen Mustern – Zeugnisse einer frühen Kultur am unteren Jangtse.
241 v. Chr.Chu und die Streitenden Reiche
Der Staat Chu verlegte seine letzte Hauptstadt nach Shouchun, dem heutigen Kreis Shou. Bis zur Einigung durch Qin war die Huai-Region eines der Zentren Südchinas.
164–122 v. Chr.Han-Dynastie
Liu An, König von Huainan, versammelte Gelehrte, die das „Huainanzi“ verfassten. Die Überlieferung schreibt seinem Hof auch die Erfindung des Tofus zu.
220–280Drei Reiche
Cao Cao stammte aus Qiao, dem heutigen Bozhou. Um Hefei kämpften Wei und Wu jahrzehntelang um den Übergang zwischen Huai und Jangtse.
1121Song-Dynastie
Die Präfektur Shezhou erhielt den Namen Huizhou. Er steht fortan für eine Region, deren Kaufleute, Gelehrte und Baumeister über Jahrhunderte weit über Anhui hinaus wirkten.
1368–1644Ming-Dynastie
Zhu Yuanzhang, der Gründer der Ming, stammte aus Fengyang. Die Huizhou-Kaufleute stiegen im Salz-, Tee- und Holzhandel zu einer der reichsten Händlergruppen des Reiches auf.
1667Qing-Dynastie
Die Provinz Jiangnan wurde geteilt; der Westteil erhielt als Anhui eigene Verwaltung mit Sitz in Anqing. Ab 1790 zogen Theatertruppen aus Anhui nach Peking – ein Ursprung der Peking-Oper.
1853–1911Späte Qing-Zeit
Im Taiping-Krieg war Anhui Hauptschauplatz. Aus Hefei stammte Li Hongzhang, dessen Huai-Armee nach 1862 entstand; in Anqing arbeitete ab 1861 eine der ersten Waffenwerkstätten nach westlichem Vorbild.
黄山
Granitgipfel, windgeformte Kiefern und Wolkenmeere: das Gebirge ist eines der meistgemalten Motive Chinas und als Natur- und Kulturerbe eingetragen.
西递 · 宏村
Zwei Dörfer im Kreis Yi mit Ahnenhallen, Wasserkanälen und weiß getünchten Häusern der Ming- und Qing-Zeit – die bekanntesten Beispiele der Huizhou-Architektur.
九华山
Einer der vier heiligen Berge des chinesischen Buddhismus, dem Bodhisattva Dizang geweiht, mit Klöstern auf allen Höhenstufen.
天柱山
Der „Himmelspfeiler“ bei Anqing gab der Region den alten Namen Wan; Felsinschriften aus vielen Dynastien säumen die Wege.
歙县 · 徽州古城
Der alte Verwaltungssitz von Huizhou bewahrt Stadtmauer, Ehrenbögen und Gassen; nahebei stehen die Ehrenbögen von Tangyue.
明中都
Zhu Yuanzhang ließ in seiner Heimat ab 1369 eine Hauptstadt bauen und stoppte das Projekt nach wenigen Jahren. Mauern und Fundamente sind erhalten.
Eine der acht großen Küchen Chinas: Bergküche mit Wildkräutern, Bambus und Schinken, lange geschmort, kräftig in Farbe und Öl.
Mehr dazu →Der gesalzene, einige Tage fermentierte Fisch riecht streng und schmeckt mild – ein Klassiker der Huizhou-Küche.
Mehr dazu →Tofu, auf dem ein weißer Schimmelflaum wächst, wird gebraten und scharf serviert – Straßenküche aus Huangshan.
Huangshan Maofeng, Taiping Houkui und Liu'an Guapian sind Grüntees; Keemun aus Qimen ist einer der bekanntesten Schwarztees Chinas.
Mehr dazu →Weiße Wände, schwarze Ziegel und stufenförmige Brandgiebel, die „Pferdekopfmauern“. Innenhöfe mit Lichtschacht sammelten Regenwasser – als Glückssymbol.
