Küstenweg im Süden
Vom Anleger zur Guanyin des Südmeers, zum Purpurbambushain und zur Grotte des Flutklangs, dann weiter zum Puji-Kloster. Meist eben, mit Blick aufs Meer.
Heiliger Berg · Zhejiang
Pǔtuó Shān
Eine kleine Granitinsel im Ostchinesischen Meer, auf der Tempelglocken und Brandung zusammenklingen: Putuo Shan ist seit über tausend Jahren der Ort, an dem Pilger Guanyin suchen.
Das „vordere Kloster“ ist das größte der Insel und Hauptort der Guanyin-Verehrung. Vor ihm liegt ein Lotusteich mit Bogenbrücke.
Das „hintere Kloster“ steigt in Terrassen einen bewaldeten Hang hinauf. Hier beginnt der Stufenweg zum Gipfel.
Das Gipfelkloster liegt auf dem höchsten Punkt der Insel, mit Ausblick über Meer und Nachbarinseln. Eine Seilbahn führt ebenfalls hinauf.
Eine große Bronzestatue auf einem Kap im Süden, der Blick der Guanyin geht aufs Meer. Pilger umrunden sie und bringen Räucherwerk dar.
Kleines Kloster in einem Hain mit dunkelstieligem Bambus. Nahebei steht die Halle der „Guanyin, die nicht fortgehen wollte“.
Eine Felsspalte, in die die Brandung donnernd hineinschlägt. Nach der Überlieferung erscheint hier Guanyin; Pilger blicken hinab und beten.
Im Osten der Insel liegt eine enge Schlucht zwischen hohen Felswänden, über der ein kleiner Tempel hängt. Das Rauschen der Wellen erinnert an Sutrengesang.
Ein langer Sandstrand zwischen Puji- und Fayu-Kloster, an dem Pilger auf dem Weg zwischen den Tempeln entlanggehen.
Vom Anleger zur Guanyin des Südmeers, zum Purpurbambushain und zur Grotte des Flutklangs, dann weiter zum Puji-Kloster. Meist eben, mit Blick aufs Meer.
Vom Fayu-Kloster führt der Xiangyun-Weg über steile Steinstufen zum Huiji-Kloster. Manche Pilger werfen sich alle drei Schritte nieder.
Von Puji über den Strand der tausend Schritte zum Fayu-Kloster und mit dem Bus zur Grotte des Sanskritklangs.
春Frühling
Mild, mit Nebel über dem Meer. Um den 19. Tag des zweiten Mondmonats feiern Pilger den Geburtstag der Guanyin; dann ist die Insel voll.
夏Sommer
Warm und feucht, Badewetter an den Stränden. Das Fest im sechsten Mondmonat und Taifune können Fahrpläne durcheinanderbringen.
秋Herbst
Klarere Luft und ruhigere See. Das Fest im neunten Mondmonat zieht noch einmal viele Pilger an.
冬Winter
Kühl und windig, aber die ruhigste Zeit. Bei Sturm fallen Fähren aus; die Klöster sind dann fast leer.
Die Insel besteht aus Granit, den Brandung und Wind zu Grotten, Klippen und rundlichen Blöcken geformt haben.
Eine nur hier heimische Baumart, von der ein einziges wildes Exemplar überlebt hat. Der Baum steht nahe dem Huiji-Kloster und wird eigens geschützt.
Mächtige Kampferbäume und Bambushaine umgeben die Klöster; viele Bäume stehen seit Jahrhunderten unter der Obhut der Mönche.
Die Insel ist klein, hügelig und von Buchten gesäumt. Ihr Beiname „buddhistisches Land zwischen Meer und Himmel“ beschreibt die Lage zwischen Wasser und Horizont.
916Fünf Dynastien
Der japanische Mönch Egaku musste eine Guanyin-Statue auf der Insel zurücklassen, als Stürme seine Heimfahrt verhinderten. Er gründete dort eine erste Kultstätte.
