Kazanchi喀赞其
Das uigurische Wohnviertel mit blauen Hoftoren, Rosen im Vorgarten und Pferdekutschen, die durch die Gassen fahren. Einige Familien öffnen ihre Höfe für Besucher.
Kreisfreie Stadt, Sitz des Autonomen Bezirks Ili der Kasachen · Xinjiang
Yīníng
Das Ili-Tal öffnet sich nach Westen und fängt den Regen ein, den der Rest Xinjiangs nicht bekommt: Apfelgärten, Pappelalleen, blaue Hoftore und dahinter die Sommerweiden der Kasachen.
Das uigurische Wohnviertel mit blauen Hoftoren, Rosen im Vorgarten und Pferdekutschen, die durch die Gassen fahren. Einige Familien öffnen ihre Höfe für Besucher.
Zwischen Stadtzentrum und Fluss liegen Parks, Märkte und die Uferpromenade. Die Ili-Brücke im Süden führt Richtung Qapqal.
Yining gehört zur Autonomen Region Xinjiang (新疆). Die Übersichtsseite ordnet Landschaft, Geschichte und die übrigen Orte ein.
Zwei Ketten des Tian Shan umrahmen das Tal, das sich nach Westen öffnet. Feuchte Luft dringt ein und bringt Regen – daher Wiesen, Wälder und Obstgärten.
Nördlich führt die Straße vom Sayram-See durch die Schlucht Guozigou hinab ins Tal. Der Name bedeutet „Obstschlucht“ und erinnert an wilde Apfelbäume an den Hängen.
Milder und feuchter als im übrigen Xinjiang, mit warmen Sommern und schneereichen Wintern. Im Mai blühen die Obstgärten, im Juni der Lavendel.
2.–1. Jh. v. Chr.Wusun
Im Ili-Tal lebte das Reitervolk der Wusun. Um 105 v. Chr. wurde die Han-Prinzessin Liu Xijun mit dem Wusun-Herrscher verheiratet; ihr Klagelied über die Fremde ist überliefert.
13.–14. Jh.Tschagatai-Khanat
Almaliq nahe dem heutigen Huocheng war ein Hauptort des Tschagatai-Khanats. Das Mausoleum des Khans Tughluq Timur aus dem 14. Jahrhundert ist erhalten.
1762–1764Qing-Dynastie
Die Qing setzten einen General von Ili mit Sitz in Huiyuan ein und gründeten mehrere Städte im Tal, darunter Ningyuan, das heutige Yining. Ab 1764 zogen Xibe-Soldaten und ihre Familien aus der Mandschurei hierher.
1842–1845Qing-Dynastie
Der nach dem Opiumkrieg verbannte Beamte Lin Zexu lebte in Huiyuan und förderte Bewässerungsprojekte im Tal.
喀赞其
Blau gestrichene Tore, Holzschnitzereien und Weinlauben: das bekannteste Wohnviertel der Stadt, am besten zu Fuß oder mit der Pferdekutsche zu erkunden.
惠远古城
Die Qing-Stadt bei Huocheng mit Trommelturm, Resten der Stadtmauer und der Residenz des Generals von Ili.
林则徐纪念馆
Die Ausstellung in Yining erinnert an die Jahre des verbannten Beamten im Ili-Tal und an die Bewässerungskanäle seiner Zeit.
吐虎鲁克铁木尔汗麻扎
Das Grab eines Khans des Tschagatai-Reiches bei Huocheng ist mit blauen und violetten glasierten Kacheln verkleidet – eines der ältesten islamischen Bauwerke Xinjiangs.
陕西大寺
Die Moschee der Hui ist im Stil eines chinesischen Tempels gebaut, mit geschwungenen Dächern, Holzhallen und einem Pavillon als Minarett.
赛里木湖
Klarer, tiefblauer Bergsee im Borohoro-Gebirge, umgeben von Weiden. Im Juni und Juli blühen am Ufer die Wiesen.
那拉提草原
Hochweiden im Osten des Ili-Tals mit Fichtenhängen, Bächen und Jurten der Kasachen, die im Sommer ihre Herden hierher treiben.
