Chengguan城关区
Das Zentrum am Südufer mit Zhengning-Straße, Nachtmärkten, Nudelküchen und der Promenade am Fluss.
Provinzhauptstadt · Gansu
Lánzhōu
Eingezwängt zwischen kahlen Bergen, folgt Lanzhou dem Gelben Fluss. Morgens duftet die Stadt nach Rinderbrühe, und aus den Nudelküchen klingt der Knall, mit dem der Teig auf die Arbeitsplatte schlägt.
Das Zentrum am Südufer mit Zhengning-Straße, Nachtmärkten, Nudelküchen und der Promenade am Fluss.
Über die Eisenbrücke erreicht man den Berg mit der Weißen Pagode, Terrassen und Pavillons – mit Blick über den Fluss auf die ganze Stadt.
Im Westen liegen Bahnhof Lanzhou West, Wohnviertel und die alten Industrieanlagen der Petrochemie.
Lanzhou gehört zur Provinz Gansu (甘肃). Die Übersichtsseite ordnet Landschaft, Geschichte und die übrigen Orte ein.
Lanzhou folgt dem Gelben Fluss in einem schmalen Tal. Im Süden ragt der Gaolan Shan auf, im Norden der Baita Shan; dazwischen bleibt nur ein Band für Straßen und Häuser.
Die Hänge ringsum bestehen aus Löss und waren lange fast baumlos. Aufforstungen haben sie in Teilen begrünt.
Trocken, sonnig, mit warmen Sommern und kalten Wintern. Im Frühjahr wehen manchmal Staubstürme aus den Wüsten im Norden.
121 v. Chr.–220Han-Dynastie
Nach den Feldzügen gegen die Xiongnu entstand am Fluss der Ort Jincheng. Er sicherte die Furt, über die der Weg in den Hexi-Korridor führte.
6. Jh.Sui-Dynastie
Die Präfektur erhielt den Namen Lanzhou, nach dem Gaolan-Berg im Süden der Stadt.
16. Jh.Ming-Dynastie
Ein Beamter aus Lanzhou brachte die Technik großer Schöpfräder aus dem Süden mit. Bald hoben Dutzende Holzräder Flusswasser auf die Felder am Ufer.
1666Qing-Dynastie
Die Provinzverwaltung zog nach Lanzhou. Die Stadt wurde zum Zentrum des Nordwestens und zum Umschlagplatz für Wolle, Tabak und Tee.
1880–1909Späte Qing-Zeit
In Lanzhou entstand eine der ersten maschinellen Tuchfabriken Chinas. 1909 wurde die eiserne Brücke über den Gelben Fluss fertiggestellt.
中山桥
Die Fachwerkbrücke von 1909 war die erste feste Querung des Gelben Flusses. Heute ist sie Fußgängern vorbehalten und abends beleuchtet.
白塔山
Der Berg am Nordufer trägt eine weiße Pagode der Ming-Zeit. Treppen führen durch Tempelhöfe zu Aussichtspunkten über der Stadt.
甘肃省博物馆
Hier stehen das bronzene „Fliegende Pferd“ der Östlichen Han, bemalte Keramik der Majiayao-Kultur und Funde von der Seidenstraße.
兰州水车博览园
Nachgebaute Schöpfräder am Ufer zeigen, wie Lanzhou früher seine Felder bewässerte. Daneben liegen Flöße aus aufgeblasenen Schafhäuten.
五泉山
Park am Südrand der Stadt mit fünf Quellen, Tempeln und alten Bäumen; der Legende nach ließ Huo Qubing hier das Wasser aus dem Fels schlagen.
黄河母亲
Die Steinskulptur einer Mutter mit Kind an der Uferpromenade ist eines der Wahrzeichen der Stadt.
Man bestellt die Nudelstärke: von fadendünn bis breit wie ein Gürtel. Dazu gehören klare Brühe, Rettich, Chiliöl und Koriander.
Mehr dazu →Süßer Brei aus Erbsen und Datteln, dem Pottasche die graue Farbe gibt – im Sommer kalt, im Winter heiß.
Die süßen Zwiebeln einer Lilienart werden gedämpft, gebraten oder in Suppen gegessen und gelten als Spezialität der Region.
Flöße aus aufgeblasenen Schafhäuten trugen früher Menschen und Waren über den Fluss. Heute werden sie für kurze Fahrten an der Promenade gerudert.
Der Teig wird geschlagen, gedehnt und immer wieder gefaltet, bis er sich in viele feine Fäden teilt – ein Handwerk mit eigener Lehrzeit.
Viele Nudelküchen gehören Hui-Familien und sind halal. Moscheen, Lammgerichte und Teehäuser prägen einzelne Viertel.
Raffinerie und Chemiewerke im Westen der Stadt waren über Jahrzehnte das industrielle Rückgrat Lanzhous.
Bahnlinien nach Xi'an, Xining, Xinjiang, Ningxia und Chongqing treffen sich in Lanzhou; hier wird Fracht für den Nordwesten umgeschlagen.
Die Lanzhou-Universität und Forschungsinstitute zu Wüsten, Gletschern und Trockengebieten machen die Stadt zu einem Wissenschaftsstandort.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 兰州 | Lánzhōu | Lanzhou |
| 金城 | Jīnchéng | „Goldene Stadt“, alter Name |
| 中山桥 | Zhōngshān Qiáo | Eisenbrücke Zhongshan |
| 白塔山 | Báitǎ Shān | Berg der Weißen Pagode |
| 水车 | shuǐchē | Schöpfrad |
| 羊皮筏子 | yángpí fázi | Floß aus Schafhäuten |
| 拉面 | lāmiàn | gezogene Nudeln |
| 马踏飞燕 | mǎ tà fēi yàn | „Pferd tritt auf fliegende Schwalbe“ |
Für den Gelben Fluss mitten in der Stadt, die Eisenbrücke von 1909, die Schöpfräder und Hautflöße, das Provinzmuseum mit dem Fliegenden Pferd und vor allem für die Rindfleischnudeln.
In den unscheinbaren Nudelküchen der Stadt, am besten morgens. Man zahlt an der Kasse, nennt die Nudelstärke und holt die Schale an der Ausgabe ab.
Per Flug nach Lanzhou Zhongchuan oder mit dem Schnellzug: Von Xi'an ist Lanzhou West in wenigen Stunden erreichbar, auch aus Chengdu, Chongqing und Peking fahren Direktzüge.
Ja, für ein bis zwei Tage: Museum, Flussufer und Nudeln in der Stadt, dazu ein Tagesausflug zum Bingling-Tempel. Danach geht es nach Westen in den Hexi-Korridor.
Provinz
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Stadt · Gansu
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Stadt · Gansu
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Genuss
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Geographie
Provinzen, Klima, Landschaften, Bevölkerung.