Kloster und Pagodenwald
Vom Eingang durch den Klosterbezirk zum Pagodenwald, dazu eine Vorführung in der Kampfkunsthalle. Überwiegend ebene, gepflasterte Wege.
Heiliger Berg · Henan
Shàolín Sì · Sōng Shān
Am mittleren der fünf heiligen Berge liegen das Kloster, in dem Chan-Buddhismus und Kungfu zusammenfanden, und Tempel, Akademien und Sternwarten aus fast zwei Jahrtausenden.
Der Klosterbezirk mit Tor, Stelenwald, Dharmahalle und der Tausend-Buddha-Halle, deren Boden Mulden vom Training der Mönche zeigen soll.
Über zweihundert Grabpagoden aus Ziegel und Stein, von der Tang- bis zur Qing-Zeit, stehen am Hang westlich des Klosters.
Kleine Höhle am Wuru-Gipfel oberhalb des Klosters, in der Bodhidharma der Legende nach neun Jahre vor einer Wand meditierte.
Ein Plankenweg führt an den Felswänden des Shaoshi Shan entlang, mit Hängebrücken und Blicken auf gefaltete Gesteinsschichten.
Der Hauptgipfel des Taishi Shan bietet weite Ausblicke über die Ebene von Dengfeng; der Aufstieg beginnt nahe der Songyang-Akademie.
Daoistische Tempelstadt für den Gott des Berges, mit Hallen, alten Zypressen und vier eisernen Wächterfiguren aus der Song-Zeit.
Konfuzianische Akademie am Taishi Shan mit einer großen Tang-Stele und sehr alten Zypressen im Hof.
Die zwölfeckige Ziegelpagode aus der Nördlichen Wei gilt als älteste erhaltene Ziegelpagode Chinas.
Vom Eingang durch den Klosterbezirk zum Pagodenwald, dazu eine Vorführung in der Kampfkunsthalle. Überwiegend ebene, gepflasterte Wege.
Vom Pagodenwald über Stufen bergauf zur Höhle und zur großen Bodhidharma-Statue am Wuru-Gipfel; schöner Blick auf das Tal.
Per Seilbahn oder zu Fuß hinauf zum Shaoshi Shan, dann auf in den Fels gebauten Wegen und über Hängebrücken; Trittsicherheit nötig.
Steiler Stufenweg von der Songyang-Akademie auf den Hauptgipfel des Taishi Shan und zurück; viele Höhenmeter, wenig Schatten.
Per Taxi zu Zhongyue-Tempel, Songyang-Akademie, Songyue-Pagode und Sternwarte Gaocheng – die Welterbestätten jenseits von Shaolin.
春Frühling
Blühende Obstbäume im Tal, frisches Grün am Taishi Shan; ideale Temperaturen für lange Wanderungen.
夏Sommer
Heiß im Tal, angenehmer in der Höhe. Nachmittagsgewitter können Plankenwege kurzzeitig sperren.
秋Herbst
Die beste Zeit: klare Sicht, bunte Wälder am Shaoshi Shan und angenehme Temperaturen auf allen Wegen.
冬Winter
Ruhig im Kloster, oft Frost am Berg. Schnee macht die Felsen fotogen, aber einzelne Wege werden gesperrt.
Am Song Shan liegen Gesteine aus sehr unterschiedlichen Erdzeitaltern nebeneinander offen, dazu gefaltete Schichten am Shaoshi Shan. Das Gebiet ist UNESCO-Geopark.
Laubwälder bedecken die Hänge. In den Tempelhöfen stehen Zypressen, die zu den ältesten Bäumen Chinas gezählt werden.
Der Taishi Shan im Osten ist breit und bewaldet, der Shaoshi Shan im Westen schroff mit Felsnadeln und Steilwänden. Zwischen ihnen liegt das Tal von Shaolin.
In der alten Vorstellung lag der Song Shan im Zentrum der bewohnten Welt. Deshalb bauten Kaiser, Mönche und Gelehrte hier ihre Heiligtümer.
495Nördliche Wei
Kaiser Xiaowen gründete das Kloster für den indischen Mönch Batuo. Der Legende nach meditierte später Bodhidharma neun Jahre in einer Höhle oberhalb des Klosters.
Mönche aus Shaolin halfen Li Shimin gegen einen Rivalen; zum Dank erhielt das Kloster Land. Eine Stele aus der Tang-Zeit erinnert daran.
Kaiserin Wu Zetian vollzog am Song Shan die Feng-Zeremonie zur Verehrung des Himmels; der Ort erhielt daraufhin den Namen Dengfeng.
1368–1644Ming-Dynastie
Shaolin-Mönche kämpften im 16. Jahrhundert gegen Piraten an der Küste. Handbücher dieser Zeit beschreiben die Stockkampftechniken des Klosters.
1644–1911Qing-Dynastie
Kaiser besuchten den Berg und stifteten Inschriften. Im Pagodenwald kamen weiter Grabpagoden für verdiente Mönche hinzu.
Faust- und Stockformen, Atem- und Kraftübungen: Die Mönche verstehen Kampfkunst als Teil der Meditationspraxis. Vorführungen zeigen einen Ausschnitt.
Mehr dazu →Chan betont Meditation und die direkte Erfahrung statt Schriftgelehrsamkeit. Die Überlieferung führt seine Linie auf Bodhidharma zurück.
Am Song Shan stehen buddhistische Klöster, der daoistische Zhongyue-Tempel und die konfuzianische Songyang-Akademie nahe beieinander.
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| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 嵩山 | Sōng Shān | Song Shan |
| 中岳 | Zhōngyuè | mittlerer der fünf heiligen Berge |
| 少林寺 | Shàolín Sì | Shaolin-Kloster, „Kloster im Wald des Shaoshi“ |
| 达摩 | Dámó | Bodhidharma |
| 塔林 | tǎlín | Pagodenwald |
| 禅 | chán | Chan, Meditationsbuddhismus |
| 功夫 | gōngfu | Kungfu, durch Übung erworbenes Können |
Am Fuß des Shaoshi Shan, eines der beiden Massive des Song Shan, westlich der Stadt Dengfeng in der Provinz Henan, zwischen Zhengzhou und Luoyang.
Mehrere Stätten um Dengfeng, darunter Shaolin mit Pagodenwald, Zhongyue-Tempel, Songyang-Akademie, Songyue-Pagode, die Han-Torpfeiler und die Sternwarte Gaocheng. Eingetragen wurden sie 2010.
Die Kampfkunsthalle nahe dem Kloster zeigt mehrmals täglich Vorführungen. Das Training der Klostermönche selbst ist nicht öffentlich, doch in den Schulen der Umgebung üben viele Schüler im Freien.
Beliebt sind der Weg vom Kloster zur Bodhidharma-Höhle, der Plankenweg am Shaoshi Shan über Sanhuangzhai und der Aufstieg zum Junji-Gipfel des Taishi Shan.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
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Provinz
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