Chengyang Bazhai程阳八寨
Acht Dörfer am Linxi-Fluss, verbunden durch Brücken und Pfade, mit Trommeltürmen, Wasserrädern und Reisfeldern.
Autonomer Kreis der Dong (Liuzhou) · Guangxi
Sānjiāng
Überdachte Holzbrücken spannen sich über grüne Flüsse, in der Dorfmitte ragt der Trommelturm auf: In Sanjiang zeigt sich die Holzbaukunst der Dong in ihrer reinsten Form.
Acht Dörfer am Linxi-Fluss, verbunden durch Brücken und Pfade, mit Trommeltürmen, Wasserrädern und Reisfeldern.
Der Hauptort an der Mündung der Flüsse, mit einem großen modernen Trommelturm und Märkten der umliegenden Dörfer.
Eine kleine Flussinsel mit Stadtmauerresten, Gassen und Pomelo-Gärten, einst Sitz der Kreisverwaltung.
Abgelegenere Gemeinden im Nordwesten mit Dörfern, in denen Brücken, Türme und Feste besonders ursprünglich erhalten sind.
Sanjiang gehört zur Autonomen Region Guangxi (广西). Die Übersichtsseite ordnet Landschaft, Geschichte und die übrigen Orte ein.
Mehrere Flüsse vereinen sich beim Hauptort. Ihre engen Täler bieten gerade genug Raum für Dörfer, Reisfelder und Fischteiche.
Die Berge sind mit Chinesischer Spießtanne bewaldet. Ihr gerades, harzreiches Holz ist das Baumaterial aller Häuser, Türme und Brücken.
An den Hängen steigen Terrassen auf, in deren Wasser zugleich Fische und Enten gehalten werden – ein alter Kreislauf der Dong-Landwirtschaft.
10.–13. Jh.Song-Dynastie
Chroniken erwähnen Siedlungen der Vorfahren der Dong in den Bergtälern an der Grenze von Guangxi, Guizhou und Hunan.
1368–1644Ming-Dynastie
Das Gebiet gehörte zum Kreis Huaiyuan. Die Verwaltung saß zeitweise auf der befestigten Flussinsel Danzhou.
1644–1912Qing-Dynastie
Die Dörfer bauten ihre Trommeltürme und Brücken in Gemeinschaftsarbeit immer wieder neu. Viele der heute stehenden Bauten gehen auf Vorgänger dieser Zeit zurück.
程阳永济桥
Die lange, überdachte Brücke ruht auf Steinpfeilern und trägt fünf pagodenartige Pavillons. Sie ist Durchgang, Treffpunkt und Schutz vor Regen zugleich.
程阳八寨
Pfahlhäuser aus dunklem Holz, Trommeltürme und Wasserräder am Fluss. Pfade verbinden die Dörfer zu einer mehrstündigen Wanderung.
马胖鼓楼
Einer der eindrucksvollsten Trommeltürme der Region, mit vielen gestaffelten Dachtraufen, ganz aus Holz gefügt.
丹洲古城
Die kleine Inselstadt im Fluss bewahrt Tore, Mauerreste, einen Tempel und Gassen zwischen Pomelo-Gärten.
高定寨
Ein Bergdorf mit mehreren Trommeltürmen auf engem Raum, abseits der Hauptrouten gelegen.
Teeblätter und Ingwer werden in Öl geröstet, mit Wasser aufgekocht und mit Puffreis, Erdnüssen und Frühlingszwiebeln gegessen – Gastgeschenk und Frühstück zugleich.
Fisch, Fleisch und Gemüse werden mit Reis in Tonkrügen gesäuert und monatelang gelagert. Säure ersetzt in der Dong-Küche vieles, was anderswo Salz leistet.
Zu Festen trägt jede Familie ein Gericht bei, und Gäste essen an einer langen Tafel quer durch das Dorf.
Mehrstimmiger Chorgesang ohne Dirigent und Begleitung, der Naturklänge nachahmt und Wissen über Generationen weitergibt.
Mehr dazu →Der Turm ist das Zentrum jedes Dorfs: Versammlungsort, Feuerstelle im Winter und früher Signalplatz, an dem eine Trommel zu Beratungen rief.
Überdachte Holzbrücken mit Sitzbänken und Pavillons schützen Wanderer vor Wetter und gelten zugleich als Glücksbringer für das Dorf.
Zu Fest- und Erntezeiten gibt es Lusheng-Musik, Stierkämpfe zwischen Wasserbüffeln und Wechselgesang zwischen den Dörfern.
An den Hängen wird Grüntee angebaut; der Kreis ist ein bekanntes Teegebiet des nördlichen Guangxi.
Zimmerleute der Dong errichten Türme und Brücken bis heute in traditioneller Technik, oft ohne Baupläne auf Papier.
Gästehäuser in Pfahlhäusern, Gesangsvorführungen und Wanderungen zwischen den Dörfern sind eine wachsende Einnahmequelle.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
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| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 侗族 | Dòngzú | die Dong |
| 鼓楼 | gǔlóu | Trommelturm |
| 风雨桥 | fēngyǔqiáo | Wind-und-Regen-Brücke |
| 侗族大歌 | Dòngzú dàgē | Großer Gesang der Dong |
| 吊脚楼 | diàojiǎolóu | Pfahlhaus |
| 油茶 | yóuchá | Öltee |
| 芦笙 | lúshēng | Mundorgel |
| 寨 | zhài | Dorf, Weiler |
Eine überdachte Holzbrücke der Dong mit Bänken und Pavillons. Sie schützt vor Wetter, dient als Treffpunkt und soll dem Dorf Glück bringen. Die Chengyang-Brücke in Sanjiang ist die bekannteste.
Die Dong-Zimmerleute verbinden Pfosten und Balken mit Zapfen und Holzdübeln. Das Tragwerk bleibt beweglich, verkraftet Feuchtigkeit und lässt sich ausbessern, ohne das Gefüge zu zerstören.
In Dörfern um Chengyang und bei Festen wird er von Chören vorgetragen, oft auch für Gäste am Abend. Er ist seit 2009 immaterielles Kulturerbe der UNESCO.
Beide liegen im Norden Guangxis. Viele reisen von Guilin zu den Longji-Reisterrassen und weiter nach Sanjiang, oder umgekehrt mit der Bahn über Sanjiang Süd.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
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