Nordhang: Tianwen Feng und Wasserfall
Pendelbus vom Besucherzentrum bei Erdaobaihe, Kleinbus zum Tianwen Feng, dann zurück zum Wasserfall, zu den heißen Quellen und zum Grünen Teich.
Gebirge · Jilin
Chángbái Shān
Ein Vulkan, dessen Gipfel fast das ganze Jahr weiß leuchtet, und in seinem Krater ein tiefblauer See: Der „ewig weiße Berg“ war den Mandschu heilig und ist das große Naturziel des Nordostens.
Der Kratersee liegt tief im Vulkankegel, umringt von zackigen Gipfeln. Bei klarem Wetter spiegelt er den Himmel in dunklem Blau; oft verhüllen ihn Wolken.
Aussichtspunkt am Nordrand des Kraters, der mit Kleinbussen über eine Serpentinenstraße erreicht wird. Von hier fällt der Blick steil hinab auf den See.
Der Abfluss des Tianchi stürzt am Nordhang über eine Basaltwand in die Tiefe – der Beginn des Erdaobai-Flusses und damit des Songhua.
Unterhalb des Wasserfalls dampft kochend heißes Wasser aus dem Boden und färbt die Steine orange; Händler garen darin Eier.
Ein Wasserfall ergießt sich in ein smaragdgrünes Becken, umgeben von Wald – einer der beliebtesten Fotopunkte am Nordhang.
In einer tiefen Senke wächst dichter Nadelwald auf altem Vulkangestein, erreichbar über lange Holzstege.
Am Westhang hat sich ein Fluss in weiche Vulkanablagerungen geschnitten und bizarre Säulen und Türme freigelegt.
Im Hochsommer blühen auf den Wiesen unterhalb des Kraterrands gelbe Alpenrosen, Enziane und Mohn in dichten Teppichen.
Pendelbus vom Besucherzentrum bei Erdaobaihe, Kleinbus zum Tianwen Feng, dann zurück zum Wasserfall, zu den heißen Quellen und zum Grünen Teich.
Pendelbus von Songjianghe bis unter den Gipfel, dann eine lange Steintreppe zum Kraterrand. Auf dem Rückweg Halt am Jinjiang-Canyon und an den Blumenwiesen.
Der ruhigste Zugang aus dem Kreis Changbai führt zum Kraterrand im Süden und zum tief eingeschnittenen Yalu-Canyon.
春Frühling
Bis weit in den Juni liegt oben Schnee, der Tianchi ist zugefroren. In den unteren Wäldern sprießen Farne und Bergkräuter.
夏Sommer
Juli und August sind die Hauptsaison: der See ist eisfrei, die Alpenblumen blühen. Nachmittags ziehen oft Wolken und Gewitter auf.
秋Herbst
Im September färben sich Birken und Ahorn gelb und rot, die Sicht ist oft klar. Ab Oktober kann Schnee fallen.
冬Winter
Tiefer Schnee und strenger Frost; der Nordhang ist je nach Wetter teilweise geöffnet. Skigebiete am Westrand haben Saison.
Um das Jahr 946 ereignete sich hier einer der gewaltigsten Vulkanausbrüche der letzten zwei Jahrtausende. Bimsstein und Basalt prägen die Hänge bis heute.
Unten Mischwald mit Koreakiefer, darüber dunkler Fichten- und Tannenwald, dann knorrige Erman-Birken und oben alpine Tundra mit Zwergsträuchern.
In den Wäldern leben Sikahirsche, Zobel, Schwarzbären und zahlreiche Vogelarten. Der Amurtiger ist hier sehr selten geworden.
Das Gebirge ist ein großes Naturschutzgebiet und gehört zum Netz der UNESCO-Biosphärenreservate.
Vom Vulkan fließen Songhua nach Norden, Tumen nach Osten und Yalu nach Süden – der Berg ist das Wasserschloss des Nordostens.
Den Kratersee umringen zackige Gipfel; der höchste auf chinesischer Seite, der Baiyun Feng, ist zugleich der höchste Gipfel Nordostchinas.
