Nen-Fluss嫩江
Der Nen fließt aus dem Großen Hinggan nach Süden und teilt sich bei Qiqihar in Arme und Inseln. Auf der Mingyue-Insel liegt ein Park mit Tempeln und Ufer-Wegen.
Bezirksfreie Stadt · Heilongjiang
Qíqíhā'ěr
Vor den Toren der Stadt staksen Rotkronenkraniche durch das Schilf von Zhalong. In der Stadt selbst erinnern Parks und eine Moschee aus der Qing-Zeit daran, dass hier lange der Norden verwaltet wurde.
Qiqihar gehört zur Provinz Heilongjiang (黑龙江). Die Übersichtsseite ordnet Landschaft, Geschichte und die übrigen Orte ein.
Der Nen fließt aus dem Großen Hinggan nach Süden und teilt sich bei Qiqihar in Arme und Inseln. Auf der Mingyue-Insel liegt ein Park mit Tempeln und Ufer-Wegen.
Wo der Wuyur-Fluss in der Ebene versickert, entstehen weite Schilfmarschen mit flachen Seen. Sie bilden das Reservat Zhalong.
Mehr dazu →Trocken und windig, mit sehr kalten Wintern und warmen, sonnigen Sommern. Im Frühjahr wehen oft Staubwinde aus dem Westen.
5.–4. Jt. v. Chr.Jungsteinzeit
Bei Ang'angxi lebten Fischer und Jäger an den Seen des Nen-Flusses. Ihre Steingeräte, Knochenwerkzeuge und Keramik gaben einer ganzen Kultur den Namen.
12. Jh.Jin-Dynastie
Im Westen des heutigen Stadtgebiets verlaufen Reste der Jin-Grenzwälle, Erdwälle mit Gräben, die das Reich gegen Reiternomaden der Steppe sichern sollten.
1691–1699Qing-Dynastie
Die Qing bauten 1691 die Festung Bukui, die Keimzelle der Stadt. 1699 zog der Heilongjiang-General von Mergen hierher; Qiqihar wurde Verwaltungssitz des Nordens.
1903–1911Späte Qing-Zeit
Die Ostchinesische Eisenbahn führte an Ang'angxi vorbei; eine Stichbahn verband die Stadt mit ihr. 1907 wurde Qiqihar Sitz der neuen Provinz Heilongjiang.
扎龙自然保护区
Schilfmarschen mit Rotkronenkranichen, Beobachtungsturm und Kranichzucht; im Sommer lassen Pfleger Kraniche vor Besuchern fliegen.
龙沙公园
Der am Ende der Qing-Zeit angelegte Park mit Seen, Hügeln und dem Kuixing-Pavillon gehört zu den ältesten öffentlichen Parks im Nordosten.
卜奎清真寺
Die Moschee aus der Qing-Zeit ist in chinesischer Holzbauweise errichtet, mit geschwungenen Dächern und Innenhöfen – Zeugnis der Hui-Gemeinde der Stadt.
明月岛
Flussinsel im Nen mit Wäldchen, Uferwegen und kleinen Tempeln; im Sommer ein Ausflugsziel zum Baden und Bootfahren.
昂昂溪遗址
Die Namensgeberin einer jungsteinzeitlichen Kultur mit Funden von Steingeräten, Knochenwerkzeugen und Keramik.
Mariniertes Rindfleisch wird am Tisch auf einer heißen Eisenplatte gebraten, dazu Zwiebeln, Knoblauch und Chili. Grillrestaurants gehören zum Stadtbild.
Karpfen und Hechte aus Fluss und Seen werden geschmort oder mit Tofu im Eisentopf gegart.
Auf den Weiden im Umland wird Milchvieh gehalten; der Kreis Kedong ist Standort einer großen Molkerei. Die Flussauen liefern Reis.
Die Daur, einst Bauern, Jäger und Holzfäller am Nen, pflegen eigene Lieder, Stickerei und das Hockeyspiel Beikou, das mit gebogenem Stock und Holzball gespielt wird.
Der Beiname „Kranichstadt“ geht auf Zhalong zurück. Kraniche erscheinen als Symbol auf Brücken, Plätzen und in der Volkskunst.
Mit Händlern aus dem Süden kamen muslimische Hui nach Bukui. Ihre Moschee und Garküchen mit Rind- und Lammgerichten gehören bis heute zur Stadt.
Im Stadtbezirk Fularji baut ein großer Hersteller Pressen, Walzwerke und Reaktorbehälter; weitere Werke fertigen Werkzeugmaschinen.
Qiqihar ist ein Standort für den Bau von Eisenbahn-Güterwagen, der aus der alten Bahnwerkstatt hervorging.
Mais, Sojabohnen, Reis und Milchwirtschaft prägen das Umland; die Molkerei in Kedong ist für Säuglingsnahrung bekannt.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 齐齐哈尔 | Qíqíhā'ěr | Qiqihar |
| 卜奎 | Bǔkuí | alter Name der Stadt |
| 嫩江 | Nèn Jiāng | Nen-Fluss |
| 扎龙 | Zhālóng | Feuchtgebiet mit Kranichen |
| 鹤城 | Hèchéng | „Kranichstadt“, Beiname |
| 达斡尔族 | Dáwò'ěrzú | Daur |
| 烤肉 | kǎoròu | Grillfleisch |
Für das Kranich-Reservat Zhalong, seine Rolle als Verwaltungssitz des Nordens in der Qing-Zeit, die Kultur der Daur, Grillfleisch vom Eisenblech und Schwermaschinenbau.
Das Reservat liegt südöstlich der Stadt und ist mit Bus, Taxi oder Mietwagen in kurzer Fahrt erreichbar. Viele verbinden den Besuch mit einer Übernachtung in Qiqihar.
Der Name kommt aus der Sprache der Daur. Er wird meist als „Grenzland“ oder „natürliche Weide“ gedeutet; der ältere Name der Stadt lautet Bukui.
Das Grillfleisch vom Eisenblech, Fisch aus dem Nen und Gerichte der Hui-Garküchen mit Rind und Lamm.
Provinz
Die nördlichste Provinz Chinas ist ein Land der langen Winter: Eisskulpturen in Harbin, Kiefernwälder im Hinggan, Vulkanseen und Schilfmarschen, in denen Rotkronenkraniche brüten.
Stadt · Heilongjiang
Im Winter sägen Arbeiter Eisblöcke aus dem gefrorenen Songhua und bauen daraus leuchtende Paläste. Im Sommer flanieren die Harbiner über das Kopfsteinpflaster der Zentralstraße und baden im Fluss.
Stadt · Heilongjiang
Am breiten, dunklen Strom im Norden liegt eine Stadt mit langen Uferwegen. Im Hinterland dampfen im Winter Mineralquellen zwischen erstarrter Lava, und in den Wäldern leben die Oroqen.
Geographie
Heilige Berge, Nationalparks, Schluchten, Seen und Welterbe – mit Wegen, Jahreszeiten und Anreise.