Turm und Uferpromenade
Vom Yueyang-Turm entlang der Stadtmauer und der Uferpromenade, mit Blick über den See bis zur Insel Junshan.
See · Hunan
Dòngtíng Hú
Im Sommer ein Binnenmeer bis zum Horizont, im Winter ein Land aus Schlammbänken und Gras, auf dem Kraniche rasten: Der See, der Hunan den Namen gab, verändert sich mit jeder Jahreszeit.
Der Holzturm auf der Stadtmauer von Yueyang ist der klassische Aussichtspunkt über den See und Schauplatz berühmter Gedichte und Aufsätze.
Bambus, Teegärten und Tempel auf einer Insel vor Yueyang; hier liegen die Gräber der Gemahlinnen des Kaisers Shun und die Gärten des Gelbtees Junshan Yinzhen.
Grasland, Rinnen und Schlammflächen, die im Winter trockenfallen. Hier rasten Kraniche, Schwäne, Gänse und Löffler.
An der Mündung trifft das klare Seewasser auf das trübe Wasser des Jangtse; die Grenze ist bei ruhigem Wetter gut zu sehen.
Der Zufluss im Osten, an dem Qu Yuan starb. Am Ufer steht sein Gedenktempel, im Frühsommer fahren hier Drachenboote.
Im Süd-Dongting ziehen sich Schilfinseln und Fischerdörfer bis an den Horizont; Boote fahren durch Kanäle zwischen den Schilffeldern.
Vom Yueyang-Turm entlang der Stadtmauer und der Uferpromenade, mit Blick über den See bis zur Insel Junshan.
Rundweg über die Insel zu Teegärten, Bambushainen und den Gräbern der Gemahlinnen Shuns; Anreise per Boot oder über die Straße.
Von Yueyang zu den Beobachtungsstationen im Schutzgebiet Ost-Dongting, im Winter mit Fernglas; die besten Zeiten sind früher Morgen und später Nachmittag.
春Frühling
Der Wasserstand steigt, die Grasflächen werden grün. Auf Junshan beginnt die Teeernte der zarten Knospen.
夏Sommer
Hochwasser: Der See dehnt sich weit aus, Inseln verschwinden. Heiß und schwül, gelegentlich Überflutungen.
秋Herbst
Das Wasser sinkt, die Luft wird klar. Die ersten Zugvögel treffen ein, Schilf blüht silbrig.
冬Winter
Niedrigwasser mit weiten Schlammflächen und Grasland, die Hauptzeit der Zugvögel. Kalter Wind vom offenen See.
Zwischen Sommer und Winter ändert sich die Wasserfläche um ein Vielfaches. Dieses Wechselspiel prägt Pflanzen, Tiere und das Leben der Fischer.
Das Feuchtgebiet ist ein wichtiger Überwinterungsplatz am Jangtse für Kraniche, Gänse und Enten, darunter seltene Arten wie die Zwerggans.
Im See und im angrenzenden Jangtse lebt der Jangtse-Glattschweinswal, einer der letzten Wale im Süßwasser, der unter strengem Schutz steht.
Rings um den See liegen eingedeichte Reisfelder und Fischteiche. Viel Land wurde dem See über Jahrhunderte durch Deiche abgewonnen.
Die Flüsse bringen Sand und Schlamm, die den See langsam auffüllen. Seit der Qing-Zeit ist er deutlich kleiner geworden.
LegendeMythische Zeit
Ehuang und Nüying, die Gemahlinnen des Kaisers Shun, weinten am See um ihren verstorbenen Mann. Ihre Tränen sollen die Flecken auf dem Bambus von Junshan hinterlassen haben.
4.–3. Jh. v. Chr.Chu
Qu Yuan wanderte an den Ufern und besang in den „Neun Liedern“ die Gottheiten des Xiang. Er ertrank im Fluss Miluo, einem Zufluss des Sees.
8. Jh.Tang-Dynastie
Meng Haoran, Li Bai und Du Fu schrieben über den See. Meng Haorans Bild vom Dampf, der über den Wolkenmarsch zieht, wurde sprichwörtlich.
11. Jh.Song-Dynastie
Die „Acht Ansichten von Xiao und Xiang“ entstanden als Bildthema: Herbstmond am Dongting, heimkehrende Segel, Abendschnee am Fluss – bis heute Motive der Tuschmalerei.
16.–19. Jh.Ming- und Qing-Zeit
Bauern deichten große Flächen am Seeufer ein. Der See wurde kleiner, die Region zu einer Kornkammer, die Reis den Jangtse hinab lieferte.
屈子祠
Der Gedenktempel am Miluo-Fluss südlich von Yueyang.
Karpfen, Wels, Silberfische und Krabben kommen am Ufer gedämpft, geschmort oder mit Chili auf den Tisch.
Der Gelbtee von der Insel wird nur aus Knospen gemacht; die Nadeln richten sich im Glas senkrecht auf.
Mehr dazu →Das Bildthema der Song-Zeit machte den See und die Flüsse Hunans zum Sinnbild der melancholischen Landschaft – in China, Korea und Japan.
Mehr dazu →Der Bambus mit den braunen Flecken heißt nach den Gemahlinnen Shuns; aus ihm werden Pinselschäfte und Fächer gefertigt.
Mehr dazu →Rund um den See werden zum Drachenbootfest Rennen gefahren – zur Erinnerung an Qu Yuan.
Mehr dazu →Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 洞庭湖 | Dòngtíng Hú | Dongting-See |
| 君山 | Jūn Shān | Insel Junshan |
| 岳阳楼 | Yuèyáng Lóu | Yueyang-Turm |
| 潇湘 | Xiāo Xiāng | Flüsse Xiao und Xiang, poetisch für Hunan |
| 湘妃竹 | xiāngfēizhú | gefleckter Bambus |
| 候鸟 | hòuniǎo | Zugvögel |
| 江豚 | jiāngtún | Jangtse-Glattschweinswal |
Im Norden der Provinz Hunan, südlich des Jangtse. Er fließt bei Chenglingji nahe Yueyang in den Strom ab. Die Provinzen Hunan und Hubei sind nach ihm benannt.
Von November bis Februar, wenn der Wasserstand niedrig ist und Grasland und Schlammflächen freiliegen. Das Feuchtgebiet im Ostteil ist am besten zugänglich.
Im Sommer bringen die Zuflüsse und der Jangtse viel Wasser, der See dehnt sich weit aus. Im Winter führt der Jangtse wenig Wasser, der See läuft ab und zerfällt in Rinnen und Tümpel.
Provinz
Südlich des Dongting-Sees fließen vier Flüsse durch ein Land aus Reisfeldern, Bergwäldern und Sandsteintürmen – Heimat einer der schärfsten Küchen Chinas und alter Akademien.
Stadt · Hunan
Wo der Dongting-See in den Jangtse übergeht, steht ein Holzturm, über den Dichter seit der Tang-Zeit schreiben – und vor ihm liegt die Insel, auf der Chinas feinster Gelbtee wächst.
Genuss
Grün, Weiß, Gelb, Oolong, Schwarz, Pu-Erh — die sechs Teefamilien und die Kunst der Zubereitung.
Kunst
Tuschmalerei, Landschaft und die großen Meister.
Reisen
Jangtse-Flusskreuzfahrten und Ozeanrouten ab China.