Historische Stätte · Qinghai

Kloster Kumbum 塔尔寺

Tǎ'ěr Sì

Acht weiße Stupas am Eingang, dahinter goldene Dächer, Pilger mit Gebetsmühlen und Hallen voller Butterblumen: Kumbum ist eines der großen Klöster der tibetischen Welt – eine Busstunde von Xining.

Provinz
Qinghai
Lage
Lushaer, Bezirk Huangzhong (Xining)
Schule
Gelug (格鲁派)
Ursprung
Stupa von 1379
Tibetischer Name
Kumbum Jampa Ling
Flughafen
Xining Caojiabu (XNN)
景点

Höhepunkte

  1. Acht Stupas 八宝如意塔

    Am Eingang stehen acht weiße Stupas in einer Reihe. Sie erinnern an acht Ereignisse im Leben des Buddha und sind das bekannteste Fotomotiv.

  2. Goldene Halle 大金瓦殿

    Das Herz des Klosters: Unter dem vergoldeten Dach steht der Stupa über dem Geburtsort Tsongkhapas, umgeben von Opferlampen und Pilgern.

  3. Große Versammlungshalle 大经堂

    In der weiten Halle mit teppichumwickelten Säulen versammeln sich die Mönche zu Rezitation und Unterricht. Das Licht fällt nur durch wenige Öffnungen.

  4. Halle der Butterskulpturen 酥油花馆

    Hinter Glas stehen Szenen aus Götterwelten, Blumen und Figuren – ganz aus gefärbter Yakbutter geformt, in gekühlten Räumen erhalten.

  5. Kleine Goldene Halle 小金瓦殿

    Die Halle ist Schutzgottheiten geweiht. Im Hof hängen ausgestopfte Tiere als Opfergaben, ein ungewöhnlicher Anblick.

  6. Wandmalereien und Applikationen 壁画 · 堆绣

    In vielen Hallen leuchten Wandbilder in Mineralfarben; gepolsterte Seidenapplikationen hängen wie plastische Bilder an Säulen und Wänden.

路线

Wege und Rundgänge

Hauptrundgang

2–3 Stundenleicht

Von den acht Stupas über die Goldene Halle, die Versammlungshalle und die Halle der Butterskulpturen zur Kleinen Goldenen Halle – die wichtigsten Hallen im Uhrzeigersinn.

Pilgerweg um das Kloster

1–2 Stundenleicht

Pilger umrunden die Anlage auf einem äußeren Weg mit Gebetsmühlen und Stupas. Wer mitgeht, bewegt sich im Uhrzeigersinn und hält Abstand zu Niederwerfenden.

Hang über dem Kloster

1 Stundeleicht

Ein kurzer Aufstieg an den Hang hinter der Anlage zeigt die goldenen Dächer von oben und das Tal von Huangzhong.

四季

Die vier Jahreszeiten

春Frühling

Kühle, oft windige Wochen nach den Neujahrsfesten; weniger Pilger und Besucher – gute Zeit für einen ruhigen Rundgang.

夏Sommer

Angenehm warm, grüne Hänge und die meisten Besucher. An hohen Festtagen wird ein riesiges Thangka am Hang entrollt.

秋Herbst

Klare Tage, milde Temperaturen und weniger Andrang – gute Zeit für einen ruhigen Rundgang.

冬Winter

Kalt, aber sonnig. Im ersten Mondmonat finden große Gebetsversammlungen und das Butterlampenfest statt.

山水

Landschaft und Klima

Hügel von Huangzhong莲花山

Das Kloster zieht sich in eine Mulde zwischen Hügeln, die mit einer Lotusblüte verglichen werden. Hallen und Wohnhöfe steigen die Hänge hinauf.

历史

Geschichte bis 1912

  1. 1357Yuan-Dynastie

    Tsongkhapa wurde in Tsongkha im Huangshui-Tal geboren. Er ging zum Studium nach Zentraltibet und begründete dort die Gelug-Schule.

  2. 1379Ming-Dynastie

    Seine Mutter ließ an seinem Geburtsort einen Stupa errichten. Der Überlieferung nach wuchs dort ein Baum, auf dessen Blättern Buddhabilder erschienen.

