Bootsfahrt nach Yangshuo
Die großen Ausflugsboote starten südlich von Guilin und fahren flussabwärts bis Yangshuo, mit Mittagessen an Bord. Bei Niedrigwasser beginnt die Fahrt weiter im Süden.
Karstlandschaft · Guangxi
Lí Jiāng
Grüne Kalkkegel spiegeln sich im klaren Wasser, Bambus neigt sich über das Ufer, ein Floß gleitet vorbei: Der Li-Fluss ist die Landschaft, die man aus unzähligen Tuschebildern kennt.
Der Felsbogen in Guilin, der wie ein trinkender Elefant in den Fluss taucht, markiert den Anfang der Flusslandschaft mitten in der Stadt.
Eine Höhle am Ufer bei Caoping, aus der ein unterirdischer Bach in den Fluss mündet; Boote und eine kleine Bahn führen hinein.
Am Anleger von Yangdi beginnt der dichteste Karstabschnitt. Hier starten Bambusflöße und der Uferweg nach Xingping.
Eine Felswand mit farbigen Flecken und Adern, in denen man Pferde erkennen soll. Wer neun findet, dem wird Erfolg nachgesagt.
Über einer gelblichen Felsplatte im Flussbett ist das Wasser besonders ruhig; die Berge spiegeln sich hier vollkommen.
Bei Xingping zeigt sich die Bergkette, die auf der Rückseite des Geldscheins abgebildet ist. Viele halten hier ihren Schein vor die Landschaft.
Ein steiler Stufenweg führt von Xingping auf den Berg. Oben öffnet sich der Blick auf die große Flussschleife – besonders bei Sonnenaufgang.
Der Aussichtsberg oberhalb einer weiten Flussbiegung ist ein klassischer Fotostandort für Sonnenaufgänge über gestaffelten Kegeln.
Die großen Ausflugsboote starten südlich von Guilin und fahren flussabwärts bis Yangshuo, mit Mittagessen an Bord. Bei Niedrigwasser beginnt die Fahrt weiter im Süden.
Motorisierte Bambusflöße fahren den schönsten Abschnitt; sie sind kleiner und näher am Wasser als die Ausflugsboote.
Ein Fußweg folgt dem Ufer durch Dörfer und Bambushaine; unterwegs setzt man mit Fährflößen über. Festes Schuhwerk und Wasser mitnehmen.
Steile, teils ausgesetzte Stufen führen vom Ort Xingping auf den Gipfel. Belohnt wird man mit dem Blick über Flussschleife und Karstkegel.
春Frühling
Nebel und leichter Regen lassen die Kegel in Schichten verschwimmen – das Bild der Tuschemalerei. Ab April steigt das Wasser.
夏Sommer
Hoher Wasserstand und sattes Grün. Nach Starkregen ist der Fluss trüb, bei Hochwasser werden Fahrten ausgesetzt.
秋Herbst
Klare Luft, weite Sicht und weniger Regen. Das Wasser sinkt, bleibt aber meist gut befahrbar; Osmanthus blüht.
冬Winter
Niedrigwasser und kühles, oft graues Wetter. Die Boote fahren verkürzte Strecken, dafür ist es ruhig.
Mächtige Kalksteinschichten wurden gehoben und über lange Zeit von warmem, saurem Regenwasser gelöst. Übrig blieben Kegel, Türme, Höhlen und unterirdische Flüsse.
Freistehende Türme in einer Ebene heißen „Gipfelwald“, dicht gedrängte Kegel mit gemeinsamem Sockel „Gipfelbüschel“ – am Li-Fluss sieht man beide Formen.
Feiner Phönixschwanz-Bambus säumt die Ufer; in den seichten Stellen leben Fische, Krebse und Wasservögel.
Der Fluss ist meist flach und klar und folgt in Schleifen den Lücken zwischen den Kegeln. Hinter jeder Biegung öffnet sich ein neues Bild.
Zwischen den Bergen liegen Dörfer mit Grauziegelhäusern, Obstgärten und kleinen Anlegern, von denen Fähren übersetzen.
