Pass und Kamm
Von der Passfestung über steile Stufen den Grat hinauf zum Phönixturm und zurück. Die Stufen sind unregelmäßig hoch, teils sehr steil.
Historische Stätte · Tianjin
Huángyáguān Chángchéng
Die Mauer klettert über Kämme aus gelblichem Fels, die in der Abendsonne aufleuchten: Am Gelben Klippenpass sicherten die Ming die Täler zwischen Ebene und Bergland.
Die Festung sperrt das Tal an der Stelle, wo die Mauer vom Kamm in die Talsohle hinabsteigt. Ein Wassertor lässt den Bach unter der Mauer hindurch.
Das Garnisonsdorf hinter dem Pass ist nach den acht Trigrammen angelegt. Die verwinkelten Gassen sollten Eindringlinge in die Irre führen.
Ein großer Wachturm auf dem Grat über dem Pass, von dem aus sich der Mauerverlauf nach beiden Seiten überblicken lässt.
Der Legende nach stifteten Witwen gefallener Soldaten das Geld für diesen Turm. Er steht im Abschnitt Taipingzhai und ist ein beliebter Rastpunkt auf dem Weg nach oben.
Ein kleiner Tempel auf einer Anhöhe über dem Tal, dem Nordsterngott geweiht, mit Blick auf Pass und Mauer.
Ein weiterer restaurierter Mauerabschnitt im selben Gebiet mit eigenem Zugang. Die Türme stehen hier dicht, der Weg ist steil, aber kürzer.
Am Pass zeigen ein kleines Museum Bautechnik und Waffen der Grenzverteidigung, ein Stelenwald Gedichte über die Mauer in verschiedenen Schriftstilen. Am Hang steht eine große Statue Qi Jiguangs.
Von der Passfestung über steile Stufen den Grat hinauf zum Phönixturm und zurück. Die Stufen sind unregelmäßig hoch, teils sehr steil.
Ein flacher Rundgang durch die Gassen der Garnisonsstadt und zum Museum am Pass – gut für alle, die die Mauer nur von unten sehen möchten.
Ein eigener Mauerabschnitt mit dichter Turmfolge und separatem Zugang. Wer mehr Zeit hat, verbindet beide Zugänge an einem Tag.
春Frühling
Aprikosen- und Pfirsichblüte an den Hängen, trockene Luft. Frühjahrswind kann auf dem Grat stark und staubig sein.
夏Sommer
Grüne Berge und angenehmere Temperaturen als in der Ebene, aber heiße Mittagsstunden auf dem schattenlosen Grat.
秋Herbst
Die beste Zeit: klare Sicht und rot gefärbtes Laub an den Hängen, gutes Abendlicht auf den gelben Klippen.
冬Winter
Kalt und windig, gelegentlich Schnee auf der Mauer. Kaum Besucher, aber vereiste Stufen – nur mit gutem Schuhwerk.
Der Pass verdankt seinen Namen den gelblichen Felsen am Osthang. Bei tief stehender Sonne leuchten sie golden auf – ein seit Langem gerühmtes Abendbild.
Das Yan-Gebirge trennt die Nordchinesische Ebene vom Hochland im Norden. Seine Kämme bestimmten den Verlauf der Mauer, die Pässe die Lage der Festungen.
Jizhou ist der einzige gebirgige Teil der sonst flachen Stadtprovinz Tianjin. Wald, Stauseen und Obstgärten prägen die Täler.
6. Jh.Nördliche Qi
Die Nördliche Qi ließ im Yan-Gebirge eine Grenzmauer errichten; an diesem Pass entstand eine erste Befestigung.
1368–1644Ming-Dynastie
Unter den Ming gehörte der Pass zur Verteidigungszone von Jizhou, die Peking nach Osten und Norden schützte.
1568–1583Ming-Dynastie
Qi Jiguang befehligte die Garnison von Jizhou. Er ließ die Mauer mit Ziegeln verstärken und hohle Wachtürme bauen, in denen Soldaten und Vorräte Platz fanden.
1644–1911Qing-Dynastie
Mit der Qing lag der Pass im Inneren des Reiches und verlor seine militärische Bedeutung. Die Mauer verfiel an vielen Stellen.
独乐寺
Der Tempel in der Stadt Jizhou besitzt einen Holzpavillon der Liao-Zeit mit einer der größten Tonfiguren Chinas.
盘山
Ein Berg mit Granitfelsen, Kiefern und Tempeln westlich der Stadt Jizhou. Kaiser Qianlong kam oft hierher und ließ einen Reisepalast bauen.
In den Dörfern am Fuß der Mauer kochen Gasthöfe mit Pilzen, Wildkräutern, Eiern aus dem Hof und Hirse- oder Maisfladen.
Die Türme der späten Ming-Zeit sind innen begehbar, mit Gewölben und Schießscharten. Sie dienten als Unterkunft, Lager und Kampfstand zugleich.
Rauch bei Tag und Feuer bei Nacht meldeten Angriffe über die Türme weiter. Die Zahl der Feuer zeigte die Größe des Gegners an.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 长城 | Chángchéng | Große Mauer |
| 黄崖关 | Huángyáguān | „Pass der gelben Klippen“ |
| 关城 | guānchéng | Passfestung |
| 敌台 | dítái | Wachturm |
| 八卦 | bāguà | die acht Trigramme |
| 蓟州 | Jìzhōu | Jizhou, Bezirk in Tianjin |
| 戚继光 | Qī Jìguāng | Ming-General, Mauerbauer |
Ja. Die Große Mauer wurde 1987 als Ganzes in die UNESCO-Liste aufgenommen; Huangyaguan ist einer ihrer Abschnitte im Yan-Gebirge.
Die Wege auf dem Grat sind kurz, aber steil, mit ungleichmäßigen Stufen. Mit normaler Kondition und Pausen gut machbar; für Knieprobleme eher die flachen Wege im Tal wählen.
Am besten mit dem Dule-Tempel in der Stadt Jizhou und, bei zwei Tagen, mit dem Pan Shan. In Jizhou gibt es Unterkünfte für eine Übernachtung.
Weniger als die Abschnitte nördlich von Peking. An Feiertagen und sonnigen Herbstwochenenden wird es dennoch lebhaft.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
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