Zentralachse
Vom Mittagstor über die drei großen Hallen des Äußeren Hofes und die drei Paläste des Inneren Hofes zum Kaiserlichen Garten und hinaus durch das Shenwu-Tor. Weite, ebene Höfe ohne Schatten.
Historische Stätte · Peking
Zǐjìnchéng
Hinter roten Mauern und einem Wassergraben liegt der Palast, von dem aus Ming- und Qing-Kaiser fast fünf Jahrhunderte regierten – gebaut als Abbild der kosmischen Ordnung, Halle hinter Halle auf einer Achse.
Das mächtige Südtor umfasst mit zwei vorspringenden Flügeln einen Vorplatz in U-Form. Hier verkündete der Hof den neuen Kalender und empfing siegreiche Heere.
Ein bogenförmiger Kanal mit fünf Marmorbrücken trennt den ersten Hof vom Tor, vor dem zwei bronzene Löwen wachen: rechts das Männchen mit Ball, links das Weibchen mit Jungem.
Die größte Halle des Palastes steht auf einer dreistufigen Marmorterrasse. Hier bestiegen Kaiser den Thron und empfingen den Hof zu Neujahr und Geburtstagen.
In der quadratischen Mittelhalle ruhte der Kaiser vor Zeremonien. In der hinteren Halle fanden unter den Qing die Palastprüfungen statt; dahinter liegt der größte Steinblock des Palastes, eine Rampe mit Drachenrelief.
Das erste Gebäude des Inneren Hofes war Wohn- und Arbeitsort der Ming-Kaiser. Hinter der Tafel über dem Thron hinterlegten die Qing-Kaiser den Namen ihres Nachfolgers.
Ab dem Yongzheng-Kaiser lebten und regierten die Qing-Kaiser in diesem kleineren Bau im Westen. Er wird seit Jahren restauriert; ob er zugänglich ist, vor Ort prüfen.
Qianlong ließ sich im Osten einen eigenen Palast für den Ruhestand bauen. Davor steht die Neun-Drachen-Mauer aus glasierten Ziegeln, innen zeigt die Schatzkammer Hofschmuck und Kultgerät.
Der Garten am Nordende setzt der strengen Achse alte Zypressen, Felsaufbauten und Pavillons entgegen. Vom künstlichen Hügel mit dem Yujing-Pavillon blickten die Kaiser über die Mauer.
Vom Mittagstor über die drei großen Hallen des Äußeren Hofes und die drei Paläste des Inneren Hofes zum Kaiserlichen Garten und hinaus durch das Shenwu-Tor. Weite, ebene Höfe ohne Schatten.
Von der Achse nach Osten zur Uhrenausstellung in der Halle der Ahnenverehrung, dann durch den Ningshou-Palast mit Neun-Drachen-Mauer, Schatzkammer und der dreistöckigen Opernbühne Changyin Ge.
Durch die engen Gassen der sechs westlichen Wohnpaläste, wo Kaiserinnen und Nebenfrauen lebten; im Chuxiu-Palast wohnte Cixi als junge Nebenfrau. Ruhiger als die Achse.
Zentralachse und eine Seitenachse, danach gegenüber dem Nordtor auf den Jingshan. Vom Pavillon auf dem Gipfel liegt der Palast mit seinen gelben Dächern vollständig zu Füßen.
春Frühling
April und Mai sind mild; im Kaiserlichen Garten blühen Päonien und Obstbäume. Frühjahrsstürme können Staub bringen.
夏Sommer
Heiß und schattenlos auf den Steinhöfen, dazu Ferienandrang. Früh am Morgen kommen und Wasser mitnehmen.
秋Herbst
Die beste Zeit: klare Luft, blauer Himmel über den gelben Dächern, Ginkgos im Herbstlaub. Die Feiertagswoche Anfang Oktober meiden.
冬Winter
Kalt und trocken, mit den wenigsten Besuchern. Nach seltenem Schnee zeigen sich rote Mauern und weiße Dächer im berühmtesten Bild des Palastes.
Alle Haupttore und -hallen reihen sich auf der Nord-Süd-Achse Pekings. Seitliche Höfe und Bauten spiegeln sich paarweise zu beiden Seiten.
Im Süden lagen die Hallen für Staatszeremonien, im Norden hinter dem Tor der Himmlischen Reinheit die Wohnpaläste der kaiserlichen Familie.
Eine hohe Mauer und ein breiter Wassergraben umschließen den Palast. An den vier Ecken stehen Türme mit vielfach verschachtelten Dächern – ein Meisterstück der Holzbaukunst.
1267–1368Yuan-Dynastie
Schon Khubilai Khan ließ in seiner Hauptstadt Dadu einen Palast errichten. Der Palast der Ming entstand später an nahezu derselben Stelle.
