Badaling Nordflügel
Vom Passtor auf dem breiten Wehrgang nach Norden bis zum höchsten Punkt des Abschnitts und zurück. Steile Stufen, aber Geländer; alternativ mit der Seilbahn hinauf.
Historische Stätte · Peking
Běijīng Chángchéng
Über die Grate des Yan-Gebirges zieht sich die Mauer der Ming von Pass zu Pass, mal frisch restauriert mit Geländern, mal als bröckelnde Ruine zwischen Gestrüpp und Felsen.
Der Pass sicherte die Straße nach Nordwesten ins Steppenland. Die breite, stark restaurierte Mauer mit Geländern klettert zu beiden Seiten steil hinauf; hier kommen die meisten Besucher.
Im Tal südlich von Badaling umschließt eine Festungsmauer beide Hänge. Der Torsockel der Yuan-Zeit trägt buddhistische Reliefs und Inschriften in sechs Schriften.
Dicht gereihte Wachtürme auf einem bewaldeten Kamm, Zinnen auf beiden Seiten der Mauer und ein Tor mit drei Türmen auf gemeinsamer Plattform. Im Westen steigt die Mauer zum steilen Ochsenhorn auf.
Die Mauer folgt einem Grat in Form eines gespannten Bogens. Unrestauriert, mit Namen wie „Wo der Adler kopfüber fliegt“ und der „Himmelsleiter“ – das Bild der Mauer auf vielen Fotografien.
Oberhalb von Jiankou treffen drei Mauerzüge an einem Turm zusammen. Von hier blickt man auf die Linie, die sich nach Mutianyu hinüberzieht.
Ein steiler, kaum veränderter Abschnitt über einem kleinen Stausee. Der Zugang führt durch die neu gebaute Wasserstadt Gubei; abends wird die Mauer angestrahlt.
Hier läuft die Mauer an einem Stausee entlang und verschwindet stellenweise im Wasser. Zur Blütezeit leuchten am Hang gelbe Blumen, nach denen der Ort benannt ist.
Vom Passtor auf dem breiten Wehrgang nach Norden bis zum höchsten Punkt des Abschnitts und zurück. Steile Stufen, aber Geländer; alternativ mit der Seilbahn hinauf.
Mit Seilbahn oder zu Fuß auf die Mauer, dann nach Westen durch Turm um Turm bis zum steilen Ochsenhorn am Ende der Restaurierung. Hinab mit Sessellift, Rodelbahn oder zu Fuß.
Vom Dorf Xizhazi hinauf zu Jiankou, über lose Ziegel und steile Rampen zum Pekinger Knoten und hinab nach Mutianyu. Nur für Erfahrene, bei trockenem Wetter, besser mit Führer.
Durch die Wasserstadt Gubei zur Seilbahn und über den geöffneten Mauerteil mit seinen engen, steilen Treppen. Abendführungen zeigen die beleuchtete Mauer über dem See.
Von der Wolkenterrasse auf die Festungsmauer und den Hang hinauf, über den Kamm auf die andere Talseite und zurück: eine geschlossene Runde mit sehr steilen Stufen.
春Frühling
Im April blühen wilde Aprikosen und Pfirsiche an den Hängen. Frühjahrswinde bringen gelegentlich Staub aus dem Norden.
夏Sommer
Grüne Berge, aber Hitze auf der schattenlosen Mauer und nachmittags Gewitter. Bei Donner die Grate sofort verlassen.
秋Herbst
Die beste Zeit: klare Fernsicht und rotes, gelbes Laub an den Hängen. An den Feiertagen Anfang Oktober ist Badaling überfüllt.
冬Winter
Wenige Besucher und oft klare Luft, dazu Schnee auf den Türmen. Vereiste Stufen sind gefährlich; wilde Abschnitte dann meiden.
Die Kette trennt die Nordchinesische Ebene vom Hochland im Norden. Die Mauer nutzt ihre Kämme als natürliche Barriere und sperrt die Täler dazwischen.
An restaurierten Abschnitten wie Mutianyu wächst dichter Mischwald bis an die Mauer. Auf wilden Graten sprießen Sträucher und kleine Bäume aus den Fugen.
Wo Täler das Gebirge durchbrechen, verdichtet sich die Mauer zu Festungen: Juyong und Badaling im Nordwesten, Gubeikou im Nordosten. Dazwischen folgt sie dem Grat.
Der Gebirgsteil im Nordwesten Pekings wird von einer tiefen Talfurche durchschnitten, dem Guangou. In ihr liegen Juyong-Pass und Badaling hintereinander.
