Klassische Runde am Nordufer
Vom Osttor zur Halle der Güte, zum Theatergarten und durch den Langen Wandelgang. Von der Mitte hinauf zur Pagode des Buddhaduftes, dann hinab zum Marmorboot und per Boot zur Südseeinsel.
Historische Stätte · Peking
Yíhéyuán
Ein Hügel voller Pavillons und Tempel, davor ein weiter See mit Inseln, Dämmen und Brücken: Die Qing-Kaiser bauten sich im Nordwesten Pekings eine Landschaft nach dem Vorbild des Südens.
Gleich hinter dem Osttor empfingen Cixi und der Guangxu-Kaiser Minister und Gesandte, wenn der Hof im Sommerpalast weilte. Davor steht ein bronzenes Fabeltier.
Die große dreistöckige Theaterbühne wurde für Cixi gebaut, eine leidenschaftliche Liebhaberin der Oper. Gegenüber saß sie in einer eigenen Halle und sah den Aufführungen zu.
Der überdachte Gang läuft am Nordufer des Sees entlang. Unzählige Malereien an den Balken zeigen Landschaften, Blumen und Szenen aus Romanen und Legenden.
Der achteckige Turm auf einem hohen Steinsockel beherrscht den Hügel der Langlebigkeit. Steile Treppen führen hinauf; oben liegt der ganze See zu Füßen.
Auf dem Gipfel steht ein Gewölbebau ganz ohne Holzbalken, außen mit gelb und grün glasierten Kacheln und unzähligen kleinen Buddhafiguren verkleidet.
Ein Bootsrumpf aus Stein am Westende des Wandelgangs. Unter Cixi erhielt er einen hölzernen Aufbau mit Anklängen an westliche Raddampfer.
Die lange Brücke verbindet das Ostufer mit der Südseeinsel; auf den Geländern sitzen steinerne Löwen. Um die Wintersonnenwende scheint die Abendsonne durch alle Bögen.
Am Hinteren See ließ Qianlong eine Ladenstraße nach Art der Kanalstädte am Unterlauf des Yangzi anlegen, in der Palastdiener Händler spielten. Sie wurde nach alten Plänen wiederaufgebaut.
Vom Osttor zur Halle der Güte, zum Theatergarten und durch den Langen Wandelgang. Von der Mitte hinauf zur Pagode des Buddhaduftes, dann hinab zum Marmorboot und per Boot zur Südseeinsel.
Über den Kamm zum Meer der Weisheit und hinab zum tibetisch geprägten Tempelbezirk der Vier Großen Kontinente. Weiter zur Suzhou-Straße und zum Nordtor.
Vom Marmorboot nach Süden über den baumbestandenen Damm mit seinen Brücken, darunter die steil gewölbte Jadegürtelbrücke. Ruhig, mit Blick zurück auf den Hügel.
Vom Osttor am Ufer entlang zum bronzenen Ochsen, über die Siebzehn-Bogen-Brücke zur Insel mit dem Drachenkönigstempel. Ideal am späten Nachmittag.
春Frühling
Im April blühen Pfirsiche und Weiden am Westdamm, Magnolien vor den Hallen. Die schönste Zeit für Spaziergänge am Wasser.
夏Sommer
Lotus im Hinteren See und auf dem Kunming-See, Bootsfahrten und Wind vom Wasser. Die Kaiser verbrachten hier die heißen Monate.
秋Herbst
Klare Luft, weiter Blick bis zur Pagode auf dem Jadequellenhügel, rot gefärbte Blätter am Hügel. Feiertage Anfang Oktober meiden.
冬Winter
Der See friert zu und wird zur Eisfläche mit Schlittschuhläufern. Um die Wintersonnenwende leuchten abends die Bögen der Brücke.
Im Sommer bedecken Lotusblätter die Buchten, am Ufer hängen Trauerweiden ins Wasser – Pflanzen, die die Gartenkunst des Südens in den Norden trugen.
Qianlong ließ den See vertiefen und erweitern, den Aushub auf den Hügel schütten und benannte beide neu: den Hügel der Langlebigkeit und den See nach einem Übungsgewässer der Han-Kaiser.
