Su-Damm von Süd nach Nord
Vom Blumenhafen über alle sechs Brücken bis zum Nordufer. Früh am Morgen gehört der Damm Joggern, Taiji-Gruppen und Vogelbeobachtern.
See · Zhejiang
Xī Hú
Ein flacher See, drei Seiten Hügel, zwei Dämme und eine Stadt am Ufer: Über tausend Jahre haben Beamte, Mönche und Dichter den Westsee zu einer gemalten Landschaft geformt.
Der Damm von Su Shi zieht sich von Süd nach Nord durch den See. Sechs Bogenbrücken, Weiden und Pfirsichbäume säumen den Weg; im März und April blüht er rosa.
Der kurze Damm führt von der Gebrochenen Brücke zum Gushan. Nach Schneefall taut die Brücke in der Mitte zuerst, sodass sie wie zerbrochen wirkt.
Auf der Insel Xiaoying umschließen Dämme vier Teiche – ein „See im See“. Vor der Insel stehen drei steinerne Laternen, deren Öffnungen im Mondlicht leuchten.
Die Pagode am Südufer, ursprünglich aus der Wuyue-Zeit, ist Schauplatz der Legende von der Weißen Schlange. Der heutige Bau steht über den alten Fundamenten.
Die „einsame Insel“ trägt die Xiling-Siegelgesellschaft, Gärten und die Pflaumenbäume des Einsiedlers Lin Bu, der „Pflaumen zur Frau und Kraniche zu Söhnen“ nahm.
Am Nordwestufer ehrt ein Tempel den General Yue Fei (1103–1142), der gegen die Jurchen kämpfte. Vor seinem Grab knien eiserne Figuren seiner Widersacher.
Gartenanlage am Südwestufer mit Teichen voller roter Karpfen, Päonienbeeten und Blick auf den Su-Damm.
Teegärten an steilen Hängen, Bauernhäuser mit Röstpfannen und Teehäuser. Im Frühjahr sieht man das Pflücken und Rösten von Hand.
Vom Blumenhafen über alle sechs Brücken bis zum Nordufer. Früh am Morgen gehört der Damm Joggern, Taiji-Gruppen und Vogelbeobachtern.
Von der Gebrochenen Brücke über den Bai-Damm auf den Gushan, durch die Xiling-Siegelgesellschaft und zurück am Ufer bis zum Yue-Fei-Tempel.
Ausflugsboote legen an mehreren Anlegern ab und halten an der Insel Xiaoying. Kleine Ruderboote mit Bootsmann fahren langsamer und näher am Ufer.
Vom Qiantang-Ufer bei der Liuhe-Pagode führt der Weg entlang der „Neun Bäche und achtzehn Rinnsale“ durch Wald und Teegärten bis zum Longjing-Dorf.
Von der Baochu-Pagode über Felsen und Pfade nach Qixialing: Waldweg mit Blick über den ganzen See, abseits der Uferpromenaden.
春Frühling
Weiden treiben aus, am Su-Damm blühen Pfirsichbäume, in den Hügeln wird der erste Longjing gepflückt. Die beliebteste, aber auch vollste Zeit.
夏Sommer
Im Nordteil und am Quyuan-Garten blüht der Lotus. Heiß und schwül; morgens und abends ist es am See angenehmer.
秋Herbst
Im September und Oktober duften die Osmanthusbäume, besonders im Tal von Manjuelong. Klarere Luft und milde Tage.
冬Winter
Ruhig und oft neblig. Nach seltenem Schnee zeigt sich die Gebrochene Brücke so, wie ihr Name es verspricht; am Gushan blühen die Winterpflaumen.
In flachen Buchten wachsen dichte Lotusfelder, die im Juli und August blühen und im Herbst Samenkapseln tragen.
Der Duftblütenbaum ist Stadtbaum Hangzhous. Seine winzigen gelben Blüten würzen im Herbst Tee, Kuchen und Lotuswurzelsüßspeisen.
Der See ist flach und wird durch Kanäle mit Wasser aus dem Qiantang aufgefrischt. Die umgebenden Hügel sind dicht mit Kampfer, Bambus und Kiefern bewaldet.
Ursprünglich eine vom Meer abgeschnittene Lagune, wäre der See ohne regelmäßiges Ausbaggern längst verlandet. Dämme und Inseln entstanden aus dem Aushub.
Pagoden auf den Hügeln im Norden und Süden, Dämme und Inseln sind so angeordnet, dass sich von jedem Ufer eine komponierte Ansicht ergibt.