10. Jh.Liao-Zeit
Der große Ausbruch um 946 bedeckte weite Gebiete mit Asche. Chroniken aus Korea und Japan berichten aus jener Zeit von donnerartigem Grollen und Ascheregen.
1172Jin-Dynastie
Die Jurchen-Jin verehrten den Berg als heilig und verliehen seinem Gott einen Fürstentitel.
1677Qing-Dynastie
Kaiser Kangxi sandte eine Gesandtschaft zum Berg und ließ ihn als Ursprungsort seines Hauses verehren; Opfer brachte man fortan von einem Altar bei der Stadt Jilin dar.
17.–19. Jh.Qing-Dynastie
Der Berg und sein Umland blieben für Siedler gesperrt. Erst in der späten Qing-Zeit wurde die Region vermessen und für Siedler geöffnet.
鸭绿江大峡谷
Die bewaldete Schlucht am Südhang, in die sich der junge Yalu tief eingeschnitten hat, ist vom Kreis Changbai aus erreichbar.
圆池
Der kleine runde See im Wald nordöstlich des Gipfels gilt als Schauplatz der mandschurischen Ursprungslegende.
Am Nordhang werden Eier im Quellwasser gegart; das Eigelb wird fest, das Eiweiß bleibt weich.
In den Gasthäusern von Erdaobaihe und Songjianghe kommen Ginsenghuhn, Waldpilze und Bergkräuter auf den Tisch.
Eine Himmelsjungfrau aß beim Baden in einem Bergsee eine rote Frucht, die ein Vogel fallen ließ, und gebar den Ahnherrn der Mandschu.
Ginsengsucher opferten dem Berggott vor jeder Suche und hielten sich an feste Regeln und Rufe.
Mehr dazu →Am Nord- und Südhang liegen Dörfer mit koreanischen Häusern und Küche – ein Kontrast zu den Holzhütten der Forstsiedlungen.
Mehr dazu →Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 长白山 | Chángbái Shān | „Ewig weißer Berg“ |
| 天池 | Tiānchí | „Himmelssee“, Kratersee |
| 北坡 | běipō | Nordhang |
| 西坡 | xīpō | Westhang |
| 南坡 | nánpō | Südhang |
| 岳桦 | yuèhuà | Erman-Birke |
| 温泉 | wēnquán | heiße Quelle |
| 火山 | huǒshān | Vulkan |
Der Nordhang bietet die meisten Sehenswürdigkeiten: Kraterblick, Wasserfall, heiße Quellen. Der Westhang punktet mit Treppe zum Kraterrand, Canyon und Blumenwiesen. Der Südhang ist am ruhigsten.
Am ehesten von Juli bis September, frühmorgens und bei stabilem Hochdruckwetter. Wolken ziehen schnell auf; Garantie gibt es nie.
Für den Westhang per Flug nach Changbaishan (NBS), für den Nordhang per Schnellzug zum Bahnhof Changbaishan oder über Yanji. Von den Besucherzentren fahren Pendelbusse.
Teilweise. Der Nordhang ist bei gutem Wetter geöffnet, der Weg zum Kraterrand wird oft gesperrt. Der zugefrorene See und die verschneiten Wälder sind dann besonders eindrucksvoll.
Provinz
Im Westen endlose Maisfelder auf schwarzer Erde, im Osten Urwald, Vulkan und Kratersee: Jilin verbindet die Ebene am Songhua mit dem Changbai-Gebirge, der heiligen Bergwelt der Mandschu.
Stadt · Jilin
Hier beginnt der Urwald: Baishan reicht vom Hun-Fluss bis an den Kratersee des Changbai Shan, und in seinen Wäldern suchten Generationen nach wildem Ginseng.
Stadt · Jilin
Straßenschilder in zwei Schriften, der Duft von Holzkohlegrills und kalte Nudeln in klarer Brühe: Yanji ist das Zentrum der koreanischen Kultur in China.
Geographie
Heilige Berge, Nationalparks, Schluchten, Seen und Welterbe – mit Wegen, Jahreszeiten und Anreise.