Zentrum um den Grünen See五华 · 翠湖
Das alte Kunming mit dem Grünen See, dem Yuantong-Tempel, der Universität Yunnan und ruhigen Gassen voller Cafés und Nudelküchen.
Provinzhauptstadt · Yunnan
Kūnmíng
Auf dem Hochland am Ufer des Dian-Sees ist es fast das ganze Jahr über mild. Die Stadt, in der sich Karawanen, Eisenbahn und Blumenhandel trafen, ist das Tor zu Yunnan und zu den Nachbarländern im Süden.
Das alte Kunming mit dem Grünen See, dem Yuantong-Tempel, der Universität Yunnan und ruhigen Gassen voller Cafés und Nudelküchen.
Im Südwesten fallen die Westberge steil zum See ab. Am Ufer liegen der Daguan-Park, der Haigeng-Damm und das Dorf der Völker Yunnans.
Der Bezirk im Südosten umfasst die Altstadt Guandu mit Tempeln und Imbissständen sowie den Flughafen.
Der neue Stadtteil am Ostufer des Sees mit Hochschulcampus, Verwaltungsbauten, dem Blumenmarkt von Dounan und dem Bahnhof Kunming Süd.
Kunming gehört zur Provinz Yunnan (云南). Die Übersichtsseite ordnet Landschaft, Geschichte und die übrigen Orte ein.
Der große Hochlandsee südlich der Stadt gab dem Königreich Dian den Namen. Schilfufer, Fischerdörfer und die Westberge rahmen ihn ein.
Die Höhenlage dämpft die Sommerhitze, die südliche Breite mildert den Winter. Die Sonne ist kräftig, zwischen Tag und Nacht schwankt die Temperatur deutlich.
Östlich der Stadt beginnen Kalksteinhügel mit Höhlen und Felssäulen – am eindrucksvollsten im Steinwald des Kreises Shilin.
Mehr dazu →um 300 v. Chr.–1. Jh.Königreich Dian
An den Ufern des Sees lebte das Volk von Dian. Grabfunde bei Jinning zeigen Bronzetrommeln und Kaurigefäße mit Szenen von Opfern, Jagd und Markt.
765Nanzhao
Das Reich Nanzhao gründete am Seeufer die Stadt Tuodong als östliche Nebenresidenz. Sie bildete den Kern des späteren Kunming.
1274–1279Yuan-Dynastie
Sayyid Ajall machte die Stadt, damals Zhongqing, zum Sitz der neuen Provinz Yunnan. Er ließ Konfuziustempel und Moscheen bauen und den Abfluss des Sees ausbaggern.
1371–1433Ming-Dynastie
Im nahen Kunyang kam Zheng He als Sohn einer muslimischen Familie zur Welt. Er führte später die großen Flottenreisen der Ming bis nach Ostafrika.
1671Qing-Dynastie
Auf dem Mingfeng-Hügel entstand die Halle des Goldenen Tempels, ganz aus Bronze gegossen. Sie gehört zu den größten erhaltenen Bronzebauten Chinas.
1910Späte Qing-Zeit
Die Schmalspurbahn von Haiphong erreichte Kunming. Mit ihr kamen Waren, Händler und Baustile aus Übersee in die Stadt.
西山 · 龙门
Ein in den Fels gehauener Pfad mit Grotten und Schreinen führt zum Drachentor hoch über dem Dian-See. Daoistische Steinmetzen arbeiteten daran über Jahrzehnte.
金殿
Daoistische Anlage im Nordosten der Stadt mit einer Halle aus gegossener Bronze. Im Park wachsen Kamelien, im Frühjahr ein beliebtes Ausflugsziel.
圆通寺
Einer der ältesten Tempel der Stadt, gegründet in der Nanzhao-Zeit: Die Haupthalle steht auf einer Insel in einem Teich, umgeben von Wandelgängen und Brücken.
筇竹寺
In den Seitenhallen sitzen fünfhundert Arhat-Figuren, die der Bildhauer Li Guangxiu in der späten Qing-Zeit mit lebendigen, fast karikierten Gesichtern schuf.
大观楼
Pavillon am Seeufer mit einem der längsten Spruchpaare Chinas: Der Dichter Sun Ran beschreibt darin den Dian-See und die Geschichte Yunnans.
翠湖
Park mit Lotusteichen und Pavillons im Stadtzentrum. Von November bis März füttern Besucher hier die Lachmöwen.
