Qindu und Weicheng秦都 · 渭城
Die Kernbezirke beiderseits des Wei-Flusses. Im Bezirk Weicheng liegen die Ruinen der Qin-Paläste und das Han-Grab Yangling.
Bezirksfreie Stadt · Shaanxi
Xiányáng
Von hier regierte der Erste Kaiser das geeinte Reich. Auf der Lössterrasse nördlich des Wei-Flusses reihen sich die Grabhügel von Han- und Tang-Kaisern wie eine Kette künstlicher Berge.
Die Kernbezirke beiderseits des Wei-Flusses. Im Bezirk Weicheng liegen die Ruinen der Qin-Paläste und das Han-Grab Yangling.
Am Liang Shan liegt Qianling, das Grab von Gaozong und Wu Zetian, dazu Nebengräber von Prinzen und Prinzessinnen mit Wandmalereien.
Am Berg Jiuzong ließ sich Tang Taizong bestatten. Die Gegend ist auch für Äpfel und für Dörfer mit Gasthöfen im Stil der Region bekannt.
Am Jing-Fluss steht der Große Buddha-Tempel von Bin, eine Felsgrotte der Tang-Zeit an der alten Seidenstraße.
Xianyang gehört zur Provinz Shaanxi (陕西). Die Übersichtsseite ordnet Landschaft, Geschichte und die übrigen Orte ein.
Der Fluss trennt Xianyang von Xi'an. Seine Ebene ist altes Weizenland; auf beiden Ufern lagen Paläste und Brücken der Qin.
Nördlich der Stadt steigt das Land zu einer Terrasse an. Von hier überblickten die Grabhügel der Kaiser die Hauptstadt im Süden.
Weiter nördlich beginnt das Lössplateau mit Obstgärten auf Terrassen, tiefen Tälern und dem Jing-Fluss.
350 v. Chr.Streitende Reiche
Herzog Xiao von Qin verlegte seine Hauptstadt nach Xianyang. Der Reformer Shang Yang machte den Staat zur straff organisierten Militärmacht.
221–206 v. Chr.Qin-Dynastie
Nach der Einigung ließ der Erste Kaiser die Paläste der besiegten Fürsten in Xianyang nachbauen. Beim Fall der Dynastie brannte Xiang Yu die Hauptstadt nieder.
2. Jh. v. Chr.Han-Dynastie
Die Han-Kaiser wählten die Terrasse nördlich des Wei als Grabfeld. Neben dem Grab von Kaiser Wu liegt das seines Feldherrn Huo Qubing mit frühen Steinskulpturen.
7.–8. Jh.Tang-Dynastie
Die Tang legten ihre Kaisergräber in die Berge nördlich der Ebene. Qianling nutzte einen ganzen Gipfel als Grabhügel.
1368–1911Ming- und Qing-Dynastie
Xianyang war Fährort und Poststation an der Straße nach Westen. Aus Jingyang zogen Karawanen mit Fu-Tee in den Nordwesten.
乾陵
Ein Geisterweg mit geflügelten Pferden, Wächtern und Figuren fremder Gesandter führt auf den Grabberg. Daneben steht die Stele ohne Inschrift für Wu Zetian.
昭陵
Grab von Tang Taizong am Berg Jiuzong. Von hier stammen die Steinreliefs seiner sechs Schlachtrosse, heute im Stelenwald von Xi'an; das Museum zeigt Grabfiguren und Wandmalereien.
茂陵
Der größte Grabhügel der Han-Kaiser gehört zu Kaiser Wu. Am Grab des Generals Huo Qubing steht die Skulptur eines Pferdes über einem liegenden Krieger.
汉阳陵
Unterirdisches Museum über den Beigabengruben von Kaiser Jing: kleine, einst bekleidete Figuren, Tiere und Geräte unter Glasböden.
彬州大佛寺
Eine Felsgrotte der Tang-Zeit mit großer Buddha-Figur am Jing-Fluss, Teil des Welterbes Seidenstraße.
