Großer und Kleiner Hinggan大兴安岭 · 小兴安岭
Im Nordwesten zieht der Große Hinggan mit Lärchenwäldern bis nach Mohe, in der Mitte der Kleine Hinggan mit Koreakiefern und Mischwald. Zusammen bilden sie eines der großen Waldgebiete Chinas.
Provinz · Nordostchina
Hēilóngjiāng
Die nördlichste Provinz Chinas ist ein Land der langen Winter: Eisskulpturen in Harbin, Kiefernwälder im Hinggan, Vulkanseen und Schilfmarschen, in denen Rotkronenkraniche brüten.
Harbin哈尔滨
Hauptstadt am Songhua, als Bahnknoten ab 1898 gewachsen; Zentralstraße, Sophienkirche und das Eis- und Schneefestival.
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Qiqihar齐齐哈尔
Alter Sitz der Qing-Verwaltung am Nen-Fluss, Tor zum Kranich-Reservat Zhalong, bekannt für Grillfleisch vom Eisenblech.
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Mudanjiang牡丹江
Stadt im bergigen Südosten mit Jingpo-See, den Ruinen der Bohai-Hauptstadt bei Ning'an und dem Schneedorf Xuexiang.
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Mohe漠河
Nördlichster Ort Chinas im Großen Hinggan: weiße Nächte im Juni, eisige Winter, das Dorf Beiji am Heilong Jiang.
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Yichun伊春
Waldstadt im Kleinen Hinggan mit Koreakiefern, Granitfelsen am Tangwang-Fluss und Dinosaurierfunden bei Jiayin.
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Heihe黑河
Flussstadt am Heilong Jiang im Norden, Ausgangspunkt für Wudalianchi und die Dörfer der Oroqen.
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Daqing大庆
Stadt auf einem der größten Ölfelder Chinas, zwischen Seen und Salzwiesen der Songnen-Ebene.
Jiamusi佳木斯
Zentrum der Sanjiang-Ebene im Osten; im Umland leben die Hezhe mit ihrer Fischer- und Erzähltradition.
Jingpo-See
Ein Fluss, von Lava aufgehalten: Zwischen bewaldeten Ufern liegt ein langer, stiller See, der an seinem Ende über eine Basaltkante in eine dunkle Schlucht stürzt.
Naturreservat Zhalong
Im Frühjahr hallen die Trompetenrufe der Kraniche über das Schilf. Paare tanzen mit gespreizten Flügeln, und über den flachen Seen ziehen Gänse, Reiher und Enten nach Norden.
Wudalianchi
Schwarze Lavaschollen, auf denen erst Flechten und dann Birken Fuß fassen, Kegel aus rotbrauner Schlacke und fünf Seen wie Perlen an einer Schnur – eine Landschaft, die vor wenigen Jahrhunderten noch glühte.
Jin-Hauptstadt Shangjing
Auf flachem Ackerland südöstlich von Harbin ziehen sich grasbewachsene Erdwälle durch die Felder. Hier regierten die ersten Kaiser der Jin, bevor sie ihre Hauptstadt nach Süden verlegten.
Im Nordwesten zieht der Große Hinggan mit Lärchenwäldern bis nach Mohe, in der Mitte der Kleine Hinggan mit Koreakiefern und Mischwald. Zusammen bilden sie eines der großen Waldgebiete Chinas.
Im Westen breitet sich die Ebene von Songhua und Nen aus, im Osten die Ebene der drei Flüsse Heilong Jiang, Songhua und Ussuri. Beide tragen fruchtbare Schwarzerde und weite Feuchtgebiete.
Der Heilong Jiang fließt dunkel und breit durch Taiga und Auwälder im Norden. Im Winter friert er monatelang zu, im Frühjahr bricht das Eis mit lautem Krachen auf.
Junge Vulkane und Lavafelder bei Wudalianchi und am Jingpo-See zeugen von Ausbrüchen, die Flüsse zu Seen aufstauten. Mineralquellen und Kraterwälder gehören dazu.
Lange, trockene und sehr kalte Winter, kurze warme Sommer mit Regen im Juli und August. Im hohen Norden sind die Nächte um die Sommersonnenwende kaum dunkel.
5.–4. Jt. v. Chr.Jungsteinzeit
Bei Ang'angxi nahe Qiqihar fanden Archäologen Steinwerkzeuge, Knochengeräte und Keramik von Fischern und Jägern am Nen-Fluss – eine der frühen Kulturen der Region.
