Tempelrundgang
Vom Bergtor zum Guanyin-Pavillon, hinauf auf die Galerien, dann durch die Nebenhöfe mit Reisepalast. Die Treppen im Pavillon sind steil und eng.
Historische Stätte · Tianjin
Dúlè Sì
Ein Holzbau aus dem 10. Jahrhundert, gebaut um eine Guanyin, die bis unter das Dach reicht: Der Dule-Tempel zeigt, wie weit die Zimmerleute der Liao ihre Kunst getrieben hatten.
Einer der ältesten erhaltenen Holzbauten Chinas mit mehrgeschossigem Aufbau. Die Säulen umschließen einen offenen Schacht, in dem die Figur vom Boden bis unter das Dach aufragt.
Die Tonfigur der Liao-Zeit trägt auf ihrem Scheitel zehn kleine Köpfe. Von der obersten Galerie aus sieht man ihr auf Augenhöhe ins Gesicht.
Das Eingangstor stammt ebenfalls von 984. Die Fischschwanz-Firstenden (鸱尾) gelten als die ältesten erhaltenen an ihrem ursprünglichen Platz; innen stehen zwei Wächterfiguren.
An den Innenwänden des Erdgeschosses erscheinen die Sechzehn Luohan mit Alltagsszenen. Die Malereien entstanden in der Yuan-Zeit, wurden in der Ming-Zeit übermalt und lagen später lange unter einer jüngeren Schicht verborgen.
Die große Tafel mit der Inschrift „Guanyin-Pavillon“ trägt die Signatur „Taibai“ und wird der Überlieferung nach Li Bai zugeschrieben.
Unter den Traufen tragen gestaffelte Holzkonsolen das weit ausladende Dach. Am Pavillon kommen viele verschiedene Konsolentypen vor – ein Lehrbuch der Liao-Zimmermannskunst.
Östlich der Haupthallen liegt der Hof, in dem Kaiser Qianlong auf dem Weg zu den Östlichen Qing-Gräbern übernachtete.
Vom Bergtor zum Guanyin-Pavillon, hinauf auf die Galerien, dann durch die Nebenhöfe mit Reisepalast. Die Treppen im Pavillon sind steil und eng.
Vom Tempel auf der Achse nach Süden zur Weißen Pagode des Guanyin-Tempels, einem Bau der Liao-Zeit, dann zum Trommelturm im Zentrum.
春Frühling
Mild und hell, gut für Tempel und Altstadt. Frühjahrswinde bringen gelegentlich Staub aus dem Norden.
夏Sommer
Warm und feucht; der Pavillon ist innen angenehm kühl. Am Wochenende kommen viele Ausflügler aus Tianjin und Peking.
秋Herbst
Die beste Zeit, auch für die Verbindung mit Huangyaguan und dem Pan Shan in den Bergen.
冬Winter
Kalt und trocken, kaum Besucher. Klare Wintertage bringen scharfes Licht auf Dach und Konsolen.
Die alte Kreisstadt liegt am Übergang von der Ebene zu den Bergen. Tempel, Pagode und Trommelturm bilden noch ein kleines historisches Zentrum.
8. Jh.Tang-Dynastie
Der Tempel bestand wohl schon unter den Tang. Eine Legende verbindet seinen Namen, „einsame Freude“, mit dem General An Lushan.
984Liao-Dynastie
Unter der Liao, einer Dynastie der Kitan im Norden, wurden Guanyin-Pavillon und Bergtor neu errichtet. Beide Bauten stehen bis heute.
1679Qing-Dynastie
Ein schweres Erdbeben zerstörte viele Gebäude der Region. Der Pavillon blieb dank seines elastischen Holzgefüges stehen.
18. Jh.Qing-Dynastie
Kaiser Qianlong ließ am Tempel einen Reisepalast einrichten, in dem er auf dem Weg zu den Kaisergräbern im Osten Station machte.
黄崖关长城
Der Mauerabschnitt im Yan-Gebirge nördlich der Stadt Jizhou ergänzt den Tempelbesuch zu einem Tagesausflug.
白塔
Die Pagode der Liao-Zeit steht südlich des Tempels auf derselben Achse und ist vom Pavillon aus zu sehen.
盘山
Ein Berg mit Kiefern, Felsen und Tempeln westlich der Stadt; Kaiser Qianlong besuchte ihn immer wieder.
Die Liao übernahmen die Bautradition der Tang und bewahrten sie, während sie im Süden weiterentwickelt wurde. Wenige Bauten dieser Zeit sind erhalten; der Dule-Tempel ist einer der wichtigsten.
Die Bodhisattva des Mitgefühls ist in China die meistverehrte buddhistische Gestalt. Die elf Köpfe stehen dafür, dass sie in alle Richtungen blickt und jedem Hilfe bringt.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 独乐寺 | Dúlè Sì | Tempel der einsamen Freude |
| 观音阁 | Guānyīn Gé | Guanyin-Pavillon |
| 辽 | Liáo | Liao-Dynastie der Kitan |
| 斗拱 | dǒugǒng | Konsolensystem im Holzbau |
| 山门 | shānmén | Bergtor, Tempeleingang |
| 泥塑 | nísù | Tonplastik |
Der Tempel geht vermutlich auf die Tang-Zeit zurück. Die beiden Hauptbauten, Guanyin-Pavillon und Bergtor, wurden 984 unter der Liao-Dynastie errichtet und sind seitdem erhalten.
Er ist einer der ältesten erhaltenen mehrgeschossigen Holzbauten Chinas und bewahrt Bautechniken der Tang-Tradition. Zudem steht die große Tonfigur bis heute an ihrem ursprünglichen Platz.
Per Bahn oder Fernbus nach Jizhou, dann mit Taxi oder Stadtbus ins Zentrum. Viele verbinden den Tempel mit Huangyaguan in den Bergen nördlich der Stadt.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
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