Der Sommerpalast war Teil einer ganzen Gartenlandschaft im Nordwesten Pekings. Zu ihr gehörten der Alte Sommerpalast, der Jadequellenhügel und der Duftende Hügel.
1750–1764Qing-Dynastie
Qianlong legte den Garten der Klaren Wellen zum Geburtstag seiner Mutter an. Motive vom Westsee in Hangzhou und aus Gärten in Wuxi, die er auf seinen Reisen in den Süden sah, flossen in die Anlage ein.
1860Qing-Dynastie
Im Krieg von 1860 wurde der Garten wie der benachbarte Yuanmingyuan niedergebrannt. Nur wenige Stein- und Bronzebauten überstanden das Feuer.
1886–1888Qing-Dynastie
Cixi ließ die Anlage ab 1886 wiederaufbauen und gab ihr 1888 den Namen Yiheyuan, „Garten zur Pflege der Harmonie“. Sie verbrachte hier einen großen Teil des Jahres.
1900–1908Qing-Dynastie
Nach erneuten Schäden 1900 wurde der Garten instand gesetzt. Cixi residierte bis zu ihrem Tod 1908 regelmäßig hier.
圆明园遗址
Östlich des Sommerpalastes liegt der Ruinenpark des Yuanmingyuan mit Seen, Hügeln und den Steintrümmern der europäisch gestalteten Palastbauten.
香山
Der bewaldete Park in den Westbergen war ein kaiserliches Jagd- und Erholungsgebiet. Im Herbst färbt sich das Laub an seinen Hängen leuchtend rot.
西湖
Das Vorbild: Der Westdamm im Sommerpalast ahmt den Su-Damm am Westsee nach, der Kunming-See die Gliederung des Sees durch Dämme und Inseln.
Das berühmteste Gericht der Hauptstadt stammt aus der Küche der Ming- und Qing-Zeit. Viele Besucher verbinden einen Tag im Sommerpalast mit einem Entenessen in der Stadt.
Mehr dazu →Die Gärtner rahmten den Blick so, dass die Pagode auf dem benachbarten Jadequellenhügel und die Westberge Teil des Gartens zu sein scheinen.
Der Garten der Harmonischen Freuden im Nordosten ist dem Jichang-Garten in Wuxi nachgebildet: ein Teich, rundum Wandelgänge und Pavillons.
Mehr dazu →Für Cixi spielten die besten Truppen der Hauptstadt. Die Förderung durch den Hof trug dazu bei, dass die Peking-Oper ihre klassische Form fand.
Mehr dazu →Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 颐和园 | Yíhéyuán | „Garten zur Pflege der Harmonie“ |
| 清漪园 | Qīngyīyuán | „Garten der Klaren Wellen“ |
| 万寿山 | Wànshòu Shān | Hügel der Langlebigkeit |
| 昆明湖 | Kūnmíng Hú | Kunming-See |
| 长廊 | Chángláng | Langer Wandelgang |
| 石舫 | shífǎng | Steinboot, Marmorboot |
| 借景 | jièjǐng | geborgte Landschaft |
| 圆明园 | Yuánmíngyuán | Alter Sommerpalast |
Der Sommerpalast (Yiheyuan) wurde nach 1860 wiederaufgebaut und ist weitgehend erhalten. Der Alte Sommerpalast (Yuanmingyuan) liegt etwas östlich und ist ein Ruinenpark.
Für Nordufer, Pagode und Marmorboot drei bis vier Stunden. Wer Westdamm, hinteren Hügel und die Suzhou-Straße dazunimmt, braucht einen ganzen Tag.
Das Osttor ist der klassische Eingang mit den Audienzhallen. Das Nordtor liegt an der U-Bahn und führt direkt zur Suzhou-Straße; viele kommen im Osten herein und gehen im Norden hinaus.
Ja, von Frühjahr bis Herbst mit Linienbooten zwischen den Anlegern und mit Tretbooten. Im Winter wird der zugefrorene See bei ausreichendem Eis für Schlittschuhläufer geöffnet.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
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