Hochplateau青藏高原
Qinghai bildet den Nordostteil des Qinghai-Tibet-Plateaus. Weite Grassteppen, Gletscher und Permafrost prägen das Hochland, auf dem Nomaden seit Jahrtausenden Yaks und Schafe halten.
Provinz · Nordwestchina
Qīnghǎi
Ein türkisblauer Salzsee gab der Provinz ihren Namen. Ringsum liegen Weideland, Klöster und die Quellen der großen Flüsse Chinas – ein Hochland, auf dem Tibeter, Hui, Tu, Salar und Mongolen zu Hause sind.
Xining西宁
Hauptstadt im Huangshui-Tal, Ausgangspunkt für Kumbum und den Qinghai-See, mit großer Hui-Gemeinde und Dongguan-Moschee.
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Haidong海东
Bauernland östlich von Xining mit den Tu-Dörfern von Huzhu, den Salar in Xunhua und dem Qutan-Kloster aus der Ming-Zeit.
Tongren (Rebgong)同仁
Heimat der Regong-Kunst: Thangka-Maler und Bildhauer arbeiten in den Dörfern am Longwu-Fluss.
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Golmud格尔木
Oasenstadt am Südrand des Qaidam-Beckens, Station von Bahn und Straße nach Lhasa, nahe dem Salzsee Qarhan.
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Delingha德令哈
Sitz des Bezirks Haixi am Bayin-Fluss, mit den Zwillingsseen Keluke und Tuosu und Gojibeerenfeldern.
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Yushu玉树
Tibetische Stadt im Süden mit dem Gyanak-Mani-Steinhaufen und einem großen Pferdefest im Sommer.
Mangya茫崖
Entlegener Westen des Qaidam-Beckens mit Yardang-Wüstenformationen und grün schimmernden Salzseen.
Qinghai-See
Ein Salzsee von so tiefem Blau, dass er der Provinz den Namen gab. Im Sommer säumen gelbe Rapsfelder und Gebetsfahnen das Ufer, im Winter liegt er unter Eis.
Kloster Kumbum
Acht weiße Stupas am Eingang, dahinter goldene Dächer, Pilger mit Gebetsmühlen und Hallen voller Butterblumen: Kumbum ist eines der großen Klöster der tibetischen Welt – eine Busstunde von Xining.
Chaka-Salzsee
Eine dünne Wasserschicht über weißem Salz, kein Wind – und der Himmel liegt zu den eigenen Füßen. Seit Jahrhunderten wird hier Salz gewonnen, heute kommen die Besucher wegen des Spiegels.
Nationalpark Sanjiangyuan
Hier beginnen drei der großen Flüsse Asiens als Rinnsale zwischen Mooren, Seen und Gletschern. Wildyaks, Kiangs und Tibet-Antilopen ziehen über ein Hochland fast ohne Straßen.
Qinghai bildet den Nordostteil des Qinghai-Tibet-Plateaus. Weite Grassteppen, Gletscher und Permafrost prägen das Hochland, auf dem Nomaden seit Jahrtausenden Yaks und Schafe halten.
Der größte See Chinas ist ein abflussloser Salzsee zwischen Bergketten. Sein Blau, die Vogelinsel und die gelben Rapsfelder im Sommer machen ihn zum bekanntesten Ziel der Provinz.
Mehr dazu →Das trockene Becken im Nordwesten ist von Gebirgen umschlossen und voller Salzseen, Wüsten und Yardang-Rücken. Unter der Kruste lagern Kali, Lithium, Erdöl und Erdgas.
Im Süden sammeln Moore, Seen und Gletscher das Wasser, das als Jangtse, Gelber Fluss und Mekong nach Osten und Süden fließt. Man nennt die Region den „Wasserturm Chinas“.
