Rundgang in Zili
Auf Dämmen zwischen Teichen und Feldern von Turm zu Turm; einige Türme sind innen zugänglich und zeigen Wohnräume, Waffenscharten und Dachterrassen.
Historische Stätte · Guangdong
Kāipíng diāolóu
Zwischen Reisfeldern und Bambushainen stehen Türme mit Kuppeln, Säulen und Balkonen – chinesische Dörfer, deren Silhouette Baustile aus halb Europa und Übersee zitiert.
Mehrere Türme stehen locker verteilt zwischen Lotusteichen und Reisfeldern. Der Mingshi-Turm hat ein Dachgeschoss mit Säulenpavillon und ist innen mit Möbeln und Hausrat erhalten.
Fünf kleine Dörfer liegen hintereinander vor einem Hügel, halb verborgen in dichtem Bambus. Die Türme ragen aus dem Grün wie Wachtürme eines Waldes.
Der Ruishi-Turm gilt als höchster und prächtigster der Diaolou: neun Stockwerke, gekrönt von einem Pavillon mit Kuppel und Ecktürmchen.
Ein gedrungener Ziegelturm aus der Ming-Zeit, der älteste erhaltene der Region. Er zeigt die schlichte Grundform, aus der sich die späteren Türme entwickelten.
Ein Landsitz mit Villen, Kanälen und Pavillons. Er gehört nicht zum Welterbe, zeigt aber, wie Heimkehrer chinesische Gartenkunst mit westlicher Bauweise verbanden.
Die Arkadenstadt am Tan-Fluss mit den Bibliotheken der Clans Guan und Situ – Geschäfts- und Lesestuben der umliegenden Dörfer.
Auf Dämmen zwischen Teichen und Feldern von Turm zu Turm; einige Türme sind innen zugänglich und zeigen Wohnräume, Waffenscharten und Dachterrassen.
Vom Flussufer durch den Bambushain in die fünf Dörfer. Morgens liegt oft Dunst über dem Fluss, dann wirken die Türme besonders geheimnisvoll.
Mit dem Fahrrad auf Landstraßen und Feldwegen von Chikan nach Zili und Majianglong; unterwegs viele Türme außerhalb der Besucherzonen.
Durch die Arkaden am Fluss, vorbei an den Clanbibliotheken und in die kleinen Garküchen; bei Abendlicht spiegeln sich die Fassaden im Wasser.
春Frühling
Die Reisfelder werden geflutet und bepflanzt; die Türme spiegeln sich im Wasser. Häufig Nieselregen und hohe Luftfeuchte.
夏Sommer
Grüne Felder und Lotus in den Teichen, aber heiß, schwül und gewittrig; Taifune können Ausflüge verhindern.
秋Herbst
Goldene Reisfelder vor der Ernte, klare Luft und angenehme Temperaturen – die schönste Zeit für Fotos.
冬Winter
Mild und trocken, die Felder liegen brach. Wenige Besucher, gute Sicht auf die Türme ohne Laub.
Die Dörfer liegen in einer tiefen, feuchten Ebene, die früher regelmäßig überflutet wurde – ein Grund, hoch und fest zu bauen.
Bambushaine schützen die Dörfer vor Wind; die Teiche dienten der Fischzucht, als Löschwasser und zur Entwässerung.
Man unterscheidet Gemeinschaftstürme, in die sich ein Dorf bei Gefahr zurückzog, Wohntürme reicher Familien und schmale Wachtürme mit Alarmglocke am Dorfrand.
Frühe Türme bestehen aus Stampflehm, Stein oder Ziegel. Spätere Bauten aus Stahlbeton, mit importiertem Zement, erlaubten mehr Stockwerke und schlankere Formen.
Unten schlicht und wehrhaft, oben verspielt: Rundbögen, Kuppeln, Balustraden und Säulen nach römischen, gotischen oder islamischen Vorbildern krönen chinesische Grundrisse.
Eiserne Türen und Fensterläden, Schießscharten und vorkragende Ecktürmchen, die „Schwalbennester“, von denen man die Mauern bestreichen konnte.
16. Jh.Ming-Dynastie
In Sanmenli entstand der Yinglong-Turm als Zuflucht bei Hochwasser – der älteste erhaltene Wehrturm der Region.
1649Qing-Dynastie
Der Kreis Kaiping wurde gegründet. Die Ebene litt unter Überschwemmungen und Unruhen, Dörfer schützten sich mit Mauern und Türmen.
ab 1850Späte Qing-Zeit
Viele Männer aus Kaiping gingen nach Nordamerika, Südostasien und Australien. Geldsendungen und Heimkehrer brachten Kapital und neue Bauideen in die Dörfer.
开平碉楼
Die vier Dorfgruppen des Welterbes liegen jeweils einige Kilometer voneinander entfernt und werden meist mit Taxi oder Tourbus verbunden.
Garküchen servieren Tontopfreis, Gänsebraten und Flussfisch aus dem Tan-Fluss, dazu süße Suppen mit Mandarinenschale aus dem nahen Xinhui.
Mehr dazu →Geldsendungen kamen mit Briefen, die von Heimweh, Hochzeiten und Hausbau erzählen. Museen in Kaiping zeigen viele dieser Dokumente.
Die Clans Guan und Situ bauten in Chikan eigene Bibliotheken mit Uhrturm und Lesesälen – Treffpunkte für Bildung und Geschäfte.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 碉楼 | diāolóu | Wehrturm |
| 开平 | Kāipíng | Kaiping |
| 自力村 | Zìlì Cūn | Dorf Zili |
| 马降龙 | Mǎjiànglóng | Majianglong |
| 瑞石楼 | Ruìshí Lóu | Ruishi-Turm |
| 燕子窝 | yànziwō | „Schwalbennest“, Ecktürmchen |
| 侨乡 | qiáoxiāng | Heimatort von Auslandschinesen |
Zum Schutz vor Banditen und Hochwasser in einer unruhigen, oft überschwemmten Ebene. Mit dem Geld von Auswanderern wurden die Türme höher, fester und prächtiger.
Zili für die schönsten Einzeltürme in offener Landschaft, Majianglong für die Lage im Bambus, Jinjiangli für den Ruishi-Turm. Dazu Chikan für die Arkaden und den Li-Garten.
Ein voller Tag reicht für zwei bis drei Dörfer und den Li-Garten. Wer alle vier Welterbe-Gruppen und Chikan sehen will, plant zwei Tage mit Übernachtung ein.
Einige, vor allem in Zili und Majianglong. Die Innenräume zeigen Möbel, Fotos und Hausrat der Familien; die steilen Treppen führen bis auf die Dachterrassen.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
Wie CHINANETZ Quellen auswählt und prüft: Recherche und Quellen.
Provinz
Perlflussdelta, Guangzhou und Shenzhen — Chinas größte Provinzwirtschaft und Heimat des Kantonesischen.
Stadt · Guangdong
Reisfelder, aus denen Türme mit Kuppeln und Balustraden ragen: Im Südwesten des Deltas bauten Heimkehrer aus Übersee ihre Träume in Beton – und die Dörfer blieben fast unverändert.
Geschichte
Große Mauer, Verbotene Stadt, Terrakotta-Armee, Karstlandschaften — alle Welterbestätten mit Einordnung.