Rundgang durch Jiuhuajie
Huacheng-Tempel, Qiyuan-Tempel und die Halle des unversehrten Körpers liegen nah beieinander im Dorf. Für die Treppe zum Shenguang-Grat etwas Kondition einplanen.
Heiliger Berg · Anhui
Jiǔhuá Shān
Ein Tempeldorf zwischen Bambuswäldern, Räucherwerk vor jeder Halle und oben auf dem Grat das Kloster am Himmelsaltar: Der Jiuhua Shan ist ein Pilgerberg, kein Aussichtsberg.
Der älteste Tempel des Berges steht im Herzen von Jiuhuajie. Er geht auf die Tang-Zeit zurück und beherbergt heute eine Ausstellung zur Geschichte des Berges.
Auf dem Shenguang-Grat steht die Halle über der Stupa des Mönchs Jin Qiaojue, den Pilger als Verkörperung des Dizang verehren. Manche Pilger steigen die steile Treppe auf Knien hinauf.
Das größte Kloster im Tempeldorf, mit gelben Mauern und weiten Hallen. Hier finden die großen Zeremonien statt; Besucher können den Gebeten der Mönche zuhören.
Das Kloster am Felsen oberhalb des Dorfes bewahrt den vergoldeten Körper des Ming-Mönchs Wuxia, der der Überlieferung nach mehr als hundert Jahre alt wurde.
Der höchste Pilgerpunkt des Berges mit einem Kloster auf dem Grat. Ein Sprichwort sagt, wer nicht auf dem Tiantai war, sei nicht auf dem Jiuhua gewesen.
Die uralte Kiefer im Tal von Minyuan breitet ihre Äste wie Flügel aus. Sie gilt als einer der ältesten Bäume des Berges.
Kleine Nonnenklöster liegen verstreut im Bambuswald am Weg zum Tiantai – ruhiger als das Tempeldorf und ein guter Rastplatz.
Am Fuß des Berges steht eine große Bronzestatue des Bodhisattva in einem weitläufigen Tempelpark – ein Ziel für Pilger vor dem Aufstieg.
Huacheng-Tempel, Qiyuan-Tempel und die Halle des unversehrten Körpers liegen nah beieinander im Dorf. Für die Treppe zum Shenguang-Grat etwas Kondition einplanen.
Stufen führen vom Dorf zum Kloster am Felsen und weiter zum Östlichen Felsen mit Blick über das Tal. Eine Seilbahn fährt parallel; der Rückweg zu Fuß ist angenehm.
Von Jiuhuajie über Minyuan und die Phönix-Kiefer bis zum Tiantai-Gipfel, auf alten Stufen durch Bambus und Wald. Die Tiantai-Seilbahn kürzt den letzten, steilsten Abschnitt ab.
春Frühling
Frische Bambustriebe, blühende Hänge und Teeernte am Berg. Im Frühjahr kommen viele Pilgergruppen.
夏Sommer
Im Tempeldorf angenehmer als in der Jangtse-Ebene, aber feucht und oft neblig. Im siebten Mondmonat beginnt die Hauptpilgerzeit.
秋Herbst
Klare Tage und das Dizang-Fest am 30. Tag des siebten Mondmonats, wenn der Berg voller Pilger ist.
冬Winter
Still, kühl und manchmal verschneit. Die Klöster sind offen; die oberen Wege können bei Eis gesperrt sein.
Wie beim Huangshan besteht der Kern des Berges aus Granit. Die Grate sind jedoch sanfter, die Täler tiefer bewaldet.
Dichte Bambuswälder, alte Kiefern und Laubwald bedecken die Hänge. Unterhalb der Klöster liegen Teegärten.
Früher hieß der Berg „Neun Söhne“, nach seinen Gipfeln. Sein Kamm verläuft von Nord nach Süd; das Tempeldorf liegt in einer Mulde auf halber Höhe.