Mehr dazu →Kurze, kühle Sommer mit starker Sonne, lange, kalte und trockene Winter. Tag und Nacht unterscheiden sich stark; Regen fällt fast nur im Sommer.
um 3000 v. Chr.Jungsteinzeit
Im Huangshui-Tal lebten Bauern der Majiayao-Kultur. Bekannt ist ihre bemalte Keramik, darunter ein Becken mit einem Reigen tanzender Figuren und die Gräberfunde von Liuwan.
um 2000 v. Chr.Bronzezeit
In Lajia am Gelben Fluss verschüttete eine Naturkatastrophe eine Siedlung. Archäologen fanden dort eine Schale mit Resten einer Nudelspeise aus Hirse, eine der ältesten bekannten.
61 v. Chr.Han-Dynastie
Der General Zhao Chongguo ließ Soldaten im Huangshui-Tal Felder anlegen. Die Militärkolonien banden das Tal an das Han-Reich; auf dem Hochland lebten weiter Qiang-Hirten.
4. Jh.–663Reich der Tuyuhun
Das Reitervolk der Tuyuhun beherrschte das Weideland um den Qinghai-See und kontrollierte Handelswege zwischen Nordchina und Zentralasien. Ihre Hauptstadt Fusi lag westlich des Sees.
Prinzessin Wencheng reiste auf dem Weg zur Heirat mit dem tibetischen König durch Qinghai. Am Riyue Shan erzählt eine Legende, wie sie dort ihren Spiegel zurückließ.
1104Song-Dynastie
Qingtang, Sitz eines tibetischen Fürstentums im Huangshui-Tal, erhielt von den Song den Namen Xining, „Friede im Westen“. Der Name ist bis heute geblieben.
1379Ming-Dynastie
Am Geburtsort des 1357 bei Xining geborenen Tsongkhapa, des Begründers der Gelug-Schule, ließ seine Mutter einen Stupa errichten. Daraus wuchs ab 1560 das Kloster Kumbum.
1724–1725Qing-Dynastie
Die Qing wandelten Xining 1724 in eine Präfektur um und gliederten kurz darauf die mongolischen Weidegebiete in Banner. Xining wurde Verwaltungs- und Handelszentrum für Wolle, Salz und Tee.
青海湖
Der größte See Chinas mit Vogelinsel, Rapsfeldern und Sanddünen am Ufer; im Winter friert er zu.
塔尔寺
Das Kloster am Geburtsort Tsongkhapas bei Xining ist berühmt für Butterskulpturen, Wandmalereien und Applikationsbilder aus Stoff.
茶卡盐湖
Auf dem flachen, salzweißen See spiegelt sich bei Windstille der Himmel; eine kleine Bahn fährt auf den See hinaus.
三江源
Nationalpark um die Quellen von Jangtse, Gelbem Fluss und Mekong mit Wildyaks, Kiangs und Schneeleoparden.
可可西里
Menschenleeres Hochland im Südwesten, in das Tibet-Antilopen jeden Sommer zum Werfen ihrer Jungen ziehen. Die Bahn nach Lhasa führt am Rand vorbei.
隆务寺
Das größte Kloster von Rebgong liegt mitten in Tongren, umgeben von Malerdörfern, deren Werkstätten Thangkas für die ganze tibetische Welt fertigen.
瞿昙寺
Das 1391 gegründete Kloster im Kreis Ledu östlich von Xining ist wie ein Ming-Palast angelegt. Hallen und Wandelgänge tragen großflächige Wandmalereien.
门源油菜花海
Im Hochsommer überziehen gelbe Rapsfelder das Tal von Menyuan nördlich von Xining, dahinter stehen die schneebedeckten Qilian-Berge.
In Salzwasser gekochtes Fleisch vom Hochlandschaf, mit den Händen gegessen und in Salz oder Knoblauch gedippt – das Festessen der Provinz.
Dicker, in Schalen gestockter Joghurt aus Kuh- oder Yakmilch und geröstetes Gerstenmehl, mit Buttertee zu Teig geknetet.
Kalte Weizenstärkeblätter mit Chili und Essig sowie gezupfte Nudelstücke in Hammelbrühe – Alltagsküche der Hui in Xining.
