Altstadt潮州古城
Das Viertel innerhalb der Stadtmauer mit der Paifang-Straße, engen Gassen, Ahnenhallen und Wohnhöfen mit reich geschnitzten Giebeln.
Bezirksfreie Stadt · Guangdong
Cháozhōu
Eine der besterhaltenen Altstädte Südchinas: Ehrenbögen über der Hauptstraße, eine Brücke aus Stein und Booten, und in jedem Hof ein Teetisch für den Gongfu-Tee.
Das Viertel innerhalb der Stadtmauer mit der Paifang-Straße, engen Gassen, Ahnenhallen und Wohnhöfen mit reich geschnitzten Giebeln.
Gegenüber der Altstadt liegen der Han-Berg (韩山) und der Han-Wen-Gong-Tempel; die Guangji-Brücke verbindet beide Ufer.
Der ländliche Bezirk im Norden reicht bis in die Teeberge von Fenghuang, wo der Phoenix-Dancong-Oolong wächst.
Chaozhou gehört zur Provinz Guangdong (广东). Die Übersichtsseite ordnet Landschaft, Geschichte und die übrigen Orte ein.
Der Fluss kommt aus den Bergen Fujians und Ostguangdongs, fließt an der Altstadt vorbei und bildet vor Shantou ein Delta.
Nebelreiche Berge im Norden der Stadt mit alten Teebäumen, von denen jeder Stamm einen eigenen Tee liefern kann.
Subtropisch und feucht, mit milden Wintern, langen Sommern und Taifunen vom Meer zwischen Juli und September.
591Sui-Dynastie
Die Präfektur erhielt den Namen Chaozhou, „Gezeitenland“, nach den Fluten, die vom nahen Meer aus in die Flussmündungen drangen.
Der Gelehrte Han Yu wurde als Präfekt hierher versetzt. In wenigen Monaten förderte er Schulen und Deichbau; Fluss und Berg am Ostufer tragen seither seinen Namen.
1171Südliche Song
Der Präfekt ließ eine Schiffsbrücke über den Han-Fluss legen. In den folgenden Jahrzehnten wuchsen von beiden Ufern Steinpfeiler; die Lücke in der Mitte schlossen Boote, die sich zur Durchfahrt lösen ließen.
15.–19. Jh.Ming- und Qing-Dynastie
Chaozhou-Kaufleute handelten mit Reis, Zucker und Stoffen bis nach Siam. Ihr Wohlstand floss in Ahnenhallen, Ehrenbögen und Schnitzwerk der Altstadt.
广济桥
Steinpfeiler mit Pavillons auf beiden Seiten, in der Mitte eine Kette aus Booten: Die Brücke zählt zu den berühmtesten alten Brücken Chinas. Tagsüber sind die Boote verbunden, abends wird der Mittelteil gelöst.
开元寺
Buddhistischer Tempel aus der Tang-Zeit mitten in der Altstadt, mit steinernen Laternen, alten Glocken und einer ruhigen Folge von Höfen.
牌坊街
Die Hauptstraße der Altstadt wird von einer Reihe steinerner Ehrenbögen überspannt; darunter Arkaden mit Teeläden, Garküchen und Werkstätten.
韩文公祠
Gedenktempel für Han Yu am Hang gegenüber der Altstadt, mit Stelen und Blick über den Fluss und die Brücke.
广济门
Ein Abschnitt der Mauer zieht sich am Flussufer entlang; das Torhaus am Brückenkopf bietet einen Rundblick über Dächer und Fluss.
己略黄公祠
Eine kleine Ahnenhalle einer Familie Huang aus der späten Qing-Zeit, berühmt für vergoldete Holzschnitzereien mit vielschichtigen Figurenszenen.
Gans, stundenlang in einer Würzbrühe mit Galgant, Sternanis und Sojasauce gegart, in Scheiben mit Knoblauch-Essig serviert.
Das Fleisch wird mit Stäben zu einer Masse geschlagen, bis die Bällchen fest und elastisch werden; gegessen in klarer Brühe.
Gedämpfte Klöße aus Reismehl in vielen Formen, gefüllt mit Gemüse, Erdnüssen oder Klebreis – zu Festen in Holzmodeln geformt.
Kleine Austern in einem Teig aus Süßkartoffelstärke und Ei, knusprig gebraten und mit Fischsauce gegessen – eng verwandt mit dem Omelett aus Fujian.
Mehr dazu →Drei kleine Schalen, eine winzige Kanne und Oolong, oft Phoenix Dancong: In Chaozhou wird so zu Hause, im Laden und am Straßenrand Tee getrunken.
Mehr dazu →Gesungen im Teochew-Dialekt, mit feinen Frauen- und Clownrollen und einer Musik, in der Saiteninstrumente und Trommeln führen.
Mehr dazu →Mehrschichtig durchbrochene, oft vergoldete Schnitzereien schmücken Ahnenhallen, Altäre und Möbel.
Die Stickerei arbeitet mit Goldfäden und erhabenen Motiven; in Fengxi wird seit Jahrhunderten Porzellan gebrannt.
Mehr dazu →Porzellan für Haushalt und Hotel sowie Sanitärkeramik sind die wichtigsten Industrien der Stadt.
Anbau und Verarbeitung von Phoenix Dancong in den Bergen von Fenghuang; Teehändler und Teegerätwerkstätten prägen die Altstadt.
Schnitzerei, Stickerei und die Altstadt ziehen Besucher an und sichern Werkstätten ihr Auskommen.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 潮州 | Cháozhōu | „Gezeitenland“ |
| 潮汕 | Cháoshàn | Region Chaozhou–Shantou |
| 工夫茶 | gōngfu chá | Gongfu-Tee |
| 凤凰单丛 | Fènghuáng dāncóng | Phoenix Dancong |
| 广济桥 | Guǎngjì Qiáo | Guangji-Brücke |
| 牌坊 | páifāng | Ehrenbogen |
| 潮剧 | Cháojù | Chaozhou-Oper |
| 卤鹅 | lǔ'é | geschmorte Gans |
Die Altstadt ist ungewöhnlich vollständig erhalten: Stadtmauer, Ehrenbögen, Ahnenhallen und die Guangji-Brücke. Dazu kommt eine eigene Kultur mit Sprache, Oper, Küche und Teetradition.
Eine Art, Oolong in kleiner Kanne mit viel Blatt und kurzen Aufgüssen zu bereiten. Der Tee wird in drei winzigen Schalen gereicht. In Chaozhou ist er fester Teil des Alltags und der Gastfreundschaft.
Nein. Die Region spricht Teochew, einen Min-Dialekt, der dem Hokkien in Fujian verwandt ist. Hochchinesisch wird überall verstanden.
Ein voller Tag reicht für Altstadt, Brücke und Kaiyuan-Tempel. Wer die Teeberge von Fenghuang besuchen oder Shantou anschließen will, plant zwei bis drei Tage.
Provinz
Perlflussdelta, Guangzhou und Shenzhen — Chinas größte Provinzwirtschaft und Heimat des Kantonesischen.
Stadt · Guangdong
Wo der Han-Fluss ins Meer mündet, wuchs aus einem Fischerort der Hafen der Chaoshan-Region. Von hier fuhren Dschunken nach Südostasien – und in den Arkaden brodelt heute der Rindfleischtopf.
Tee
Tieguanyin, Felsentees aus Wuyi, Dancong — halbfermentiert zwischen Grün und Schwarz.
Oper
Peking-Oper und regionale Opernformen.
Genuss
Die acht großen Regionalküchen, ihre Signaturgerichte und Rezepte zum Nachkochen.