云南省博物馆
Das Museum zeigt die Bronzen des Dian-Reichs, buddhistische Kunst aus Nanzhao und Dali sowie Trachten und Handwerk der Völker Yunnans.
Heiße Brühe, rohe Fleisch- und Fischscheiben, Gemüse und Reisnudeln kommen getrennt auf den Tisch und werden erst in der Schale vereint.
Das Huhn gart im Tontopf mit Dampfrohr, oft mit Heilkräutern; eine Spezialität, die in Kunming seit Langem in eigenen Lokalen serviert wird.
Mürbeteig mit Füllung aus Rosenblüten – ein Mitbringsel aus Kunming, das in vielen Bäckereien frisch aus dem Ofen kommt.
In der Regenzeit kochen Restaurants wilde Pilze in Hühnerbrühe; die Kellner achten darauf, dass der Topf lange genug gart.
Kaurigefäße mit Dutzenden kleiner Figuren zeigen Feste, Kämpfe und Webszenen – ein einzigartiges Bild einer Kultur ohne eigene Schrift.
Am Dian-See zeigt ein Freilichtmuseum die Häuser, Tänze und das Handwerk vieler Volksgruppen der Provinz – ein Überblick vor der Weiterreise.
Blumen gehören in Kunming zum Alltag: Sträuße vom Markt, Rosengebäck und Kamelien in den Tempelhöfen.
Der Blumenmarkt von Dounan ist einer der größten Asiens. Nachts werden hier Schnittblumen versteigert, die am nächsten Tag in ganz China verkauft werden.
Zigarettenfabriken und Tabakverarbeitung gehören zu den traditionellen Industrien der Stadt und der Provinz.
Kunming ist Sitz des Herstellers von Yunnan Baiyao, dem bekannten Wundpulver, und ein Zentrum für Arzneipflanzen aus den Bergen der Provinz.
Bahn, Straßen und Flugverbindungen nach Laos, Vietnam, Myanmar und Thailand machen die Stadt zu einer Drehscheibe für Waren und Reisende.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 昆明 | Kūnmíng | Kunming |
| 春城 | Chūnchéng | „Frühlingsstadt“ |
| 滇池 | Diānchí | Dian-See |
| 西山 | Xīshān | Westberge |
| 龙门 | Lóngmén | Drachentor |
| 金殿 | Jīndiàn | Goldener Tempel |
| 拓东城 | Tuòdōng Chéng | Nanzhao-Stadt am Ort Kunmings |
| 红嘴鸥 | hóngzuǐ'ōu | Lachmöwe |
Die Stadt liegt hoch auf dem Yunnan-Guizhou-Hochland und zugleich weit im Süden. Deshalb sind die Sommer kühl und die Winter mild; Blumen blühen fast das ganze Jahr.
Die Westberge mit dem Drachentor über dem Dian-See, den Goldenen Tempel, den Yuantong-Tempel, die Arhat-Figuren im Bambustempel und das Provinzmuseum. Ein Tagesausflug führt zum Steinwald.
Mit dem Zug vom Bahnhof Kunming: Dali ist in wenigen Stunden erreicht, Lijiang liegt an derselben Strecke weiter nördlich. Flüge verbinden Kunming mit beiden Städten.
Über-die-Brücke-Nudeln, Dampftopf-Huhn, Rosengebäck und in der Regenzeit wilde Pilze im Feuertopf. Die Garküchen bieten außerdem Reisnudeln in vielen Varianten.
Provinz
„Südlich der Wolken“ reicht China vom tibetischen Hochland bis in den tropischen Regenwald – eine Provinz der Schneegipfel, Teeberge und Karawanenwege, in der viele Völker ihre eigenen Häuser, Feste und Küchen pflegen.
Stadt · Yunnan
Zwischen einer Kette von Schneegipfeln und einem langen, blauen See lag über Jahrhunderte die Hauptstadt eigener Königreiche. Heute prägen die weißen Höfe der Bai, Marmor und Indigo das Tal.
Stadt · Yunnan
Klares Bergwasser rauscht in Kanälen an den Holzhäusern der Naxi vorbei, über den Dächern steht der vergletscherte Jadedrachen-Schneeberg. Hier trafen sich Karawanen auf dem Weg nach Tibet.
Tee
Roher und reifer Pu-Erh aus Yunnan: gepresst, gelagert, über Jahre verändert.