Gepresster Ziegeltee wird mit Milch und Salz lange gekocht; in tibetischen Häusern kommt Buttertee auf den Tisch.
Mehr dazu →Thangka-Malerei, Wandbilder, Stoffapplikationen und Skulpturen aus den Dörfern von Rebgong. Die UNESCO führt die Regong-Kunst seit 2009 als immaterielles Kulturerbe.
Mehr dazu →Improvisierte Liebes- und Wechselgesänge, die Hui, Han, Tu, Salar und Tibeter in einer gemeinsamen Mundart singen. Seit 2009 immaterielles UNESCO-Kulturerbe.
Mehr dazu →Die Tu tragen Jacken mit regenbogenfarbenen Ärmeln und sind für ihre Spiralstickerei und ihren Gerstenschnaps bekannt. Ihre Dörfer liegen nördlich von Xining.
Die muslimischen Salar sprechen eine Turksprache. Ihre Legende erzählt, wie ihre Vorfahren aus Zentralasien mit einem weißen Kamel an den Gelben Fluss kamen.
Sänger im Süden der Provinz tragen das Epos vom Helden Gesar aus dem Gedächtnis vor, oft über viele Abende. Die Tradition ist seit 2009 UNESCO-Kulturerbe.
Nach der Ernte feiern die Tu in Sanchuan im Kreis Minhe das Nadun-Fest. Dorf für Dorf ziehen Gruppen mit Fahnen und Gongs auf, tanzen und führen Maskenspiele auf.
Aus den Salzseen des Qaidam-Beckens, allen voran Qarhan bei Golmud, werden Kalidünger, Magnesium und Lithium gewonnen.
Solarparks auf der Hochebene um Gonghe, Windparks im Qaidam-Becken und Staudämme am Oberlauf des Gelben Flusses machen Qinghai zu einem Standort für Ökostrom.
Yaks und Hochlandschafe liefern Fleisch, Milch, Wolle und Leder. Aus Qinghai kommen auch handgeknüpfte tibetische Teppiche.
Im Qaidam-Becken wachsen Gojibeeren auf bewässerten Feldern; im Süden sammeln Hirten im Frühsommer den begehrten Raupenpilz für die chinesische Medizin.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
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| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 青 | qīng | Kürzel der Provinz Qinghai; blaugrün |
| 青海湖 | Qīnghǎi Hú | Qinghai-See |
| 柴达木 | Cháidámù | Qaidam-Becken |
| 三江源 | Sānjiāngyuán | Quellgebiet der drei Flüsse |
| 塔尔寺 | Tǎ'ěr Sì | Kloster Kumbum |
| 热贡 | Règòng | Rebgong, Region um Tongren |
| 花儿 | huā'ér | Hua'er-Volkslieder |
| 唐卡 | tángkǎ | Thangka, Rollbild |
| 牦牛 | máoniú | Yak |
Für den Qinghai-See, das Kloster Kumbum, den Chaka-Salzsee, die Quellen von Jangtse, Gelbem Fluss und Mekong, die Regong-Kunst in Tongren und eine Küche aus Hammelfleisch, Joghurt und Gerste.
Xining im Huangshui-Tal. Die Stadt ist Verkehrsknoten der Provinz und guter Ort, um sich vor Touren auf das Hochplateau an die Höhe zu gewöhnen.
Qinghai heißt „blaues“ oder „blaugrünes Meer“ und bezeichnet den großen Salzsee westlich von Xining. Auch der mongolische Name Kukunor und der tibetische Name bedeuten „blauer See“.
Xining ist per Flug und Schnellzug gut erreichbar. Von dort fahren Züge nach Delingha und Golmud; Qinghai-See, Chaka und Kumbum besucht man meist mit Mietwagen und Fahrer oder in organisierten Touren.
Juni bis September. Im Juli blüht der Raps am Qinghai-See, Weiden sind grün und die Straßen frei. Im Winter sind viele Unterkünfte am See geschlossen, dafür ist die Luft besonders klar.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
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