8. Jh.Tang-Dynastie
Li Bai besuchte den Berg und gab ihm in einem Gedicht den Namen Jiuhua, „Neun Blüten“. Schon Jahrzehnte zuvor war der Mönch Jin Qiaojue aus dem koreanischen Königreich Silla gekommen.
Jin Qiaojue starb der Überlieferung nach im hohen Alter; sein Körper soll nicht verwest sein. Pilger sahen in ihm eine Verkörperung des Dizang, und der Berg wurde ihm geweiht.
1368–1644Ming-Dynastie
Kaiserliche Stiftungen ließen die Zahl der Klöster stark wachsen. Der Körper des Mönchs Wuxia wurde vergoldet und im Palast der Hundertjährigen aufgestellt.
1644–1911Qing-Dynastie
Der Jiuhua Shan galt nun fest als einer der vier großen buddhistischen Berge, neben Wutai Shan, Emei Shan und Putuo Shan. Große Klöster wie der Qiyuan-Tempel wurden erweitert.
Die Klöster und viele Gasthäuser im Dorf kochen fleischlos: Tofu, Bambussprossen, Pilze und Wildgemüse, oft zu Formen gelegt, die an Fleischgerichte erinnern.
Grüntee aus den Gärten an den Hängen wird als „Buddha-Tee“ verkauft und in den Klöstern zu Gebet und Gespräch getrunken.
Mehr dazu →Dizang gelobte, keine Erleuchtung anzunehmen, solange die Höllen nicht leer sind. Er gilt als Helfer der Verstorbenen – viele Pilger kommen, um für ihre Ahnen zu beten.
Mehr dazu →Um den 30. Tag des siebten Mondmonats, den Gedenktag des Dizang, finden große Zeremonien statt. Pilger tragen gelbe Taschen und Weihrauch den Berg hinauf.
Mehr dazu →Mönche und Nonnen leben hier nach festen Tageszeiten mit Morgen- und Abendandacht. Besucher kleiden sich schlicht, fotografieren nicht in den Hallen und lassen Rituale ungestört.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 九华山 | Jiǔhuá Shān | „Berg der neun Blüten“ |
| 地藏 | Dìzàng | Bodhisattva Kṣitigarbha |
| 肉身 | ròushēn | unversehrter Körper eines Mönchs |
| 金乔觉 | Jīn Qiáojué | Mönch aus Silla |
| 香客 | xiāngkè | Pilger, wörtlich „Weihrauchgast“ |
| 素斋 | sùzhāi | vegetarische Klosterküche |
| 四大佛教名山 | sì dà fójiào míngshān | die vier heiligen Berge des Buddhismus |
Er gilt als Ort des Bodhisattva Dizang. Der Mönch Jin Qiaojue aus Silla lebte hier im 8. Jahrhundert in Askese; nach seinem Tod verehrten ihn Pilger als Verkörperung des Dizang.
Wutai Shan (Manjushri), Emei Shan (Samantabhadra), Putuo Shan (Guanyin) und Jiuhua Shan (Dizang).
Ein voller Tag reicht für das Tempeldorf und den Palast der Hundertjährigen. Mit dem Weg zum Tiantai-Gipfel sollte man zwei Tage einplanen.
Ja, die Klöster sind für Besucher offen. In den Hallen wird nicht fotografiert, Schultern und Knie sind bedeckt, und bei Andachten hält man sich im Hintergrund.
Provinz
Zwischen Huai-Fluss und Jangtse liegt die Provinz der gelben Berge, der weißen Giebel und der Tuschesteine – Heimat der Huizhou-Kaufleute und einer der acht großen Küchen Chinas.
Stadt · Anhui
Li Bai besang hier den Qiupu-Fluss, Du Mu fragte hier nach dem Weg zum Aprikosenblütendorf: Chizhou ist eine stille Stadt am Jangtse – und das Tor zu einem der heiligen Berge des Buddhismus.
Philosophie
Konfuzianismus, Daoismus, Buddhismus, Legalismus und ihre Denker.