Rundgang durch den Garten
Von der Sansui-Halle zum Felsenberg, weiter zur Dianchun-Halle, zum Jadefels und in den Inneren Garten. Die Wege verzweigen; ein Plan am Eingang hilft.
Historische Stätte · Shanghai
Yùyuán
Hinter hohen Mauern in der Altstadt legte ein Beamter der Ming einen Garten für seine Eltern an: Felsen, Teiche und Hallen, so dicht verschachtelt, dass jeder Durchgang ein neues Bild öffnet.
Aus gelbem Stein aufgeschichtet, mit Pfaden, Grotten und einem Pavillon auf der Kuppe. Der Entwurf wird dem Gartenkünstler Zhang Nanyang zugeschrieben; der Berg ist der älteste Teil des Gartens.
Die Haupthalle am Eingang, benannt nach drei Ähren – ein Wunsch nach reicher Ernte. Von ihrer Rückseite blickt man über den Teich auf den Felsenberg.
Wellenförmige Mauern, deren First wie ein Drachenkörper geschuppt ist und in einem Drachenkopf endet. Sie teilen den Garten in Bereiche und führen den Blick.
Ein hoch aufragender, von Löchern durchzogener Taihu-Stein. Er gilt als einer der berühmtesten Zierfelsen des Jiangnan; Rauch unter ihm soll aus allen Öffnungen steigen.
Eine reich geschnitzte Halle mit Nebenhof und Bühne. In der Qing-Zeit versammelten sich hier Kaufleute einer Handelsgilde.
Ein kleiner, in sich geschlossener Garten der Qing-Zeit im Süden, ursprünglich zum Stadtgotttempel gehörig. Auf engem Raum drängen sich Hallen, Felsen und eine Bühne.
Vor dem Garten steht ein zweigeschossiger Pavillon aus der Qing-Zeit mitten im Teich, erreichbar über die Zickzackbrücke. Er dient seit Langem als Teehaus.
Die Brücke knickt mehrfach ab. Der Volksglaube sagt, Geister könnten nur geradeaus gehen; zugleich wechselt bei jedem Knick der Blick.
Von der Sansui-Halle zum Felsenberg, weiter zur Dianchun-Halle, zum Jadefels und in den Inneren Garten. Die Wege verzweigen; ein Plan am Eingang hilft.
Nach dem Garten über die Zickzackbrücke zum Teehaus, dann durch den Basar zum Stadtgotttempel, dessen Hallen dem Schutzgott der Stadt geweiht sind.
春Frühling
Magnolien, Pfingstrosen und frisches Laub an den Teichen. Der beste Monat für Gartenbilder ist der April.
夏Sommer
Heiß und schwül; früh am Morgen kommen. Im Frühsommer fällt viel Regen, dann glänzen Steine und Dachziegel.
秋Herbst
Klarere Tage und Osmanthusduft im September und Oktober. Die Feiertagswoche Anfang Oktober meiden.
冬Winter
Kühl und feucht, der Garten ist leer. Zum Frühlingsfest und Laternenfest hängen im Viertel Tausende Laternen.
Die Altstadt war einst von einer runden Stadtmauer umgeben. Der Garten liegt in ihrem Nordosten, eingezwängt zwischen Gassen, Tempel und Markt.
Wie alle Gärten des Jiangnan verbindet der Yu-Garten Felsen als Berge und Teiche als Gewässer zu einer verkleinerten Landschaft.
1559–1577Ming-Dynastie
Der Beamte Pan Yunduan legte den Garten für seinen betagten Vater Pan En an. Er sollte den Eltern im Alter Freude bereiten – daher der Name.
17. Jh.Späte Ming
Nach dem Tod Pan Yunduans schwand das Familienvermögen. Der Garten wechselte die Besitzer und verfiel allmählich.
1760Qing-Dynastie
Kaufleute der Stadt kauften das Gelände und ließen den Garten als Westgarten des Stadtgotttempels wiederherstellen.
19. Jh.Qing-Dynastie
Handelsgilden nutzten die Hallen als Versammlungsorte, und um den Tempel wuchs ein lebhafter Markt mit Läden und Garküchen.
朱家角
Die Wasserstadt im Westen Shanghais mit Steinbrücken und Kanälen ergänzt den Gartenbesuch um ein Stück ländliches Jiangnan.
苏州园林
Wer den Yu-Garten mag, findet in Suzhou die großen Vorbilder des Stils – per Schnellzug nicht weit entfernt.
Die kleinen Teigtaschen mit Brühe in der Füllung stammen aus Nanxiang im Norden Shanghais; im Basar am Garten stehen dafür lange Schlangen.
Im Basar gibt es Frühlingsrollen, Klebreisbällchen, gebratene Teigtaschen mit knuspriger Unterseite und süßen Osmanthuskuchen.
Mehr dazu →Der Stadtgott galt als himmlischer Beamter, der über die Stadt wacht. Sein Tempel neben dem Garten war das religiöse und gesellige Zentrum der Altstadt.
Zum Ende der Neujahrszeit schmücken Laternen in Tier- und Sagengestalten Garten und Basar. Das Fest zieht große Menschenmengen an.
Mehr dazu →Mauern, Durchgänge und Fenster rahmen Ausschnitte wie Bilder. Der Besucher soll im Gehen immer neue Ansichten entdecken.
Mehr dazu →Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 豫园 | Yùyuán | Garten des Wohlbehagens |
| 假山 | jiǎshān | künstlicher Felsenberg |
| 太湖石 | tàihúshí | Taihu-Stein, Zierfels |
| 城隍庙 | Chénghuáng Miào | Stadtgotttempel |
| 九曲桥 | jiǔqū qiáo | Zickzackbrücke |
| 湖心亭 | Húxīn Tíng | Pavillon im See |
| 园林 | yuánlín | Garten, Gartenkunst |
Pan Yunduan legte ihn von 1559 bis 1577 in der Ming-Zeit an. Viele Hallen wurden später erneuert; der Große Felsenberg gilt als ältester erhaltener Teil.
Für den Garten ein bis zwei Stunden, mit Teehaus, Basar und Stadtgotttempel einen halben Tag.
Sie liegen direkt vor dem Garteneingang im Basarviertel und sind ohne Gartenticket zugänglich.
Früh am Morgen an Wochentagen. Wochenenden, Feiertage und das Laternenfest bringen große Menschenmengen.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
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