Westhügel
Vom Nordeingang am Fluss entlang zu Binyang-Höhlen, Wanfo-Höhle, Lianhua-Höhle und Fengxian-Tempel; zum Schluss die Guyang-Höhle. Viele kurze Treppen.
Grotten · Henan
Lóngmén Shíkū
Wo der Yi-Fluss zwischen zwei Hügeln hindurchfließt, haben Steinmetze über Jahrhunderte Nischen, Höhlen und Buddhas in den Kalkstein gehauen – vom schlanken Stil der Nördlichen Wei bis zur vollen Pracht der Tang.
Die größte Nische von Longmen: ein offener Felsbau mit dem sitzenden Vairocana-Buddha, dessen ruhiges Gesicht zum Sinnbild der Tang-Kunst wurde.
Drei Höhlen, die Kaiser Xuanwu zu Ehren seiner Eltern anlegen ließ. Die mittlere zeigt den reifen Stil der Nördlichen Wei, die seitlichen wurden erst später vollendet.
Die älteste Höhle, dicht bedeckt mit kleinen Nischen und Inschriften; die meisten der Zwanzig Stücke von Longmen stammen von hier.
Wände mit unzähligen winzigen Buddhas umgeben eine Hauptfigur; darunter tanzende und musizierende Figuren der Tang-Zeit.
Benannt nach der großen, fein gearbeiteten Lotosblüte an der Decke, einem Meisterwerk der Nördlichen Wei.
An ihrem Eingang sind zahlreiche Rezepte gegen Krankheiten eingemeißelt – eine seltene Quelle zur frühen chinesischen Medizin.
Tempel am Osthügel mit Blick über den Fluss auf die Westwand – der beste Ort für ein Gesamtbild der Grotten.
Gartenanlage mit dem Grab des Dichters Bai Juyi auf dem Osthügel, mit Stelen und Pavillons.
Vom Nordeingang am Fluss entlang zu Binyang-Höhlen, Wanfo-Höhle, Lianhua-Höhle und Fengxian-Tempel; zum Schluss die Guyang-Höhle. Viele kurze Treppen.
Über die Brücke zum Osthügel mit weiteren Grotten, Xiangshan-Tempel und dem Grab Bai Juyis. Vom Hang aus zeigt sich die gesamte Westwand.
Beide Hügel mit Pausen, dazu die kleineren Höhlen abseits der Hauptwege. Für Fotografen lohnt der frühe Vormittag, wenn die Sonne auf der Westwand steht.
春Frühling
Mild und oft klar; im April lassen sich die Grotten mit der Pfingstrosenblüte in Luoyang verbinden.
夏Sommer
Heiß und schattenarm auf den Wegen; früh am Morgen kommen, Wasser und Kopfbedeckung mitnehmen.
秋Herbst
Die beste Jahreszeit: klare Luft, angenehme Temperaturen und warmes Licht auf der Westwand.
冬Winter
Kalt und ruhig, wenige Besucher. An klaren Tagen zeichnet das flache Licht die Figuren besonders scharf.
Der feste, feinkörnige Kalkstein erlaubte präzise Details, ist aber anfällig für Sickerwasser. Wasserabweisende Maßnahmen schützen heute die empfindlichsten Nischen.
Zwei Hügel stehen sich am Fluss gegenüber wie die Flügel eines Tores. Der alte Name Yique bedeutet „Tor am Yi“; später setzte sich „Drachentor“ durch.
Die meisten Höhlen liegen am Westhügel, dem Longmen Shan. Am Osthügel, dem Xiang Shan, finden sich weitere Grotten, der Xiangshan-Tempel und das Grab Bai Juyis.
494–534Nördliche Wei
Mit dem Umzug des Hofes nach Luoyang begannen Adelige und Mönche, Höhlen in den Westhügel zu schlagen. Die Guyang-Höhle und die Binyang-Höhlen stammen aus dieser Zeit.
618–907Tang-Dynastie
Unter den Tang entstanden die meisten Nischen. Für den Fengxian-Tempel stiftete Kaiserin Wu Zetian der Überlieferung nach Geld aus ihrem Kosmetikbudget.
Der Dichter Bai Juyi, der seine letzten Jahre in Luoyang verbrachte, wurde am Osthügel bestattet.
960–1911Song bis Qing
Nach der Tang-Zeit entstanden kaum neue Höhlen. Gelehrte der Qing-Zeit sammelten Abreibungen der Wei-Inschriften, die als „Zwanzig Stücke von Longmen“ berühmt wurden.
Die Wei-Buddhas sind schlank, mit langen Gesichtern und fließenden Gewändern. Tang-Figuren wirken rund, schwer und lebensnah – ein Spiegel des Geschmacks zweier Epochen.
Zwanzig Stifterinschriften der Nördlichen Wei, die meisten in der Guyang-Höhle, gelten als Musterbeispiele der kraftvollen Wei-Stele-Schrift.
Mehr dazu →Kaiser, Beamte, Mönche und einfache Familien ließen Nischen hauen und hielten in Inschriften ihre Wünsche für Eltern, Kinder und Verstorbene fest.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
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| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 龙门 | Lóngmén | „Drachentor“ |
| 石窟 | shíkū | Felsgrotte |
| 伊河 | Yī Hé | Yi-Fluss |
| 奉先寺 | Fèngxiān Sì | Fengxian-Tempel, große Nische der Tang |
| 卢舍那 | Lúshěnà | Vairocana, kosmischer Buddha |
| 龙门二十品 | Lóngmén èrshí pǐn | Zwanzig Inschriften von Longmen |
Die ersten Höhlen um 494, als die Nördlichen Wei ihre Hauptstadt nach Luoyang verlegten. Den Höhepunkt erreichten die Arbeiten unter den Tang; danach kamen nur noch wenige Nischen hinzu.
Der Vairocana-Buddha im Fengxian-Tempel, flankiert von Schülern, Bodhisattvas, Himmelskönigen und Wächtern. Die Gruppe entstand in der frühen Tang-Zeit.
Aus Luoyang mit Stadtbus oder Taxi. Wer mit dem Schnellzug anreist, steigt in Luoyang Longmen aus, das im Süden der Stadt liegt.
Für den Westhügel zwei bis drei Stunden, mit Osthügel, Xiangshan-Tempel und dem Grab Bai Juyis einen halben bis ganzen Tag.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
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