咸阳博物院
Das Museum zeigt im alten Konfuziustempel der Stadt (Stand 2026) Funde aus der Qin- und Han-Zeit, darunter Scharen kleiner Reiter- und Kriegerfiguren.
Breite, handgezogene Nudeln, die beim Schlagen auf die Arbeitsfläche ihr Geräusch und ihren Namen bekommen. Das Schriftzeichen dafür gilt als eines der kompliziertesten.
Mehr dazu →Großes, festes Fladenbrot aus dem Kreis Qian, das lange hält und früher als Reiseproviant diente.
Der Ziegeltee reift mit einem goldgelben Schimmelpilz, den die Einheimischen „goldene Blüten“ nennen. Er schmeckt mild und leicht süß.
Mehr dazu →Die Grabhügel ragen wie Berge aus den Feldern. Die meisten Hauptgräber wurden nie geöffnet; ihre Lage folgte der Geomantik, mit Blick über den Wei auf die Hauptstadt.
Bei Tempelfesten und Hochzeiten treten Laientruppen mit Qinqiang-Oper auf – laut genug, dass man sie über die Felder hört.
Mehr dazu →Die Nebengräber bei Qianling, etwa von Prinzessin Yongtai und Prinz Zhanghuai, zeigen Hofdamen, Jagdszenen, Polospieler und fremde Gesandte – Bilder vom Hofleben in Chang'an.
Um den Flughafen Xi'an Xianyang haben sich Logistik, Luftfracht und Industrieparks angesiedelt; Xianyang und Xi'an wachsen zusammen.
Xianyang war früher eine Stadt der Baumwollspinnereien. Heute kommen Elektronik- und Maschinenbaubetriebe hinzu.
Auf den Lössterrassen im Norden wachsen Äpfel, in Jingyang wird Fu-Tee gepresst und fermentiert.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 咸阳 | Xiányáng | „ganz im Yang“ – südlich der Berge, nördlich des Wei |
| 陵 | líng | Kaisergrab, Grabanlage |
| 乾陵 | Qiánlíng | Grab von Gaozong und Wu Zetian |
| 无字碑 | wúzìbēi | Stele ohne Inschrift |
| 神道 | shéndào | Geisterweg zu einem Grab |
| 茯茶 | fúchá | Fu-Tee, gepresster Tee |
| 渭河 | Wèi Hé | Wei-Fluss |
Es sind zwei Städte am Wei-Fluss, die heute fast zusammengewachsen sind. Xianyang am Nordufer war Hauptstadt der Qin, Xi'an am Südufer als Chang'an Hauptstadt der Han und der Tang.
Ja. Der Flughafen Xi'an Xianyang (XIY) liegt nördlich des Wei-Flusses auf dem Gebiet von Xianyang. Von dort fahren Busse und die Metro nach Xi'an.
Unter anderem Qianling (Gaozong und Wu Zetian), Zhaoling (Taizong), Maoling (Kaiser Wu der Han) und Yangling (Kaiser Jing der Han) mit unterirdischem Museum. Die Hauptgräber selbst sind nicht geöffnet.
Warum die Stele für Wu Zetian leer blieb, ist nicht überliefert. Eine gängige Deutung lautet, ihre Taten sollten von der Nachwelt beurteilt werden; spätere Besucher ritzten eigene Inschriften hinein.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
Wie CHINANETZ Quellen auswählt und prüft: Recherche und Quellen.
Provinz
Zwischen Lössplateau und Qinling-Gebirge lag über tausend Jahre lang das Machtzentrum Chinas – von der Zhou- bis zur Tang-Zeit regierten Kaiser vom Wei-Tal aus.
Stadt
Chinas alte Hauptstadt: Terrakotta-Armee, Seidenstraße, Luftfahrt und Solar.
Genuss
Grün, Weiß, Gelb, Oolong, Schwarz, Pu-Erh — die sechs Teefamilien und die Kunst der Zubereitung.
Genuss
Die acht großen Regionalküchen, ihre Signaturgerichte und Rezepte zum Nachkochen.