Lössplateau黄土高原
Zerfurchte Lösshügel mit Terrassenfeldern, Schluchten und Höhlenwohnungen prägen das Umland. Der Boden ist fruchtbar, das Wasser knapp.
Bezirksfreie Stadt · Ningxia
Gùyuán
Im Lössland des Südens bewachte Guyuan über Jahrhunderte die Pässe zwischen der Wei-Ebene und der Steppe – durch seine Tore zogen Karawanen mit Silber aus Persien und Buddhas aus Indien.
Guyuan gehört zur Autonomen Region Ningxia (宁夏). Die Übersichtsseite ordnet Landschaft, Geschichte und die übrigen Orte ein.
Zerfurchte Lösshügel mit Terrassenfeldern, Schluchten und Höhlenwohnungen prägen das Umland. Der Boden ist fruchtbar, das Wasser knapp.
Der bewaldete Gebirgszug südlich der Stadt fängt Regen auf und speist Quellen wie den Laolongtan, den Ursprung des Jing-Flusses.
Durch die Höhenlage kühler als der Norden der Region: milde Sommer, lange, kalte Winter. Regen fällt vor allem im Hochsommer.
3. Jh. v. Chr.Streitende Reiche
Der Staat Qin baute eine Mauer gegen die Nomaden, deren Erdwälle bei Guyuan noch sichtbar sind.
206 v. Chr.–220Han-Dynastie
Der Xiao-Pass galt als eines der Tore zum Kernland Guanzhong. Kaiser Wu besuchte die Grenzregion mehrfach auf Inspektionsreisen.
439–618Nördliche Dynastien und Sui
Als Yuanzhou war die Stadt Station der Seidenstraße. Sogdische Händlerfamilien und hohe Offiziere wurden hier mit Beigaben aus Persien und Zentralasien bestattet.
618–907Tang-Dynastie
An den Xumishan-Grotten entstanden die größten Figuren, darunter der sitzende Buddha. Pferdezuchtgüter des Staates lagen in den Weiden der Umgebung.
1227Ende der Xia
Dschingis Khan verbrachte den Sommer am Liupan Shan, während seine Truppen die Westlichen Xia belagerten, und starb kurz darauf.
1368–1644Ming-Dynastie
Guyuan wurde einer der neun Grenzbezirke und Sitz des Oberbefehls über drei Grenzabschnitte. Die Stadt erhielt eine starke Ziegelmauer.
须弥山石窟
Buddhistische Höhlen in rotem Sandstein, verteilt über mehrere Hügel; bekannt für den großen sitzenden Buddha der Tang-Zeit.
固原博物馆
Das Museum zeigt Grabfunde der Seidenstraße: eine vergoldete Silberkanne mit griechischen Motiven, Glas aus Persien, Münzen und einen bemalten Lacksarg der Nördlichen Wei.
六盘山
Waldgebirge mit Bächen, Wasserfällen und Wanderwegen; am Laolongtan entspringt der Jing-Fluss.
战国秦长城
Erdwälle der Mauer aus der Zeit der Streitenden Reiche ziehen sich durch die Hügel am Stadtrand – deutlich älter als die bekannte Ming-Mauer.
固原古城墙
Reste der Ming-Mauer mit Toren erinnern an die Rolle der Stadt als Grenzfestung.
Nudeln aus Buchweizenteig werden durch eine Presse direkt ins kochende Wasser gedrückt und mit Lammbrühe oder kalt mit Essig gegessen.
Das Lössland liefert Kartoffeln, die gebraten, als Brei oder zu Stärkenudeln verarbeitet auf den Tisch kommen.
Rindfleisch aus dem Bergland am Liupan Shan wird gekocht, geschmort oder in Nudelsuppen serviert.
Die Hua'er-Lieder des Südens klingen weit und klagend; Bauern und Hirten singen sie bei der Arbeit und bei Festen im Wechsel.
Mehr dazu →Die kleine Maultrommel aus Bambus oder Metall wird mit dem Mund zum Klingen gebracht – ein traditionelles Instrument, besonders der Frauen.
Hui-Frauen besticken Kissen, Schuhe und Kappen mit Blumenmustern; Scherenschnitte schmücken Fenster zu Festen.
Kartoffeln, Buchweizen, Hafer und Futterpflanzen prägen den Anbau; dazu kommt die Rinder- und Schafhaltung.
Der kühle Liupan Shan ist im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel; die Grotten ziehen kulturinteressierte Besucher an.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 固原 | Gùyuán | Guyuan |
| 原州 | Yuánzhōu | historischer Name |
| 萧关 | Xiāo Guān | Xiao-Pass |
| 六盘山 | Liùpán Shān | Liupan-Gebirge |
| 须弥山 | Xūmí Shān | Berg Sumeru |
| 西海固 | Xīhǎigù | Lössland im Süden Ningxias |
| 口弦 | kǒuxián | Maultrommel |
Für die Xumishan-Grotten, die Seidenstraßenfunde im Guyuan-Museum, den Liupan Shan und die Hui-Kultur des Südens mit Hua'er-Liedern.
Die Grotten liegen nordwestlich der Stadt im Hügelland. Am einfachsten ist ein Taxi oder Mietwagen von Guyuan aus; Busse fahren seltener.
Grabfunde vom Weg der Seidenstraße: eine vergoldete Silberkanne aus dem Grab des Generals Li Xian, persisches Glas, byzantinische und persische Münzen und Funde aus Gräbern sogdischer Familien.
Im Sommer und Frühherbst. Das Bergland bleibt dann angenehm kühl, und der Liupan Shan ist grün.
Autonome Region
Zwischen Wüste und Lössbergen verwandelt der Gelbe Fluss einen schmalen Streifen Land in Reisfelder und Weinberge – hier herrschten einst die Kaiser der Westlichen Xia.
Stadt · Ningxia
Zwischen dem Gelben Fluss und der dunklen Wand des Helan Shan liegt die alte Residenz der Xia-Kaiser – eine Oasenstadt mit Seen, Pagoden und Lammgarküchen.
Stadt
Chinas alte Hauptstadt: Terrakotta-Armee, Seidenstraße, Luftfahrt und Solar.
Geschichte
Die Dynastien von Xia bis Qing im Überblick.