Rundgang durch die Festung
Vom Museum der Großen Mauer durch Osttor und innere Stadt auf den Wehrgang, dann zum Westtor und hinaus auf die Gobi-Seite.
Historische Stätte · Gansu
Jiāyùguān Guānchéng
Gelbe Lehmmauern, drei hölzerne Tortürme und dahinter die Schneeberge des Qilian: Die Festung schloss den Korridor, und wer sie nach Westen verließ, war außerhalb des Reiches.
Das Osttor der inneren Stadt, sinngemäß „Tor der Ausstrahlung der Kultur“, durch das Reisende aus dem Reich ankamen. Über ihm erhebt sich ein dreistöckiger Holzturm.
Das Westtor der inneren Stadt öffnet sich zur Wüste. Sein Name, „die Fernen mit Milde behandeln“, steht für den Wunsch, fremde Völker durch Nachsicht statt Waffen zu gewinnen.
Das äußerste Tor im Westen trägt die Tafel mit dem Namen der Festung. Die Steinplatten davor sind von Karren tief ausgefahren.
Rampen führen auf die Mauerkrone. Von oben sieht man die Staffelung der Befestigung und die Mauerzüge, die in die Gobi hinauslaufen.
Auf einem Sims am Westturm liegt ein einzelner Ziegel – nach der Legende der eine, der beim genau berechneten Bau übrig blieb.
Vor der Festung stehen ein Tempel für den Kriegsgott Guan Yu und eine Theaterbühne, auf der Truppen der Garnison unterhalten wurden.
Vom Museum der Großen Mauer durch Osttor und innere Stadt auf den Wehrgang, dann zum Westtor und hinaus auf die Gobi-Seite.
Ein steiler, restaurierter Mauerzug nördlich der Festung, über viele Stufen den Grat hinauf; oben weiter Blick über den Korridor.
Südlich der Festung endet die Mauer an einer Schlucht des Taolai-Flusses. Stege und eine Hängebrücke führen am Rand entlang.
春Frühling
Ab April mild, aber windig; an manchen Tagen trübt Staub die Sicht auf die Berge.
夏Sommer
Heiß und schattenlos auf den Mauern. Morgens oder am späten Nachmittag besuchen.
秋Herbst
Klare Luft und oft schon Schnee auf dem Qilian – die schönste Zeit für Fotos.
冬Winter
Eisig und fast menschenleer; der Kontrast zwischen gelben Mauern und weißen Bergen ist am stärksten.
Um die Festung wachsen nur dürre Sträucher. Der karge Boden macht deutlich, warum die Garnison auf Nachschub aus den Oasen angewiesen war.
Zwischen den Qilian-Bergen und dem Heishan verengt sich der Korridor. Wer die Festung hielt, kontrollierte den Weg zwischen Zentralasien und dem Inneren Chinas.
Die Schneegipfel im Süden liefern das Wasser der Oasen und bilden die Kulisse der Festung.
1372Ming-Dynastie
Nach der Vertreibung der Mongolen aus dem Korridor ließ General Feng Sheng hier die erste Lehmfestung anlegen.
1495Ming-Dynastie
Der Turm über dem Osttor wurde errichtet; in den folgenden Jahrzehnten kamen Vorwerke, Türme und Mauern hinzu.
1524Ming-Dynastie
Der Hof schloss den Pass, die Gebiete westlich davon wurden aufgegeben. Jiayuguan wurde zur festen Grenze.
1644–1911Qing-Dynastie
Mit der Ausdehnung des Reiches nach Xinjiang wurde der Pass zur Kontrollstation für Reisende, Händler und Verbannte auf dem Weg nach Westen.
魏晋墓
Grabkammern mit bemalten Ziegeln nordöstlich der Stadt zeigen Alltagsszenen aus dem 3. und 4. Jh.
Pässe, Signalfeuer und Heimweh sind Themen der Grenzlyrik. Die Festung wurde zum Sinnbild des Abschieds von der Heimat.
Klopft man mit Steinen an eine bestimmte Stelle der Mauer, antwortet ein Echo wie Vogelgezwitscher – der Legende nach der Ruf einer Schwalbe, die das Tor verfehlte.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 嘉峪关 | Jiāyùguān | Jiayu-Pass |
| 关城 | guānchéng | Passfestung |
| 瓮城 | wèngchéng | Vorburg, Torzwinger |
| 箭楼 | jiànlóu | Torturm, Pfeilturm |
| 天下第一雄关 | Tiānxià Dìyī Xióngguān | „Erster mächtiger Pass unter dem Himmel“ |
| 悬壁长城 | Xuánbì Chángchéng | Hängende Mauer |
Die Festung ist das Westende der Ming-Mauer. Ältere Wälle der Han-Zeit reichten weiter nach Westen bis in die Gegend um Dunhuang.
Für die Festung zwei bis drei Stunden, mit Hängender Mauer und Erstem Signalturm einen ganzen Tag.
Aus der Stadt Jiayuguan mit Taxi oder Stadtbus; vom Schnellzugbahnhof Jiayuguan Süd ist die Fahrt kurz.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
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