Huangshui-Tal湟水谷地
Die Stadt zieht sich im schmalen Tal des Huangshui zwischen kahlen Lösshügeln entlang. Das Tal ist die fruchtbarste und am dichtesten besiedelte Gegend Qinghais.
Provinzhauptstadt · Qinghai
Xīníng
Im Tal des Huangshui treffen Hui-Garküchen, tibetische Pilger und Tu-Bauern aufeinander. Xining ist das Tor zum Hochland – und ein Ort, an dem man sich an die dünne Luft gewöhnt.
Qinghai-See
Ein Salzsee von so tiefem Blau, dass er der Provinz den Namen gab. Im Sommer säumen gelbe Rapsfelder und Gebetsfahnen das Ufer, im Winter liegt er unter Eis.
Kloster Kumbum
Acht weiße Stupas am Eingang, dahinter goldene Dächer, Pilger mit Gebetsmühlen und Hallen voller Butterblumen: Kumbum ist eines der großen Klöster der tibetischen Welt – eine Busstunde von Xining.
Xining gehört zur Provinz Qinghai (青海). Die Übersichtsseite ordnet Landschaft, Geschichte und die übrigen Orte ein.
Die Stadt zieht sich im schmalen Tal des Huangshui zwischen kahlen Lösshügeln entlang. Das Tal ist die fruchtbarste und am dichtesten besiedelte Gegend Qinghais.
Xining liegt tiefer als der größte Teil der Provinz, aber schon auf dem Hochplateau. Westlich der Stadt steigt das Land zum Riyue Shan und zum Qinghai-See an.
Trocken, sonnig und im Sommer angenehm kühl; die Nächte sind auch im Juli frisch. Winter sind kalt und schneearm.
1. Jh. v. Chr.Han-Dynastie
Han-Truppen legten im Huangshui-Tal Militärkolonien und Befestigungen an. Das Tal wurde zum Vorposten des Reiches gegenüber den Qiang-Hirten des Hochlands.
11. Jh.Fürstentum Tsongkha
Ein tibetisches Fürstenhaus machte Qingtang zu seinem Sitz. Die Stadt lag an einem Handelsweg, auf dem Pferde aus dem Hochland gegen Tee aus dem Tiefland getauscht wurden.
1104Song-Dynastie
Nach der Eingliederung erhielt Qingtang den Namen Xining, „Friede im Westen“.
1368–1644Ming-Dynastie
Die Ming machten Xining zur Garnisonsstadt mit Mauerring. Hui-Kaufleute und Handwerker siedelten sich an; die Dongguan-Moschee geht der Überlieferung nach auf diese Zeit zurück.
1724–1911Qing-Dynastie
Als Sitz der Präfektur Xining war die Stadt Marktplatz für Wolle, Felle, Salz und Tee zwischen dem Hochland und dem Gansu-Korridor.
东关清真大寺
Eine der großen Moscheen Nordwestchinas: ein weiter Hof, ein Gebetssaal mit chinesischem Dach und Minarette. Zum Freitagsgebet füllt sich der Platz davor.
北山寺
Höhlen, Hallen und Galerien kleben an der Felswand über der Stadt. Der Aufstieg über Treppen belohnt mit Blick über das Huangshui-Tal.
塔尔寺
Das Gelug-Kloster am Geburtsort Tsongkhapas liegt im Bezirk Huangzhong und ist mit Bus oder Taxi in rund einer Stunde erreichbar.
青海省博物馆
Das Provinzmuseum zeigt bemalte Keramik der Majiayao-Kultur, Funde von der Seidenstraße und tibetische Kunst.
藏医药文化博物馆
Die Sammlung erklärt Heilkräuter, Instrumente und medizinische Lehrbilder; bekannt ist ein Thangka von außergewöhnlicher Länge.
莫家街
Abends reiht sich hier Stand an Stand: Joghurt, Niangpi, Hammelspieße und süße Gerstenspeisen – die Essensmeile der Stadt.
Der feste, leicht säuerliche Joghurt wird in Schalen gestockt und mit Zucker bestreut gegessen – an jeder Ecke zu haben.
Kalte, elastische Blätter aus Weizenstärke mit Chiliöl, Essig und Knoblauch – der beliebteste Snack der Stadt.
Große Stücke vom Hochlandschaf, schlicht gekocht und mit Salz serviert, in Hui-Restaurants oft mit Nudelsuppe dazu.
Leicht vergorene Hafer- oder Gerstenkörner, süß und kühl gegessen – ein Sommergericht der Hui und Han.
In Parks und auf Volksfesten singen Männer und Frauen im Wechsel improvisierte Liebeslieder. Die Hua'er-Tradition ist seit 2009 immaterielles UNESCO-Kulturerbe.
Mehr dazu →Muslimische Hui prägen das Stadtbild um die Dongguan-Moschee: Halal-Küchen, Metzgereien und Läden mit weißen Kappen und Kopftüchern.
Kräuterläden und Kliniken bieten Mittel der tibetischen Medizin an, die Pflanzen, Mineralien und Lehrbilder zu einem eigenen System verbindet.
Unternehmen verarbeiten Rohstoffe aus den Salzseen des Qaidam-Beckens weiter, darunter Lithium für Batterien.
In Xining entstanden Werke für Silizium und Solarmodule, gestützt auf billigen Ökostrom aus Wasser- und Solarkraftwerken der Provinz.
Tibetische Teppiche, Yakwolle und Milchprodukte aus dem Hochland werden in und um Xining verarbeitet und gehandelt.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 西宁 | Xīníng | „Friede im Westen“ |
| 湟水 | Huángshuǐ | Fluss durch Xining |
| 青唐 | Qīngtáng | alter Name der Stadt |
| 夏都 | xiàdū | „Sommerhauptstadt“ |
| 清真寺 | qīngzhēnsì | Moschee |
| 酿皮 | niàngpí | kalte Weizenstärkeblätter |
| 花儿 | huā'ér | Hua'er-Volkslieder |
Für die Dongguan-Moschee und die Hui-Küche, den Beishan-Tempel über der Stadt, das nahe Kloster Kumbum und als Ausgangspunkt für Qinghai-See, Chaka und die Bahn nach Lhasa.
Per Flug nach Xining Caojiabu oder mit dem Schnellzug über Lanzhou. Aus vielen großen Städten Chinas gibt es direkte Flüge.
Ja. Die Stadt liegt niedriger als Qinghai-See, Chaka oder Golmud. Wer hier ein bis zwei ruhige Tage verbringt, verträgt die weitere Reise auf dem Hochplateau meist besser.
Joghurt in der Schale, Niangpi, handgegriffenes Hammelfleisch, Mianpian-Nudeln und im Sommer Tianpei. Die Mojia-Straße ist abends der beste Ort zum Probieren.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
Wie CHINANETZ Quellen auswählt und prüft: Recherche und Quellen.
Provinz
Ein türkisblauer Salzsee gab der Provinz ihren Namen. Ringsum liegen Weideland, Klöster und die Quellen der großen Flüsse Chinas – ein Hochland, auf dem Tibeter, Hui, Tu, Salar und Mongolen zu Hause sind.
Musik
Von der klassischen Instrumentalmusik bis zum Pop.
Reisen
Tickets, Klassen, Strecken: Wie man Chinas Schnellzugnetz nutzt.