698–926Bohai-Reich
Das Reich Bohai legte bei Ning'an seine Hauptstadt Shangjing Longquanfu an, im Schachbrettplan nach dem Vorbild von Chang'an. Die Kitan der Liao beendeten das Reich 926.
1115–1153Jin-Dynastie
Der Jurchen-Fürst Wanyan Aguda gründete die Jin und machte Huining bei Acheng zur Oberen Hauptstadt. Von hier aus eroberten die Jin das Liao-Reich und Nordchina.
1127–1135Jin und Song
Nach dem Fall von Kaifeng wurden die Song-Kaiser Huizong und Qinzong in den Norden gebracht. Huizong starb in der Gefangenschaft in Wuguocheng, dem heutigen Yilan.
1683–1699Qing-Dynastie
Die Qing richteten den Posten des Heilongjiang-Generals ein. Sein Sitz wanderte von Aihui über Mergen, das heutige Nenjiang, nach Qiqihar.
17.–19. Jh.Qing-Dynastie
Ninguta bei Ning'an war ein gefürchteter Verbannungsort. Verbannte Gelehrte brachten Bildung, Bücher und Anbautechniken in den Norden und hielten die Härte des Lebens in Gedichten fest.
1860–1903Späte Qing-Zeit
Die Qing öffneten den Nordosten für Siedler aus Shandong und Hebei. Bei Mohe entstand in den 1880er Jahren eine Goldmine; ab 1898 wuchs mit dem Bahnbau Harbin.
1907–1911Provinz Heilongjiang
1907 wurde Heilongjiang Provinz mit Sitz in Qiqihar. Im Winter 1910/11 bekämpfte der Arzt Wu Lien-teh in Harbin die Lungenpest mit Masken, Quarantäne und Einäscherung.
中央大街 · 圣索菲亚教堂
Harbins Flaniermeile mit Kopfsteinpflaster und Fassaden von Barock bis Jugendstil; nahebei die Backsteinkirche mit grüner Zwiebelkuppel im byzantinischen Stil.
镜泊湖
Von Lava aufgestauter See im Tal des Mudan-Flusses, mit dem Wasserfall Diaoshuilou am Abfluss und Kraterwäldern in den Bergen dahinter.
扎龙自然保护区
Schilfmarschen bei Qiqihar, in denen Rotkronenkraniche brüten und im Frühjahr und Herbst Zugvögel rasten.
五大连池
Fünf durch Lavaströme aufgestaute Seen, Vulkankegel, erstarrte Lavafelder und Mineralquellen – ein UNESCO-Geopark im Norden der Provinz.
金上京会宁府遗址
Erdwälle und Palastfundamente der ersten Jin-Hauptstadt bei Acheng, dazu ein Museum zur Kultur der Jurchen.
渤海国上京龙泉府遗址
Mauerreste, Palastfundamente und eine steinerne Laterne aus Basalt bei Ning'an erinnern an die Hauptstadt des Bohai-Reiches.
北极村
Blockhäuser, Birken und das Ufer des Heilong Jiang: das Dorf ganz im Norden, in dem man um die Sommersonnenwende die hellen Nächte erlebt.
亚布力滑雪场
In den bewaldeten Hängen des Zhangguangcai-Gebirges südöstlich von Harbin liegt das bekannteste Wintersportgebiet des Nordostens, mit Pisten, Liften und langer Schneesaison.
赫哲族渔村
Um Tongjiang und in Jiejinkou, nahe dem Zusammenfluss von Songhua und Heilong Jiang, zeigen Dörfer der Hezhe Fischfang, Kleidung aus Fischhaut und den Erzählgesang Yimakan.
Großzügige Portionen, Schmorgerichte aus dem Eisentopf, Sauerkraut, Kartoffeln, Pilze und Glasnudeln – eine Küche für lange Winter.
Mehr dazu →Dünne Schweinefleischscheiben in knusprigem Stärketeig, mit süß-saurer Sauce glasiert. Das Gericht soll in der späten Qing-Zeit in Harbin entstanden sein.
Hähnchen, mit getrockneten Waldpilzen und Glasnudeln lange geschmort – eines der bekanntesten Hausgerichte des Nordostens.
Der Reis aus Wuchang und von den Lavaböden bei Ning'an ist in ganz China gefragt. Zu Neujahr kommen Jiaozi mit Sauerkraut und Schweinefleisch auf den Tisch.
Mehr dazu →Aus Eisblöcken vom Songhua entstehen in Harbin jeden Winter beleuchtete Paläste, Laternen und Skulpturen. Die Tradition der Eislaternen stammt aus dem ländlichen Nordosten.