1406–1420Ming-Dynastie
Der Yongle-Kaiser verlegte die Hauptstadt von Nanjing nach Peking. Edelhölzer kamen aus dem Südwesten, feine Bodenziegel aus der Gegend von Suzhou, Marmor aus den Bergen bei Fangshan.
1421Ming-Dynastie
Wenige Monate nach der Einweihung brannten die drei großen Hallen nach einem Blitzschlag nieder. Feuer blieb die größte Gefahr für den Holzpalast; bronzene Wasserkessel stehen bis heute in den Höfen.
1644Übergang Ming–Qing
Aufständische unter Li Zicheng nahmen Peking ein, der Chongzhen-Kaiser erhängte sich am Jingshan. Beim Abzug legten sie Feuer; noch im selben Jahr zog der Qing-Hof ein.
1645–1795Qing-Dynastie
Die großen Hallen erhielten 1645 ihre heutigen Namen, die Halle der Höchsten Harmonie wurde Ende des 17. Jahrhunderts neu errichtet. Qianlong baute im Osten den Ningshou-Palast.
Mit der Abdankung des Xuantong-Kaisers Puyi im Februar 1912 endete die Herrschaft der Qing und mit ihr mehr als zwei Jahrtausende Kaisertum.
景山
Der Hügel wurde aus dem Aushub des Wassergrabens aufgeschüttet und schützt den Palast nach Fengshui-Regeln vor dem Norden. Oben öffnet sich der beste Blick über die Dächer.
北海
Der kaiserliche Garten nordwestlich des Palastes geht auf die Jin- und Yuan-Zeit zurück. Auf der Insel steht die Weiße Pagode im tibetischen Stil, am Nordufer die Neun-Drachen-Mauer.
太庙
Östlich des Zugangs zum Palast verehrten die Kaiser ihre Vorfahren. Die Haupthalle mit Säulen aus Edelholz gehört zu den eindrucksvollsten Ming-Bauten der Stadt.
天坛
Die zweite große Anlage des Yongle-Kaisers liegt im Süden der Stadt, östlich der Zentralachse: der Altar, an dem der Kaiser dem Himmel opferte.
Die Palastküche verband die Tradition Shandongs mit mandschurischen Speisen. Einige Pekinger Restaurants pflegen Gerichte und Gebäck nach Rezepten aus dem Hof der Qing.
Mehr dazu →Gelbe Glasurziegel waren dem Kaiser vorbehalten, rote Mauern standen für Glück und Würde. Die Zahl der Tierfiguren auf den Dachgraten zeigt den Rang eines Gebäudes.
Auf der dreistöckigen Bühne im Ningshou-Palast konnten Geister von oben herabschweben und aus Falltüren aufsteigen. Die Qing-Kaiser und Cixi förderten das Theater, aus dem die Peking-Oper erwuchs.
Mehr dazu →In den Seitenhallen zeigt das Palastmuseum wechselnd Porzellan, Malerei und Kalligraphie aus der kaiserlichen Sammlung, dazu Uhren, Schmuck und Kultgerät.
Mehr dazu →Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 紫禁城 | Zǐjìnchéng | „Purpurne Verbotene Stadt“ |
| 故宫 | Gùgōng | „Alter Palast“, heutiger Name |
| 午门 | Wǔmén | Mittagstor |
| 太和殿 | Tàihé Diàn | Halle der Höchsten Harmonie |
| 外朝 | wàicháo | Äußerer Hof |
| 内廷 | nèitíng | Innerer Hof |
| 神武门 | Shénwǔ Mén | Tor der Göttlichen Macht |
| 角楼 | jiǎolóu | Eckturm |
Der Name Zijincheng verbindet den Polarstern, im Chinesischen mit der Farbe Purpur verbunden und Sitz des Himmelskaisers, mit dem Verbot: Ohne Erlaubnis durfte niemand die Mauern betreten.
Für die Zentralachse zwei bis drei Stunden. Mit Ostachse, Schatzkammer und westlichen Palästen einen halben bis ganzen Tag; am Ende lohnt der Aufstieg auf den Jingshan.
Besucher betreten den Palast nur von Süden durch das Mittagstor. Ausgänge sind das Shenwu-Tor im Norden und das Donghua-Tor im Osten; ein Rückweg gegen die Laufrichtung ist nicht vorgesehen.
In der Regel nur vorab online über den offiziellen Verkauf, personengebunden mit Passnummer. An Wochenenden, in den Ferien und an Feiertagen sind die Kontingente oft Tage im Voraus ausgebucht. Regeln und Öffnungstage können sich ändern (Stand September 2026).
Der Yongle-Kaiser, dritter Herrscher der Ming, ließ sie ab 1406 errichten; 1420 war sie bezugsfertig. Die Qing übernahmen den Palast 1644, bauten ihn um und erweiterten ihn.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
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