Xuan-Papier, Hui-Tusche, She-Tuschestein und Xuan-Pinsel stammen aus Anhui. Die Herstellung des Xuan-Papiers ist immaterielles UNESCO-Kulturerbe.
Mehr dazu →Aus Teepflückerliedern an der Grenze zu Hubei hervorgegangen und in Anqing zur Bühnenform gereift: eingängige Melodien, Alltagsgeschichten, eine der beliebtesten Regionalopern Chinas.
Mehr dazu →Händlerfamilien aus Huizhou finanzierten Ahnenhallen, Akademien und Ehrenbögen. Ihre Geschäftsbriefe und Verträge sind eine wichtige Quelle der Sozialgeschichte.
Der Lieder- und Tanzstil vom Huai-Fluss verbindet Trommel, Gong und Fächer und wird zu Neujahr und Laternenfest aufgeführt.
Hefei hat sich zu einem Standort für Elektroautos und Batterien entwickelt: Der Batteriehersteller Gotion hat hier seinen Sitz, NIO und JAC produzieren in der Stadt.
Firmenprofil →Der Autohersteller Chery wurde 1997 in Wuhu gegründet und gehört zu den größten Exporteuren von Pkw aus China.
In Hefei stehen große Fabriken für Flachbildschirme und Speicherchips; die Stadt hat diese Branchen gezielt mit staatlichen Beteiligungen angesiedelt.
Die University of Science and Technology of China (USTC) sitzt seit 1970 in Hefei. Die Stadt ist ein Zentrum der Quantenforschung und der Kernfusionsforschung.
Kohle aus Huainan und Huaibei, Kupfer aus Tongling, Stahl aus Ma'anshan und Zement aus Wuhu prägen die älteren Industriestandorte.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
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| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 皖 | wǎn | Kürzel der Provinz Anhui |
| 徽州 | Huīzhōu | historische Region im Süden Anhuis |
| 黄山 | Huángshān | „Gelber Berg“, Gebirge und Stadt |
| 淮河 | Huái Hé | Huai-Fluss |
| 马头墙 | mǎtóuqiáng | „Pferdekopfmauer“, Stufengiebel |
| 宣纸 | xuānzhǐ | Xuan-Papier für Malerei und Kalligraphie |
| 徽商 | Huīshāng | Kaufleute aus Huizhou |
| 黄梅戏 | Huángméixì | Huangmei-Oper |
Für den Huangshan, die Huizhou-Dörfer Xidi und Hongcun, die Huizhou-Architektur mit weißen Wänden und Stufengiebeln, für Tee, Xuan-Papier und Tusche sowie für die Huangmei-Oper. Wirtschaftlich steht heute Hefei mit Elektroautos, Displays und Forschung im Vordergrund.
Hefei, seit 1952. Vorher war Anqing am Jangtse über Jahrhunderte Verwaltungssitz der Provinz.
Er verbindet die ersten Silben der Präfekturen Anqing (安庆) und Huizhou (徽州). Das Kürzel 皖 erinnert an den antiken Staat Wan und den Wan-Berg, den heutigen Tianzhu Shan.
Mit dem Schnellzug von Hangzhou, Hefei oder Shanghai nach Huangshan Nord oder per Flug nach Huangshan Tunxi. Von dort fahren Busse zum Fuß des Gebirges; Seilbahnen führen auf das Gipfelplateau.
Die Hui-Küche mit stinkendem Mandarinfisch, geschmortem Schweinefleisch nach Huizhou-Art, Bambussprossen und Schinken; im Norden Weizengerichte und Tofu aus Huainan.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
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Provinzen, Klima, Landschaften, Bevölkerung.
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Die Wirtschaftsregion um Shanghai: Suzhou, Hangzhou, Nanjing, Ningbo — Kaiserkanal, Häfen, Cluster, DACH-Bezüge.
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