Durch den Bahnbau entstand eine Stadt mit Kirchen, Geschäftshäusern und Villen in russischen und europäischen Stilen. In Daowai mischen sich europäische Fassaden mit chinesischen Innenhöfen.
Die Hezhe am Unterlauf von Songhua und Ussuri waren Fischer. Ihre gesungenen Heldenerzählungen, das Yimakan, stehen seit 2011 auf der UNESCO-Liste des dringend zu schützenden immateriellen Erbes.
Die Oroqen lebten als Jäger in den Hinggan-Wäldern. Bekannt sind ihre Gefäße und Boote aus Birkenrinde, Mützen aus Rehfell und das Lagerfeuerfest im Juni.
Die Daur um Qiqihar pflegen das Hockeyspiel Beikou und eigene Lieder. Die Mandschu, Nachfahren der Jurchen, bewahren Sprache, Feste und Speisen in Dörfern um Harbin und Ning'an.
Das Duett aus Gesang, Tanz und schlagfertigen Dialogen mit Fächer und Tuch ist die volkstümlichste Bühnenkunst des Nordostens.
Mehr dazu →Auf der Schwarzerde von Songnen- und Sanjiang-Ebene wachsen Reis, Mais und Sojabohnen in Großbetrieben. Der Reis aus Wuchang gilt als einer der besten Chinas.
Das Ölfeld von Daqing ist eines der ältesten großen Förderfelder Chinas; PetroChina betreibt dort Förderung und Raffinerien.
Firmenprofil →Harbin baut Turbinen, Generatoren und Kessel für Kraftwerke, Qiqihar schwere Pressen, Werkzeugmaschinen und Güterwagen.
Aus den Hinggan-Wäldern kommen heute vor allem Pilze, Pinienkerne, Heidelbeeren und Honig; dazu Milchwirtschaft auf den Weiden im Westen.
Eisfestival in Harbin, Skigebiete wie Yabuli und das Schneedorf Xuexiang machen den Winter zur Hauptsaison der Provinz.
Flughäfen
Bahn
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| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 黑 | hēi | Kürzel der Provinz Heilongjiang |
| 黑龙江 | Hēilóng Jiāng | „Schwarzer-Drache-Fluss“, der Amur |
| 松花江 | Sōnghuā Jiāng | Songhua-Fluss |
| 兴安岭 | Xīng'ānlǐng | Hinggan-Gebirge |
| 黑土地 | hēitǔdì | Schwarzerde |
| 冰灯 | bīngdēng | Eislaterne |
| 丹顶鹤 | dāndǐnghè | Rotkronenkranich |
| 女真 | Nǚzhēn | Jurchen, Gründer der Jin |
| 伊玛堪 | yīmǎkān | Erzählgesang der Hezhe |
Für lange, kalte Winter und das Eis- und Schneefestival in Harbin, für die Architektur der Harbiner Innenstadt, die Kraniche von Zhalong, Vulkanseen wie Wudalianchi und Jingpo, die Wälder des Hinggan sowie für Reis, Sojabohnen und Erdöl aus Daqing.
Harbin am Songhua-Fluss. In der späten Qing-Zeit saß die Verwaltung der Provinz in Qiqihar.
Die Provinz ist nach dem Heilong Jiang benannt, dem „Schwarzer-Drache-Fluss“, den man in Europa als Amur kennt. Das Kürzel 黑 bedeutet „schwarz“.
Wer Eis und Schnee erleben will, reist im Januar oder Februar nach Harbin und Mudanjiang. Für Seen, Wälder, Kraniche und die hellen Nächte in Mohe sind Juni bis September am schönsten.
Guobaorou, Hähnchen mit Waldpilzen, Schmorgerichte aus dem Eisentopf, Jiaozi mit Sauerkraut, Flussfisch und in Harbin Räucherwurst, großes Brot und Kwass nach russischer Art.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
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Geographie
Provinzen, Klima, Landschaften, Bevölkerung.
Geographie
Heilige Berge, Nationalparks, Schluchten, Seen und Welterbe – mit Wegen, Jahreszeiten und Anreise.
Provinz
Von hier aus zogen die Mandschu nach Peking: Liaoning verbindet die Paläste und Gräber der frühen Qing mit Seehäfen am Gelben Meer, Stahlstädten und der Grenze am Yalu.
Genuss
Die acht großen Regionalküchen, ihre Signaturgerichte und Rezepte zum Nachkochen.
Oper
Peking-Oper und regionale Opernformen.