Innenstadt腾越
Das Zentrum um die Jadegeschäfte und Märkte, in dem Händler Rohsteine aus Myanmar schleifen, begutachten und verkaufen.
Kreisfreie Stadt im Verwaltungsgebiet Baoshan · Yunnan
Téngchōng
Erloschene Vulkankegel, dampfende Quellen und ein Dorf, dessen Auswanderer im Jadehandel mit Birma reich wurden: Tengchong ist die westlichste Stadt der klassischen Yunnan-Reisen.
Das Zentrum um die Jadegeschäfte und Märkte, in dem Händler Rohsteine aus Myanmar schleifen, begutachten und verkaufen.
Das Dorf am Stadtrand mit Ahnenhallen, Waschpavillons am Bach und steinernen Toren liegt in einer Landschaft aus Reisfeldern und Teichen.
Im Norden liegen das Feuchtgebiet von Beihai mit schwimmenden Grasinseln und die Dörfer am Fuß des Gaoligong-Gebirges.
Tengchong gehört zur Provinz Yunnan (云南). Die Übersichtsseite ordnet Landschaft, Geschichte und die übrigen Orte ein.
Dutzende erloschene Vulkane umgeben die Stadt, viele mit gut erhaltenen Kratern. Basalt wird als Baustein für Häuser und Mauern genutzt.
Unter dem Vulkanfeld liegt noch Wärme: Kochende Quellen, Dampfspalten und Schwefelbecken treten an vielen Orten zutage.
Das bewaldete Gebirge im Osten trennt Tengchong vom Nu-Tal. Es gilt als eines der artenreichsten Waldgebiete Chinas.
2. Jh. v. Chr.Han-Dynastie
Durch die Region verlief ein Handelsweg von Sichuan über Yunnan nach Birma und Indien, später Südwestliche Seidenstraße genannt.
15. Jh.Ming-Dynastie
Die Ming legten in Tengchong eine Garnison an und umgaben die Stadt mit Mauern. Soldaten und Siedler aus dem Inneren des Reiches ließen sich nieder, darunter die Gründer von Heshun.
1639Ming-Dynastie
Xu Xiake besuchte Tengchong, bestieg Vulkane und beschrieb die kochenden Quellen – eine der frühesten genauen Schilderungen des Gebiets.
18.–19. Jh.Qing-Dynastie
Jadeit aus den Minen Birmas gelangte über Tengchong nach China. Händler aus Heshun gründeten Firmen in Mandalay und Rangun.
1902Späte Qing-Zeit
Tengyue, wie Tengchong damals hieß, wurde als Zollort für den Außenhandel geöffnet.
热海
Das „heiße Meer“ ist ein Tal voller Quellen; im großen Kessel kocht das Wasser sichtbar. Badeanlagen nutzen das Thermalwasser.
和顺古镇
Das Dorf der Rückkehrer aus Übersee mit Ahnenhallen, Bibliothek und Wohnhöfen, die chinesische und südostasiatische Formen verbinden.
火山地质公园
Am Dakong Shan (大空山) führt eine Treppe auf den Kraterrand; Ballonfahrten über das Vulkanfeld sind bei klarem Wetter möglich.
北海湿地
Ein von Lava aufgestauter See mit schwimmenden Grasinseln, auf denen man vorsichtig gehen kann. Im Frühsommer blühen Iris an den Ufern.
柱状节理
Am Longchuan-Fluss bei Qushi bilden erstarrte Lavaströme hohe sechseckige Säulen; auch am Dieshui-Wasserfall ist der Säulenbasalt zu sehen.
叠水河瀑布
Der Wasserfall stürzt am Westrand der Stadt über eine Wand aus Säulenbasalt.
Fladen und Streifen aus gestampftem Reis, gebraten, gegrillt oder in Suppe – die Grundspeise des westlichen Yunnan.
Gebratene Erkuai mit Fleisch, Gemüse und Pilzen. Der Legende nach stärkte das Gericht den letzten Kaiser der Südlichen Ming auf der Flucht.
Im „Tontopf“ werden Schichten aus Fleisch, Tofu, Gemüse und Pilzen in Brühe gegart – ein Festessen der Region.
Jadeit ist in Tengchong Handelsware und Handwerk zugleich: Schleifer, Schnitzer und Händler bieten Armreifen und Anhänger aller Qualitäten an.
Familien aus Heshun schickten Söhne nach Birma. Mit dem Geld der Rückkehrer entstanden Bibliothek, Schulen und prächtige Häuser.
In Dörfern im Norden wird Papier aus Baumrinde noch von Hand geschöpft; die Dai und Lisu der Region weben farbige Tücher.
Märkte, Schleifereien und Auktionen für Jadeit aus Myanmar sind das wirtschaftliche Rückgrat der Innenstadt.
Thermalbäder, Vulkanlandschaft und Heshun ziehen Gäste an, besonders in den Wintermonaten.
Reis, Tee, Heilpflanzen und Raps aus den fruchtbaren Vulkanböden; im Frühjahr blühen weite Rapsfelder.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 腾冲 | Téngchōng | Tengchong |
| 腾越 | Téngyuè | alter Name der Stadt |
| 和顺 | Héshùn | Heshun |
| 热海 | Rèhǎi | „heißes Meer“, Quellgebiet |
| 火山 | huǒshān | Vulkan |
| 翡翠 | fěicuì | Jadeit |
| 饵块 | ěrkuài | Reisfladen |
| 侨乡 | qiáoxiāng | Heimatort von Auslandschinesen |
Für ein großes Vulkanfeld mit heißen Quellen, das Dorf Heshun, den Handel mit Jade aus Myanmar und die Küche mit Erkuai. Die Stadt liegt nahe der Grenze im äußersten Westen Yunnans.
Am einfachsten per Flug von Kunming nach Tengchong Tuofeng. Alternativ mit dem Zug bis Baoshan und von dort mit dem Bus weiter.
Zwei bis drei Tage: einen für Heshun und die Stadt, einen für Rehai und den Vulkanpark, einen für Beihai und die Dörfer im Norden.
Ja, in Rehai und in weiteren Thermalbädern um die Stadt. Viele Hotels haben eigene Quellbecken.
Provinz
„Südlich der Wolken“ reicht China vom tibetischen Hochland bis in den tropischen Regenwald – eine Provinz der Schneegipfel, Teeberge und Karawanenwege, in der viele Völker ihre eigenen Häuser, Feste und Küchen pflegen.
Stadt · Yunnan
Zwischen einer Kette von Schneegipfeln und einem langen, blauen See lag über Jahrhunderte die Hauptstadt eigener Königreiche. Heute prägen die weißen Höfe der Bai, Marmor und Indigo das Tal.
Stadt · Yunnan
Auf dem Hochland am Ufer des Dian-Sees ist es fast das ganze Jahr über mild. Die Stadt, in der sich Karawanen, Eisenbahn und Blumenhandel trafen, ist das Tor zu Yunnan und zu den Nachbarländern im Süden.