Gekochtes Fleisch, oft Hammel oder Pferd, auf breiten Nudelblättern mit Zwiebeln – das klassische Festessen der Kasachen.
Gesalzener Tee mit Milch begleitet jede Mahlzeit in der Jurte. Im Sommer wird Stutenmilch zu säuerlichem Kumys vergoren.
Äpfel, Aprikosen und Kirschen aus dem Ili-Tal gibt es im Sommer auf allen Märkten. Die Wildäpfel an den Hängen gelten als Verwandte der Kulturäpfel.
Wie überall in Xinjiang gibt es handgezogene Nudeln und Teigtaschen aus dem Tonofen; in Kazanchi auch in Hofrestaurants.
Im Sommer ziehen Familien mit Jurten auf die Hochweiden. Zur Kultur gehören die Laute Dombra, Sängerwettstreite und das Reiterspiel, bei dem um eine Ziege gerungen wird.
Kaiser Wu der Han nannte die Pferde der Wusun „Himmelspferde“. Die Pferdezucht im Ili-Tal, besonders um Zhaosu, ist bis heute berühmt.
Die Xibe erinnern mit dem Fest der Westwanderung an den Zug ihrer Vorfahren von 1764. Sie bewahren eine eigene Schrift, die auf der mandschurischen beruht.
Blau ist die prägende Farbe des Viertels. Tore, Fensterrahmen und Holzgitter werden regelmäßig nachgestrichen, oft ergänzt durch geschnitzte Ornamente.
Das feuchte Klima erlaubt Obstanbau, Imkerei und Lavendelfelder, vor allem um Huocheng. Lavendelöl und Honig werden in der Region verkauft.
Pferde, Schafe und Rinder werden auf den Weiden des Tian Shan gehalten; Pferdemärkte und Reiterfeste gehören zum Jahreslauf.
Über den Übergang Khorgas westlich der Stadt laufen Straße und Bahn nach Kasachstan; Yining ist Handelsplatz für Waren aus beiden Richtungen.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 伊宁 | Yīníng | Yining |
| 伊犁 | Yīlí | Ili, Fluss und Tal |
| 宁远 | Níngyuǎn | Name der Stadt unter den Qing |
| 惠远 | Huìyuǎn | Sitz des Generals von Ili |
| 乌孙 | Wūsūn | Wusun, antikes Reitervolk |
| 天马 | tiānmǎ | „Himmelspferd“ |
| 锡伯 | Xíbó | Xibe |
| 那拉提 | Nàlātí | Nalati-Grasland |
Für das grüne Ili-Tal mit Obstgärten und Lavendelfeldern, das Viertel Kazanchi mit blauen Hoftoren, die Qing-Stadt Huiyuan und als Ausgangspunkt für Sayram-See, Nalati-Grasland und Zhaosu.
Per Flug von Ürümqi oder mit dem Zug über Kuytun und Jinghe. Mit dem Auto führt die Strecke am Sayram-See vorbei und durch die Schlucht Guozigou.
Ein Volk, dessen Vorfahren 1764 als Soldaten mit ihren Familien aus der Mandschurei ins Ili-Tal zogen. Sie leben vor allem im Kreis Qapqal und pflegen eine eigene Sprache und Schrift sowie das Fest der Westwanderung.
Von Mai bis September. Im Juni blüht der Lavendel, im Hochsommer sind die Weiden am schönsten. Im Winter liegt viel Schnee, einige Bergstraßen sind dann gesperrt.
Autonome Region
Schneegipfel über Wüstenrändern, Pappelalleen und Weinlauben in den Oasen, Basare zwischen Lehmhäusern: Xinjiang war zwei Jahrtausende lang Drehscheibe der Seidenstraße zwischen China, Indien, Persien und Steppe.
Stadt · Xinjiang
Zwischen den Schneegipfeln des Bogda und der Dsungarischen Steppe wuchs aus einer Qing-Stadtgründung die Drehscheibe Xinjiangs – mit Basaren, Nudelküchen und den Schätzen der Seidenstraße im Museum.
Geographie
Heilige Berge, Nationalparks, Schluchten, Seen und Welterbe – mit Wegen, Jahreszeiten und Anreise.