Großer Hinggan大兴安岭
Sanfte Bergrücken, bedeckt mit Dahurischer Lärche, Kiefern und Birken. Der Boden ist vielerorts dauerhaft gefroren; im Sommer tauen nur die oberen Schichten auf.
Kreisfreie Stadt im Bezirk Großer Hinggan · Heilongjiang
Mòhé
Hier endet China nach Norden: Lärchenwald bis zum Horizont, Blockhäuser am Heilong Jiang und im Juni Nächte, in denen es kaum dunkel wird.
Mohe gehört zur Provinz Heilongjiang (黑龙江). Die Übersichtsseite ordnet Landschaft, Geschichte und die übrigen Orte ein.
Sanfte Bergrücken, bedeckt mit Dahurischer Lärche, Kiefern und Birken. Der Boden ist vielerorts dauerhaft gefroren; im Sommer tauen nur die oberen Schichten auf.
Westlich von Mohe entsteht der Heilong Jiang aus zwei Quellflüssen. Er windet sich in weiten Schleifen durch Auwald; die Flussbiegung bei Xing'an gilt als eine der schönsten.
Sehr lange, trockene Winter mit extremem Frost, kurze Sommer mit langen Tagen. Mohe gehört zu den kältesten Orten Chinas.
17.–18. Jh.Qing-Dynastie
Die Wälder waren Jagdgebiet von Oroqen und Ewenken, die Pelze als Tribut an den Qing-Hof lieferten. Feste Siedlungen gab es kaum.
1880er JahreGoldmine
Die Qing ließen bei Mohe eine Goldmine anlegen, geleitet von Li Jinyong. Am Bach „Yanzhi Gou“ strömten Goldsucher, Händler und Wirtsleute zusammen.
späte Qing-ZeitGoldstraße
Eine Kette von Poststationen verband die Mine durch den Wald mit Mergen, dem heutigen Nenjiang. Über diesen Weg liefen Gold, Post und Versorgung.
北极村
Blockhäuser, Birkenhaine und Ufer am Heilong Jiang; Markierungen für den nördlichsten Punkt, das nördlichste Haus und die nördlichste Post laden zum Foto ein.
北红村
Das ruhigere Nachbardorf liegt noch etwas weiter nördlich am Fluss, mit Holzhäusern, Gemüsegärten und Blick über die Auwälder.
胭脂沟
Am Ort der alten Goldmine erinnern Nachbauten, Waschrinnen und eine Ausstellung an den Goldrausch. Der Name „Rougegraben“ spielt auf die Legende an, das Gold habe Schminke für den Hof bezahlt.
龙江第一湾
Von einem Aussichtspunkt blickt man auf eine weite Schleife des Flusses um eine bewaldete Halbinsel – bei Sonnenuntergang besonders eindrucksvoll.
Im August reifen im Wald Heidelbeeren und Preiselbeeren. Sie werden frisch gegessen, zu Saft, Wein und Marmelade verarbeitet.
Lenok, Äsche und Hecht aus dem klaren Fluss werden gegrillt, geschmort oder als Suppe serviert.
Im großen Eisentopf schmoren Fisch oder Huhn mit Kartoffeln, Pilzen und Maisfladen am Topfrand – das wärmende Essen der langen Winter.
Um den 21. Juni feiert Mohe das Fest der Sommersonnenwende mit Konzerten, Lagerfeuern und nächtlichen Spaziergängen in der Dämmerung.
Mohe ist einer der wenigen Orte Chinas, an denen Polarlichter zu sehen sind. Sie treten selten und unvorhersehbar auf, am ehesten in klaren Nächten bei hoher Sonnenaktivität.
Die Jägervölker des Hinggan fertigten Gefäße aus Birkenrinde und Zelte aus Stangen und Fellen. Museen in der Region zeigen ihre Geräte.
Früher lebte Mohe vom Holzeinschlag. Heute stehen Schutz der Wälder, Beeren, Pilze und Heilpflanzen im Vordergrund.
Sommersonnenwende und Wintererlebnis mit Schnee und Frost bringen die meisten Gäste; im Dorf Beiji leben viele Familien von Gästehäusern.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 漠河 | Mòhé | Mohe |
| 北极村 | Běijí Cūn | „Nordpol-Dorf“ Beiji |
| 大兴安岭 | Dà Xīng'ānlǐng | Großer Hinggan |
| 极光 | jíguāng | Polarlicht |
| 白夜 | báiyè | helle Nacht |
| 胭脂沟 | Yānzhī Gōu | „Rougegraben“, alte Goldmine |
| 落叶松 | luòyèsōng | Lärche |
Ja, aber selten und nicht planbar. Die Chancen steigen in klaren, dunklen Nächten bei hoher Sonnenaktivität. Wer nur wegen des Polarlichts anreist, sollte die Erwartungen niedrig halten.
Um die Sommersonnenwende im Juni für helle Nächte und das Sommerfest, im Winter für Schnee und Frost. Frühling und Herbst sind kurz.
Per Flug nach Mohe Gulian, meist über Harbin, oder mit dem Nachtzug aus Harbin oder Qiqihar. Nach Beiji fahren Busse und Taxis.
Mohe gilt als einer der kältesten Orte Chinas. Im Januar herrscht wochenlang strenger Frost; ohne Polarkleidung sollte man nicht lange draußen bleiben.
Provinz
Die nördlichste Provinz Chinas ist ein Land der langen Winter: Eisskulpturen in Harbin, Kiefernwälder im Hinggan, Vulkanseen und Schilfmarschen, in denen Rotkronenkraniche brüten.
Stadt · Heilongjiang
Am breiten, dunklen Strom im Norden liegt eine Stadt mit langen Uferwegen. Im Hinterland dampfen im Winter Mineralquellen zwischen erstarrter Lava, und in den Wäldern leben die Oroqen.
Stadt · Heilongjiang
Im Winter sägen Arbeiter Eisblöcke aus dem gefrorenen Songhua und bauen daraus leuchtende Paläste. Im Sommer flanieren die Harbiner über das Kopfsteinpflaster der Zentralstraße und baden im Fluss.
Geographie
Heilige Berge, Nationalparks, Schluchten, Seen und Welterbe – mit Wegen, Jahreszeiten und Anreise.