Rundgang entlang der Felswand
Vom Eingang durch den Tempelbezirk zu den Höhlen im Osten, dann nach Westen bis zu den Tanyao-Höhlen. Die Wege sind flach und gut ausgebaut.
Grotten · Shanxi
Yúngāng Shíkū
In eine Sandsteinwand gehauen, blicken Buddhas mit mandelförmigen Augen und archaischem Lächeln über das Tal – geschaffen im Auftrag der Kaiser eines Reitervolks aus der Steppe.
Die ersten fünf Höhlen ließ der Mönch Tanyao anlegen. Ihre Kolossalbuddhas sollen zugleich die ersten Kaiser der Wei darstellen.
Die Vorderwand der Höhle stürzte früh ein; seither sitzt der Buddha im Freien. Breite Schultern, dünne Gewandfalten und das Lächeln machen ihn zum Sinnbild von Yungang.
Höhle 5 birgt die größte Buddhafigur der Anlage. In Höhle 6 umgeben Reliefs zum Leben Buddhas einen zweistöckigen Pagodenpfeiler.
Farbig bemalte Figuren, Säulenhallen und Ornamente; die Farbschicht stammt großteils aus der Qing-Zeit.
Himmlische Musikanten spielen Laute, Flöten, Harfen und Trommeln – eine Quelle zur Musikgeschichte des 5. Jahrhunderts.
Die größte Höhle blieb unvollendet. Eine Buddha-Gruppe darin stammt vermutlich aus späterer Zeit und wirkt weicher als die Wei-Figuren.
Vom Eingang durch den Tempelbezirk zu den Höhlen im Osten, dann nach Westen bis zu den Tanyao-Höhlen. Die Wege sind flach und gut ausgebaut.
Das Museum am Eingang erklärt Geschichte, Technik und Stil der Grotten und zeigt Fundstücke – eine gute Vorbereitung auf die Höhlen.
春Frühling
Mild, aber oft windig mit Staub. Die Höhlen sind ruhiger als im Sommer.
夏Sommer
Angenehme Temperaturen im Norden, aber Ferienzeit mit vielen Besuchern. Morgens kommen.
秋Herbst
Klare Luft und schönes Licht auf der Sandsteinwand – die beste Zeit für Fotos.
冬Winter
Sehr kalt, aber fast leer. Bei tief stehender Sonne leuchten die Figuren warm.
Der weiche Sandstein ließ sich gut bearbeiten, ist aber anfällig für Wind, Wasser und Frost. Viele Figuren sind verwittert.
Die Grotten ziehen sich an der Südseite eines flachen Höhenzugs entlang, über dem Tal eines kleinen Flusses.
um 460Nördliche Wei
Nach einer Verfolgung des Buddhismus ließ Kaiser Wencheng auf Rat des Mönchs Tanyao die ersten Höhlen schlagen – als Zeichen der Versöhnung zwischen Thron und Buddhismus.
471–494Nördliche Wei
Unter Kaiser Xiaowen entstanden die prächtigsten Höhlen. Mit dem Umzug nach Luoyang 494 endeten die großen Arbeiten.
11.–18. Jh.Liao und Qing
Unter den Liao wurden Holzbauten vor einigen Höhlen errichtet. In der Qing-Zeit entstanden Tempelhallen vor den Höhlen 5 und 6 und die Bemalung vieler Figuren.
华严寺
Der Liao-Tempel in der Altstadt von Datong zeigt, wie sich die buddhistische Kunst Jahrhunderte nach Yungang entwickelte.
恒山 · 悬空寺
Südöstlich von Datong gelegen, oft am Tag nach Yungang besucht.
Mönche und Handwerker aus Zentralasien brachten Bildformen mit, die in Yungang ins Chinesische übersetzt wurden. Die Figuren wandeln sich von Höhle zu Höhle.
Mehr dazu →Die Werkstätten zogen mit dem Hof nach Luoyang. In Longmen werden die Figuren schlanker und chinesischer im Gewand.
Mehr dazu →Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 云冈石窟 | Yúngāng Shíkū | Yungang-Grotten |
| 石窟 | shíkū | Höhlentempel |
| 北魏 | Běi Wèi | Nördliche Wei |
| 昙曜 | Tányào | Mönch, Initiator der Grotten |
| 大佛 | dàfó | Kolossalbuddha |
| 飞天 | fēitiān | fliegende Himmelswesen |
Die Arbeiten begannen um 460 und dauerten im Wesentlichen bis 494, als die Nördliche Wei ihre Hauptstadt nach Luoyang verlegte. Kleinere Höhlen entstanden noch danach.
Zwei bis drei Stunden für die Höhlen, einen halben Tag mit Museum. Von Datong aus ist es ein bequemer Vormittagsausflug.
Yungang zeigt die frühere, kräftigere Kunst der Wei mit zentralasiatischen Einflüssen. Longmen bei Luoyang entstand danach und bis in die Tang-Zeit, mit schlankeren und stärker chinesisch geprägten Figuren.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
Wie CHINANETZ Quellen auswählt und prüft: Recherche und Quellen.
Provinz
Zwischen Taihang-Gebirge und Gelbem Fluss liegt ein Lössland, das mehr alte Holzbauten bewahrt als jede andere Region Chinas – und aus dem die Bankiers des Kaiserreichs kamen.
Stadt · Shanxi
Zweimal war Datong Hauptstadt von Reitervölkern, die sich dem Buddhismus zuwandten, danach Festung an der Großen Mauer. Hinter der wiederaufgebauten Stadtmauer stehen Tempelhallen aus dem 11. Jahrhundert.
Geschichte
Große Mauer, Verbotene Stadt, Terrakotta-Armee, Karstlandschaften — alle Welterbestätten mit Einordnung.
Kunst
Malerei, Kalligraphie, Porzellan, Seide und Gegenwartskunst.