Oase am Korridoreingang武威绿洲
Flüsse aus dem Qilian-Gebirge nähren eine Oase mit Feldern und Weinbergen. Nördlich rückt die Wüste Tengger heran.
Bezirksfreie Stadt · Gansu
Wǔwēi
Am Ostende des Hexi-Korridors lag Liangzhou, die Stadt der Grenzgedichte und der Pferde. Aus einem Grab unter ihrem Leitai-Hügel galoppiert bis heute ein Bronzepferd über eine Schwalbe.
Wuwei gehört zur Provinz Gansu (甘肃). Die Übersichtsseite ordnet Landschaft, Geschichte und die übrigen Orte ein.
Flüsse aus dem Qilian-Gebirge nähren eine Oase mit Feldern und Weinbergen. Nördlich rückt die Wüste Tengger heran.
Dünen und Kieswüste im Norden zeigen, wie schmal der fruchtbare Streifen ist; Schutzwälder und Strohraster halten den Sand auf.
Trocken, sonnig und kontinental: warme Sommer, kalte Winter, große Unterschiede zwischen Tag und Nacht – gut für Trauben und Melonen.
2. Jh. v. Chr.Han-Dynastie
Nach den Siegen Huo Qubings über die Xiongnu entstand die Kommandantur Wuwei. Der Name bedeutet „militärische Macht“ und verkündete den Anspruch auf den Korridor.
2. Jh.Östliche Han
Ein hoher Offizier wurde unter dem Leitai-Hügel bestattet. Unter den Grabbeigaben war ein Zug von Bronzepferden und Wagen, darunter das berühmte galoppierende Pferd.
4.–5. Jh.Sechzehn Reiche
Guzang war Hauptstadt der Früheren, Späteren und Nördlichen Liang. Kumarajiva lebte hier rund siebzehn Jahre und lernte Chinesisch.
1094Westliche Xia
Eine Stele mit Inschriften in tangutischer und chinesischer Schrift wurde im Huguo-Tempel errichtet; sie wurde 1804 wiederentdeckt.
1368–1911Ming- und Qing-Zeit
Liangzhou war Garnisons- und Handelsstadt. Der Konfuziustempel wurde ab der Ming-Zeit zu einer der größten Anlagen im Nordwesten ausgebaut.
雷台汉墓
Das Grab unter einem Lehmhügel ist begehbar; davor steht eine Kopie des Fliegenden Pferdes mit dem ganzen Zug aus Pferden und Wagen.
鸠摩罗什寺
Der Tempel ehrt den Übersetzer buddhistischer Schriften; seine Pagode soll der Überlieferung nach die Zungen-Reliquie des Meisters bergen.
武威文庙
Eine weitläufige Anlage mit Hallen, Teichen und Tafeln; im Museum daneben steht die Xixia-Stele.
西夏博物馆
Zeigt die zweisprachige Stele von 1094 und Funde aus dem Reich der Tanguten.
天梯山石窟
Frühe Grotten am Rand eines Stausees mit einer großen Buddhafigur, zu den ältesten Höhlentempeln Chinas gezählt.
Gezogene Nudeln, geschmortes Fleisch und ein Glas Fu-Tee (茯茶) mit Datteln und Kandis – das klassische Frühstück der Stadt.
Von Hand gezogene Nudeln in vielen Stärken, mit Fleischsoße oder in Brühe serviert.
Traubenwein hat in Liangzhou eine lange Tradition, besungen in den Grenzgedichten der Tang; heute bauen Kellereien wieder Rebsorten an.
Das Bronzepferd berührt nur mit einem Huf eine fliegende Schwalbe. Es gilt als Meisterwerk der Han-Bronzekunst und ist heute ein bekanntes Symbol des Reisens in China.
Tang-Dichter schrieben Verse zu Melodien aus Liangzhou – über Grenzposten, Traubenwein und den Wind jenseits des Yumen-Passes.
Musik und Tanz aus Liangzhou mischten chinesische und zentralasiatische Elemente und wurden am Hof der Sui und Tang gespielt.
Weizen, Mais, Melonen, Trauben und Gemüse aus Gewächshäusern prägen das Umland.
Kellereien im Umland verarbeiten Trauben aus der sonnigen, trockenen Oase.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 武威 | Wǔwēi | „militärische Macht“, Wuwei |
| 凉州 | Liángzhōu | alter Name der Stadt |
| 姑臧 | Gūzāng | Guzang, frühere Hauptstadt |
| 马踏飞燕 | mǎ tà fēi yàn | Fliegendes Pferd |
| 鸠摩罗什 | Jiūmóluóshí | Kumarajiva |
| 西夏 | Xī Xià | Westliche Xia, Reich der Tanguten |
| 凉州词 | Liángzhōu cí | Liangzhou-Gedichte |
Für das bronzene Fliegende Pferd aus dem Leitai-Grab, den Kumarajiva-Tempel, den Konfuziustempel, die Xixia-Stele und als altes Liangzhou der Grenzgedichte.
Im Provinzmuseum Gansu in Lanzhou. Am Leitai-Grab in Wuwei stehen Nachbildungen, darunter eine große Statue.
Ein Mönch aus Kucha, der im 4. und 5. Jh. lebte. Nach vielen Jahren in Liangzhou übersetzte er in Chang'an zentrale buddhistische Schriften ins Chinesische, darunter das Lotos- und das Diamant-Sutra.
Mit dem Zug von Lanzhou; die Schnellfahrstrecke verkürzt die Fahrt deutlich. Von Wuwei geht es auf der alten Linie weiter nach Zhangye.
Provinz
Ein schmales Land zwischen Lössplateau, Schneebergen und Wüste: Durch Gansu zogen Gesandte, Mönche und Karawanen der Seidenstraße – und hinterließen Grotten voller Buddhas.
Stadt · Gansu
Eingezwängt zwischen kahlen Bergen, folgt Lanzhou dem Gelben Fluss. Morgens duftet die Stadt nach Rinderbrühe, und aus den Nudelküchen klingt der Knall, mit dem der Teig auf die Arbeitsplatte schlägt.
Stadt · Gansu
In der Mitte des Korridors speist der Hei-Fluss eine weite Oase. Zhangye gab der Provinz die erste Silbe ihres Namens – und liegt zwischen farbigen Hügeln und einem der größten liegenden Buddhas Chinas.