1080Song-Dynastie
Kaiser Shenzong verlieh dem Kloster den Namen Baotuo Guanyin Si. Seither galt die Insel als Ort der Guanyin, und Pilger aus Korea und Japan kamen hinzu.
16. Jh.Ming-Dynastie
Wegen der Piraterie wurde die Insel zeitweise geräumt und viele Tempel verfielen. Unter Kaiser Wanli entstanden die großen Klöster neu.
1699Qing-Dynastie
Nach dem Ende des Seeverbots förderte Kaiser Kangxi den Wiederaufbau und verlieh den Hauptklöstern 1699 ihre heutigen Namen Puji und Fayu.
沈家门渔港
Der große Fischerhafen auf der Hauptinsel ist Abfahrtsort für Schiffe nach Putuo Shan und abends ein Ort für Meeresfrüchte.
朱家尖
Die Nachbarinsel mit Sandstränden und dem Fähranleger Wugongzhi, von dem die meisten Boote zum heiligen Berg übersetzen.
Die Klöster bieten einfache vegetarische Mahlzeiten mit Tofu, Pilzen und Gemüse an; in den Gaststätten der Insel stehen dagegen Meeresfrüchte im Vordergrund.
Ein Grüntee, der von Mönchen auf der Insel angebaut wird und traditionell Pilgern gereicht wurde.
Mehr dazu →In China wird Guanyin meist als weibliche Gestalt verehrt, die auf einem Felsen im Südmeer wohnt. Putuo Shan gilt als dieser Ort.
Wutai Shan steht für Manjushri, Emei Shan für Samantabhadra, Jiuhua Shan für Ksitigarbha und Putuo Shan für Guanyin.
Mehr dazu →Pilger tragen gelbe Taschen, entzünden Räucherstäbchen, lassen Lichter brennen und verbringen die Festnächte betend in den Hallen.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 普陀山 | Pǔtuó Shān | Putuo Shan |
| 观音 | Guānyīn | Bodhisattva des Mitgefühls |
| 菩萨 | púsà | Bodhisattva |
| 不肯去观音 | Bù kěn qù Guānyīn | „Guanyin, die nicht fortgehen wollte“ |
| 进香 | jìnxiāng | Räucherwerk darbringen, pilgern |
| 海天佛国 | hǎi tiān fóguó | „buddhistisches Land zwischen Meer und Himmel“ |
| 素斋 | sùzhāi | vegetarische Klosterküche |
Nur per Schiff. Die meisten fahren über die Brücken von Ningbo nach Zhujiajian und nehmen dort am Anleger Wugongzhi das Boot; die Überfahrt ist kurz. Es gibt auch Verbindungen ab Shenjiamen.
Für die Hauptklöster, die Guanyin des Südmeers und die Grotten reicht ein langer Tag. Mit Übernachtung bleibt Zeit für den Gipfel und die ruhigen Morgenstunden.
Nach der Überlieferung erscheint Guanyin auf einem Felsen im Südmeer. Seit der Legende vom Mönch Egaku im 10. Jahrhundert wird dieser Ort mit Putuo Shan gleichgesetzt.
Am 19. Tag des zweiten, sechsten und neunten Mondmonats, für Geburt, Erleuchtung und Eintritt ins Ordensleben der Guanyin. Die Daten fallen je nach Jahr in unterschiedliche Monate des westlichen Kalenders.
Provinz
Hangzhou, Ningbo, Yiwu — Privatwirtschaft, E-Commerce, Partnerprovinz Niederösterreichs.
Stadt · Zhejiang
Hunderte Inseln vor der Küste, Fischkutter im Hafen und Weihrauch auf dem Heiligen Berg: Zhoushan lebt seit jeher vom Meer und von der Verehrung der Guanyin.
Stadt · Zhejiang
Seit der Tang-Zeit legen hier Schiffe nach Japan, Korea und Südostasien ab. Hinter dem Hafen bewahrt Ningbo eine der ältesten Privatbibliotheken Chinas und große Klöster des Chan-Buddhismus.
Traditionen
Bräuche, Etikette, Symbole und Familie.