Am Heilong Jiang黑龙江
Der Fluss ist hier breit und ruhig, mit Sandbänken und Auwald. Im Winter trägt eine dicke Eisdecke; im Frühjahr treiben Eisschollen flussabwärts.
Bezirksfreie Stadt · Heilongjiang
Hēihé
Am breiten, dunklen Strom im Norden liegt eine Stadt mit langen Uferwegen. Im Hinterland dampfen im Winter Mineralquellen zwischen erstarrter Lava, und in den Wäldern leben die Oroqen.
Heihe gehört zur Provinz Heilongjiang (黑龙江). Die Übersichtsseite ordnet Landschaft, Geschichte und die übrigen Orte ein.
Der Fluss ist hier breit und ruhig, mit Sandbänken und Auwald. Im Winter trägt eine dicke Eisdecke; im Frühjahr treiben Eisschollen flussabwärts.
Im Süden des Stadtgebiets stehen junge Vulkankegel auf einer Ebene. Lavaströme stauten einen Fluss zu einer Kette aus fünf Seen.
Mehr dazu →Lange, sehr kalte Winter mit trockener, klarer Luft; kurze, warme Sommer. Der Fluss ist oft ein halbes Jahr lang zugefroren.
1683Qing-Dynastie
Die Qing richteten den Posten des Heilongjiang-Generals ein; sein erster Sitz lag in Aihui am Fluss. Mandschu- und Daur-Soldaten mit ihren Familien siedelten in der Garnison.
1690Qing-Dynastie
Der Sitz des Generals zog nach Mergen, dem heutigen Nenjiang, das heute ebenfalls zu Heihe gehört. Von dort ging er wenige Jahre später nach Qiqihar.
18.–19. Jh.Qing-Dynastie
Poststationen verbanden die Garnisonen am Fluss mit dem Süden. Oroqen und Daur lieferten Pelze als Tribut und handelten mit Getreide und Tuch.
1880–1911Späte Qing-Zeit
Aus dem Dorf Heihe wurde ein Handelsplatz für Gold, Holz, Getreide und Waren, die auf dem Fluss verschifft wurden.
五大连池
Vulkankegel, Lavafelder, fünf aufgestaute Seen und Mineralquellen – ein UNESCO-Geopark im Süden des Stadtgebiets.
黑河滨江公园
Ein langer Park am Heilong Jiang mit Wegen, Skulpturen und Aussichtspunkten; im Sommer Treffpunkt für Spaziergänger, im Winter Blick über die weite Eisfläche.
新生鄂伦春族乡
Die Gemeinde im Bezirk Aihui pflegt die Jägerkultur der Oroqen mit Kleidung aus Rehfell und Gefäßen aus Birkenrinde; im Juni wird das Lagerfeuerfest gefeiert.
Kaltwasserfische wie Lenok, Hecht und Wels werden geschmort, gegrillt oder als Eintopf im Eisentopf gegart.
Bäckereien verkaufen große, runde Brote, dazu gibt es geräucherte Wurst und Kwass.
Das kohlensäurehaltige Quellwasser schmeckt leicht metallisch; vor Ort kocht man damit auch Tofu und Tee.
Das Jägervolk der Wälder ist für Kleidung aus Rehfell, Mützen mit Rehkopf, Birkenrindenboote und Erzählgesang bekannt. Das Lagerfeuerfest im Juni ist ihr wichtigstes Fest.
Nachfahren der Garnisonsfamilien leben in Dörfern um Aihui. Sie bewahren Lieder, Festbräuche und Speisen, etwa Hirsegerichte und Blutwurst.
Zum Drachenbootfest kommen Besucher zu den Quellen, um vor Sonnenaufgang Mineralwasser zu trinken – ein Brauch, der auf Mongolen und Daur der Region zurückgeführt wird.
Mehr dazu →Auf gefrorenen Seen und Testgeländen erproben Autohersteller im Winter Fahrzeuge, Batterien und Reifen bei starkem Frost.
Sojabohnen, Weizen und Mais prägen die Ebenen um Nenjiang und Bei'an; die Region ist ein Anbaugebiet für Sojabohnen.
Handel über den Fluss, Mineralwasser aus Wudalianchi und Tourismus zu Vulkanen und Quellen sind wichtige Einnahmequellen.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 黑河 | Hēihé | Heihe |
| 瑷珲 | Àihuī | Aihui, alte Qing-Garnison |
| 墨尔根 | Mò'ěrgēn | Mergen, heute Nenjiang |
| 五大连池 | Wǔdàliánchí | Wudalianchi, „fünf verbundene Seen“ |
| 鄂伦春族 | Èlúnchūnzú | Oroqen |
| 篝火节 | Gōuhuǒ Jié | Lagerfeuerfest |
| 桦树皮 | huàshùpí | Birkenrinde |
Für die Lage am Heilong Jiang, die Vulkanseen und Mineralquellen von Wudalianchi, die Kultur der Oroqen, die Qing-Garnison Aihui und die Kältetests der Autoindustrie.
Mit Bus oder Mietwagen nach Süden; alternativ mit dem Zug nach Bei'an und von dort weiter. Wudalianchi hat außerdem einen eigenen Flughafen.
Im Juni, mit Tänzen, Liedern, Reiterspielen und einem großen Feuer am Abend. Termine und Programm vorab bei Unterkünften in der Region erfragen.
Für Wanderungen an Vulkanen und Quellen Juni bis September; für Eis, Schnee und klare Wintertage Januar und Februar.
Provinz
Die nördlichste Provinz Chinas ist ein Land der langen Winter: Eisskulpturen in Harbin, Kiefernwälder im Hinggan, Vulkanseen und Schilfmarschen, in denen Rotkronenkraniche brüten.
Stadt · Heilongjiang
Hier endet China nach Norden: Lärchenwald bis zum Horizont, Blockhäuser am Heilong Jiang und im Juni Nächte, in denen es kaum dunkel wird.
Stadt · Heilongjiang
Vor den Toren der Stadt staksen Rotkronenkraniche durch das Schilf von Zhalong. In der Stadt selbst erinnern Parks und eine Moschee aus der Qing-Zeit daran, dass hier lange der Norden verwaltet wurde.
Feste
Frühlingsfest, Mondfest, Drachenbootfest und der Festkalender.