822–824Tang-Dynastie
Präfekt Bai Juyi ließ einen Damm zur Wasserspeicherung bauen und machte den See in Gedichten berühmt. Der heutige Bai-Damm trägt zu seinen Ehren seinen Namen.
907–978Königreich Wuyue
Die Könige aus dem Haus Qian ließen den See regelmäßig reinigen und errichteten Leifeng- und Baochu-Pagode an den Ufern.
1090Nördliche Song
Su Shi mobilisierte Arbeiter, die den verschlammten See ausbaggerten. Aus dem Schlamm entstand der Su-Damm.
1127–1279Südliche Song
Als Hangzhou Hauptstadt war, legten Hofmaler die „zehn Ansichten“ fest. Gärten von Adligen und Klöstern säumten nun die Ufer.
17.–18. Jh.Qing-Dynastie
Kaiser Kangxi schrieb die Namen der zehn Ansichten auf Stelen, Qianlong ergänzte Gedichte. Die Stelen stehen bis heute an den Aussichtspunkten.
灵隐寺
Das große Kloster liegt im Tal westlich des Sees, gegenüber dem Feilai Feng mit seinen Felsbuddhas.
六和塔
Die Pagode über dem Qiantang liegt am Beginn des Wegs durch die Neun Bäche und bietet Blick auf den Fluss.
Das Traditionsgericht der Restaurants am Ufer: pochierter Graskarpfen mit süß-saurer Sauce.
Mehr dazu →Der Grüntee aus den Hügeln am See, am besten frisch in den Teedörfern verkostet.
Mehr dazu →Aus Lotuswurzeln gewonnene Stärke, mit heißem Wasser zu einem süßen, glasigen Brei angerührt, oft mit Osmanthus.
Su Shi verglich den See mit der Schönheit Xi Shi, „ob leicht geschminkt oder kräftig“. Kaum ein Ort Chinas ist so oft besungen worden.
Mehr dazu →Die Schlangenfee Bai Suzhen trifft den Gelehrten Xu Xian an der Gebrochenen Brücke; am Ende wird sie unter der Leifeng-Pagode gefangen.
Mehr dazu →Die zehn Ansichten wurden in Kaisergärten nachgebildet; auch der Sommerpalast in Peking zitiert mit seinem Westdamm den Westsee.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
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| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 西湖 | Xī Hú | Westsee |
| 苏堤 | Sū Dī | Su-Damm |
| 白堤 | Bái Dī | Bai-Damm |
| 西湖十景 | Xī Hú shí jǐng | zehn Ansichten des Westsees |
| 断桥 | Duàn Qiáo | Gebrochene Brücke |
| 雷峰塔 | Léifēng Tǎ | Leifeng-Pagode |
| 桂花 | guìhuā | Osmanthus |
| 龙井 | Lóngjǐng | Grüntee vom Westsee |
Für Su-Damm, Bai-Damm, Gushan und eine Bootsfahrt reicht ein Tag. Mit Lingyin-Tempel, Teedörfern und einer Wanderung in den Hügeln sind zwei bis drei Tage sinnvoll.
Die Ufer und Dämme sind frei zugänglich. Eintritt verlangen einzelne Anlagen wie die Insel Xiaoying, die Leifeng-Pagode, der Yue-Fei-Tempel oder die Boote.
Zehn poetisch benannte Szenen aus der Südlichen Song, etwa „Frühlingsmorgen am Su-Damm“, „Restschnee auf der Gebrochenen Brücke“ und „Drei Teiche, die den Mond spiegeln“. Stelen mit Kaiserinschriften markieren sie.
Ja, ein Rundweg führt am Ufer um den ganzen See. Zu Fuß dauert er mit Pausen einen halben Tag; mit dem Leihrad ist man deutlich schneller.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
Wie CHINANETZ Quellen auswählt und prüft: Recherche und Quellen.
Provinz
Hangzhou, Ningbo, Yiwu — Privatwirtschaft, E-Commerce, Partnerprovinz Niederösterreichs.
Stadt · Zhejiang
Am Ende des Kaiserkanals und am Ufer des Westsees liegt die Stadt, die unter den Südlichen Song Hauptstadt war – und seither als Inbegriff der Landschaft südlich des Jangtse gilt.
Geschichte
Große Mauer, Verbotene Stadt, Terrakotta-Armee, Karstlandschaften — alle Welterbestätten mit Einordnung.
Tee
Longjing, Bi Luo Chun, Maofeng — die unfermentierten Tees Chinas, ihre Herkunft und Zubereitung.
Literatur
Buch der Lieder, Tang-Dichtung und Song-Lieder – und ihr Weg ins Deutsche.