214 v. Chr.Qin-Dynastie
Der Lingqu-Kanal verband das Quellgebiet des Li mit dem Xiang-Fluss. Damit wurde der Li Teil einer Wasserstraße zwischen Yangtse und Perlfluss.
9. Jh.Tang-Dynastie
Han Yu verglich den Fluss mit einem grünen Seidenband und die Berge mit Haarnadeln aus Jade – ein Bild, das bis heute zitiert wird.
12. Jh.Song-Dynastie
Fan Chengda beschrieb die Berge um Guilin als die seltsamsten unter dem Himmel und machte die Landschaft in Gelehrtenkreisen bekannt.
1637Ming-Dynastie
Der Reisende Xu Xiake fuhr den Fluss hinab, erkundete Höhlen um Guilin und Yangshuo und hielt sie in seinen Tagebüchern fest.
遇龙河
Der ruhige Nebenfluss bei Yangshuo mit Steinbrücken und Bambusflößen ist die ländliche Ergänzung zur Li-Fahrt.
灵渠
Der Kanal der Qin-Zeit im Kreis Xing'an zeigt, wie das Wasser des Li mit dem Xiang-Fluss verbunden wurde.
兴坪古镇
Der alte Marktflecken am Flussufer eignet sich für eine Übernachtung und für Wege zu den Aussichtsbergen.
Karpfen aus dem Fluss, angebraten und mit Bier, Tomaten und Chili geschmort – in Yangshuo und Xingping überall zu haben.
Mehr dazu →Kleine Garnelen aus dem Fluss werden knusprig frittiert und als Snack am Ufer verkauft.
Mit Bambusfloß, Laterne und abgerichteten Kormoranen fingen Fischer früher nachts auf dem Li. Einige zeigen die Technik heute noch am Abend.
Maler der Moderne und Gegenwart haben den Fluss unzählige Male gemalt. Wer die Landschaft gesehen hat, erkennt sie in vielen Bildern wieder.
Mehr dazu →Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 漓江 | Lí Jiāng | Li-Fluss |
| 喀斯特 | kāsītè | Karst |
| 峰林 | fēnglín | Turmkarst |
| 竹筏 | zhúfá | Bambusfloß |
| 倒影 | dàoyǐng | Spiegelbild |
| 码头 | mǎtóu | Anleger |
| 鸬鹚 | lúcí | Kormoran |
Die großen Boote fahren die ganze Strecke bis Yangshuo, sind bequem, aber voll. Die Bambusflöße befahren nur den Abschnitt zwischen Yangdi und Xingping, sind näher am Wasser und flexibler. Wer wenig Zeit hat, wählt das Floß.
Allgemein gilt der Abschnitt zwischen Yangdi und Xingping als der eindrucksvollste, mit dem Neun-Pferde-Wandbild-Berg und der Ansicht des 20-Yuan-Scheins.
Ja. Der Uferweg von Yangdi nach Xingping führt durch Dörfer und Bambushaine und kreuzt den Fluss mit kleinen Fähren. Man braucht einen halben bis ganzen Tag.
Grundsätzlich ja, aber bei Niedrigwasser im Winter werden Strecken verkürzt, und bei Hochwasser im Sommer können Fahrten ausfallen.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
Wie CHINANETZ Quellen auswählt und prüft: Recherche und Quellen.
Provinz
Karstlandschaften und die Grenze zu Vietnam.
Stadt · Guangxi
Kalkkegel stehen zwischen Wohnblocks und Seen, Osmanthus duftet im Herbst über den Straßen: Guilin ist die Stadt, deren Landschaft zum Inbegriff chinesischer Malerei wurde.
Stadt · Guangxi
Hinter jeder Straßenecke steht ein Kalkkegel, zwischen den Bergen liegen Reisfelder und Bambus: In Yangshuo reist man nicht an der Landschaft vorbei, sondern mitten durch sie hindurch.
Geschichte
Große Mauer, Verbotene Stadt, Terrakotta-Armee, Karstlandschaften — alle Welterbestätten mit Einordnung.
Kunst
Tuschmalerei, Landschaft und die großen Meister.
Geographie
Provinzen, Klima, Landschaften, Bevölkerung.