  3. 1560–17. Jh.Ming-Dynastie

    Neben dem Stupa entstand 1560 ein kleines Kloster. Im frühen 17. Jahrhundert kamen Maitreya-Halle, Versammlungshalle und weitere große Hallen hinzu.

  4. 17.–19. Jh.Qing-Dynastie

    Das Kloster wuchs mit Kollegien für Philosophie, Medizin, Ritual und Astronomie. Mönche aus Amdo und der Mongolei studierten hier.

名胜

In der Umgebung

Altstadt

Xining

西宁

Die Hauptstadt mit Dongguan-Moschee und Beishan-Tempel ist Ausgangspunkt für den Besuch.

Natur

Qinghai-See

青海湖

Der große Salzsee liegt weiter westlich und lässt sich mit Kumbum zu einer zweitägigen Tour verbinden.

美食

Küche und Spezialitäten

Klosterküche und Buttertee酥油茶

In Teestuben rund um das Kloster gibt es Buttertee, Tsampa, Joghurt und Teigtaschen mit Yakfleisch.

文化

Kultur, Handwerk und Feste

Butterskulpturen酥油花

Mönche formen die Figuren mit Händen, die sie in Eiswasser kühlen, damit die Butter nicht schmilzt. Die Werke entstehen im Winter über Monate.

Butterlampenfest酥油花灯节

Am 15. Tag des ersten Mondmonats werden die neuen Butterskulpturen bei Lampenlicht gezeigt; Pilger aus der ganzen Region kommen.

Thangka-Entrollung晒佛

An großen Festtagen tragen Mönche ein riesiges Stoffbild an den Hang und entrollen es für einige Stunden vor der versammelten Menge.

交通

Anreise und Reisezeit

Flughäfen

  • Xining Caojiabu (XNN) – weiter über Xining zum Kloster

Bahn

  • Mit dem Zug nach Xining; von dort fahren Stadtbusse und Taxis nach Huangzhong.

Beste Reisezeit

  • Ganzjährig. Mai bis Oktober ist es angenehm warm; die großen Feste liegen im ersten, vierten, sechsten und neunten Mondmonat.
  • In den Hallen ist Fotografieren meist nicht erlaubt; Schilder beachten und im Zweifel fragen.
  • Schultern und Knie bedecken, Hüte in Hallen abnehmen und Gebetsmühlen nur im Uhrzeigersinn drehen.
  • Früh am Morgen kommen, um Mönche bei der Rezitation zu erleben und den Reisegruppen zuvorzukommen.

Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen

词汇

Kleines Glossar

ZeichenPīnyīnBedeutung
塔尔寺Tǎ'ěr SìKloster Kumbum
宗喀巴ZōngkābāTsongkhapa
格鲁派GélǔpàiGelug-Schule
酥油花sūyóuhuāButterskulptur
堆绣duīxiùStoffapplikation
转经筒zhuànjīngtǒngGebetsmühle
湟中HuángzhōngBezirk Huangzhong
问答

Häufige Fragen

Wie kommt man von Xining nach Kumbum?

Mit dem Stadtbus oder Taxi nach Huangzhong; die Fahrt dauert je nach Verkehr rund eine Stunde. Viele Touren zum Qinghai-See legen hier einen Halt ein.

Wie viel Zeit sollte man einplanen?

Einen halben Tag für die wichtigsten Hallen, einen ganzen, wenn man den Pilgerweg gehen und in Ruhe die Butterskulpturen und Wandbilder ansehen will.

Was sind Butterskulpturen?

Figuren und Szenen aus gefärbter Yakbutter, die Mönche im Winter mit gekühlten Händen modellieren. Sie werden zum Laternenfest gezeigt und in einer gekühlten Halle das ganze Jahr ausgestellt.

Wer war Tsongkhapa?

Ein Gelehrter und Reformer des 14. und 15. Jahrhunderts aus dem Huangshui-Tal. Er begründete die Gelug-Schule, deren Klöster sich über die ganze tibetische und mongolische Welt verbreiteten.