Drei Naturbrücken
Mit dem Aufzug hinab in die Schlucht, dann zu Fuß unter allen drei Bögen hindurch und vorbei an den Einsturztrichtern. Am Ende bringt ein Shuttlebus zurück zum Eingang.
Karstlandschaft · Chongqing
Wǔlóng Kāsītè
Drei Felsbögen spannen sich über eine Schlucht, deren Wände senkrecht in die Tiefe fallen: In Wulong hat das Wasser den Kalkstein von innen ausgehöhlt, bis die Decken einstürzten.
Die erste der drei Naturbrücken: ein gewaltiger Felsbogen, unter dem der Weg in den Talgrund hinabführt.
Der höchste der drei Bögen. Nach Regen stürzt Wasser über die Kante, und im Gegenlicht zeigt sich oft ein feiner Sprühnebel.
Der dunkelste Durchgang, weil der Bogen tief und breit ist. Unter ihm treten mehrere Quellen aus der Wand, die als kleine Wasserfälle herabfallen.
Zwischen den Bögen öffnen sich zwei runde Schlote mit senkrechten Wänden, der Qinglong- und der Shenying-Tiankeng. Sie sind Reste einer Höhle, deren Decke einbrach – die Brücken sind die stehen gebliebenen Teile.
Eine weitläufige Tropfsteinhöhle über dem Furong-Fluss mit Sinterbecken, Kristallblüten und dichten Vorhängen aus Kalk. Die Wege sind beleuchtet und gut ausgebaut.
Eine enge, tief eingeschnittene Klamm, durch die Stege und Treppen neben dem Wasser hinabführen. Sie liegt im selben Gebiet wie die Naturbrücken.
Ein abgelegenes Hochtal mit mehreren Einsturztrichtern, die von Bächen ausgewaschen wurden. Weniger erschlossen und ruhiger als die Hauptstätten.
Mit dem Aufzug hinab in die Schlucht, dann zu Fuß unter allen drei Bögen hindurch und vorbei an den Einsturztrichtern. Am Ende bringt ein Shuttlebus zurück zum Eingang.
Ein Rundgang auf befestigten Wegen durch die Haupthalle und die Seitengänge. In der Höhle ist es ganzjährig kühl und feucht; eine Jacke mitnehmen.
Über Stufen und Stege hinab durch die Klamm, entlang von Wasserfällen und Gumpen. Nach Starkregen kann der Weg gesperrt sein.
Spaziergänge über die offenen Wiesen und durch die Wälder des Plateaus oberhalb der Stadt Wulong. Im Sommer eine kühle Ergänzung zum Schluchtenbesuch.
春Frühling
Frisches Grün an den Felswänden und kräftige Bäche nach den ersten Regenfällen. Oft Nebel am Morgen.
夏Sommer
Die Hauptsaison: in den Schluchten schattig und kühl, auf dem Xiannü Shan angenehm. Gewitter können Wege kurzfristig schließen.
秋Herbst
Klarere Luft und Herbstfarben an den Hängen. Die Wasserfälle führen weniger Wasser als im Sommer.
冬Winter
Ruhig und kühl; auf dem Xiannü Shan fällt oft Schnee. In den Schluchten sind die Stufen dann glatt.
Ein unterirdischer Fluss höhlt den Kalk aus, bis Teile der Höhlendecke einbrechen. Wo die Decke hält, bleiben Bögen über der entstehenden Schlucht stehen.
So heißen große, senkrecht umrandete Einsturztrichter. Chinesische Karstforscher prägten den Begriff, der inzwischen auch international verwendet wird.
Am Grund der Trichter ist es feucht und windstill. Farne, Moose und Bäume bilden dort eine eigene Pflanzenwelt, die sich vom Bewuchs am Rand unterscheidet.
Der Wujiang durchschneidet das Kalkgebirge in einer tiefen, gewundenen Schlucht. Seine Nebenflüsse wie der Furong-Fluss haben die Höhlen und Klammen geformt.
Das Welterbe umfasst Karstgebiete in mehreren Provinzen, darunter den Steinwald in Yunnan. Wulong steht darin für Naturbrücken und Einsturztrichter.
Mehr dazu →über JahrmillionenErdgeschichte
Meeresablagerungen verfestigten sich zu Kalkstein, wurden gehoben und von Wasser gelöst. Höhlen, Brücken und Trichter sind Stadien desselben Prozesses.
1368–1911Ming und Qing
Auf dem Wujiang zogen Treidler Boote mit Salz aus dem Sichuan-Becken flussaufwärts nach Guizhou. Die Stromschnellen machten die Fahrt gefährlich und langsam.
金佛山
Ein Tafelberg im Süden Chongqings mit Steilwänden und Höhlen, seit 2014 ebenfalls Teil des Welterbes Südchinesischer Karst.
大足石刻
Die zweite Welterbestätte Chongqings liegt im Westen: buddhistische, daoistische und konfuzianische Reliefs der Tang- und Song-Zeit.
长江三峡
Flussabwärts von Chongqing beginnt am Jangtse die Qutang-Schlucht; Kreuzfahrten verbinden Chongqing mit Yichang in Hubei.
Der gepresste, gewürzte Tofu aus dem Ort Yangjiao am Wujiang ist eine bekannte Spezialität der Gegend und wird als Snack verkauft.
Wo Boote nicht gegen die Strömung ankamen, zogen Männer sie an Seilen über Uferpfade. In die Felsen gehauene Treidelpfade erinnern noch an diese Arbeit.
Im Südosten Chongqings leben Tujia und Miao. Ihre Pfahlbauten, Lieder und Feste prägen die Dörfer rund um Wulong.
Flughäfen
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| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 武隆 | Wǔlóng | Wulong, Bezirk in Chongqing |
| 喀斯特 | kāsītè | Karst |
| 天生桥 | tiānshēngqiáo | Naturbrücke |
| 天坑 | tiānkēng | Einsturztrichter |
| 地缝 | dìfèng | Klamm, Felsspalte |
| 溶洞 | róngdòng | Karsthöhle |
| 仙女山 | Xiānnǚ Shān | Feenberg |
Die Drei Naturbrücken mit ihren Einsturztrichtern, die Furong-Höhle mit dem Furong-Fluss und die Trichter von Houping. Sie sind Teil des Welterbes Südchinesischer Karst.
Für Naturbrücken und Furong-Höhle reicht ein langer Tag. Mit Longshui-Spalte, Xiannü Shan oder Houping sind zwei bis drei Tage sinnvoll.
Per Bahn oder Fernbus aus Chongqing. In Wulong fahren Busse zu den einzelnen Stätten; die Naturbrücken liegen oberhalb des Wujiang-Tals.
Ja, die Hauptwege sind befestigt, Aufzüge und Shuttlebusse kürzen Aufstiege ab. Auf nassen Stufen ist Vorsicht nötig.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
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