550–577Nördliche Qi
Die Nördlichen Qi zogen eine Mauer durch die Berge nördlich des heutigen Peking. Auf einigen ihrer Linien, nach der Überlieferung etwa bei Mutianyu, bauten die Ming später weiter.
1342–1345Yuan-Dynastie
Am Juyong-Pass entstand ein Torbau mit drei weißen Pagoden, dessen Sockel als Wolkenterrasse erhalten ist. Eine Mauer im Sinne der Abwehr bauten die Mongolen nicht.
1368–1550Ming-Dynastie
Der General Xu Da befestigte die Pässe nördlich der Hauptstadt. Nach Einfällen aus der Steppe, etwa einem Vorstoß bis vor Peking 1550, wurden die Anlagen stetig verstärkt.
1568–1583Ming-Dynastie
Qi Jiguang ließ als Befehlshaber des Militärbezirks Jizhou die Mauer mit Ziegeln verkleiden und hohle Wachtürme bauen, in denen Soldaten wohnten und Waffen lagerten. Mutianyu und Simatai zeigen seine Handschrift.
1691Qing-Dynastie
Da das Reich der Qing zu beiden Seiten der Mauer lag, verlor sie ihren Zweck. Der Kangxi-Kaiser lehnte ihre Instandsetzung ab: Die wahre Mauer sei die Zustimmung des Volkes.
山海关
Am Bohai-Meer erreicht die Ming-Mauer das Wasser. Die Festung mit dem „Ersten Pass unter dem Himmel“ und dem Drachenkopf im Meer gilt als ihr östliches Ende.
金山岭
Der Nachbarabschnitt von Simatai liegt schon in Hebei: reich an Wachtürmen und Ziegeln mit Inschriften. Die einst beliebte Wanderung hinüber nach Simatai ist seit Längerem unterbrochen.
虎山
Am Yalu in Liaoning endete eine Mauerlinie der Ming noch weiter östlich als Shanhaiguan.
明十三陵
Die Kaisergräber im Bezirk Changping liegen am Weg nach Badaling und lassen sich mit der Mauer zu einem Tagesausflug verbinden.
In den Dörfern unter Mutianyu und Jiankou kochen Familien Forelle aus Zuchtbecken mit Quellwasser, Wildkräuter, Maisfladen und Gerichte mit Esskastanien aus den Hainen der Umgebung.
Von Turm zu Turm meldeten Rauch am Tag und Feuer bei Nacht einen Angriff. So erreichte eine Warnung die Garnisonen schneller als jeder Reiter.
Manche Ziegel tragen eingeprägt die Regierungsdevise, das Jahr und die Einheit, die sie brannte oder verbaute. Besonders bei Jinshanling und Simatai finden sie sich noch in der Mauer.
Der chinesische Name Wanli Changcheng bedeutet „Lange Mauer der zehntausend Li“, also eine unermesslich lange Mauer. Ein einziges durchgehendes Bauwerk war sie nie.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 长城 | Chángchéng | „Lange Mauer“, Große Mauer |
| 敌楼 | dílóu | Wachturm |
| 烽火台 | fēnghuǒtái | Signalturm |
| 关 | guān | Pass, Passfestung |
| 垛口 | duǒkǒu | Zinne, Schießscharte |
| 野长城 | yě chángchéng | „wilde Mauer“, unrestauriert |
| 索道 | suǒdào | Seilbahn |
| 滑道 | huádào | Sommerrodelbahn |
Für den ersten Besuch Mutianyu: gut restauriert, schöne Landschaft und weniger voll als Badaling. Badaling ist am leichtesten mit der Bahn erreichbar. Simatai beeindruckt mit Steilheit und Abendlicht, Jiankou ist nur etwas für geübte Wanderer.
Mit An- und Abreise einen Tag. Auf der Mauer selbst genügen an Badaling oder Mutianyu drei bis vier Stunden; Wanderungen auf wilden Abschnitten füllen den ganzen Tag.
Als östliches Ende gilt Shanhaiguan am Bohai-Meer in Hebei, als westliches der Jiayu-Pass in Gansu. Eine Ming-Linie reichte jedoch noch bis an den Yalu in Liaoning.
Unrestaurierte Abschnitte sind nicht als Besucherstrecken freigegeben, das Betreten wird teils verboten und kontrolliert. Wer dennoch wandert, handelt auf eigenes Risiko: lose Ziegel, steile Rampen und keine Rettungswege.
Nicht mit bloßem Auge. Die Mauer ist lang, aber schmal und hat ungefähr die Farbe der Berge, über die sie läuft.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
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