Dayan大研古城
Die Altstadt ohne Mauer: Gassen aus Steinplatten, Brücken, Kanäle und der Vierecksplatz, auf dem sich früher der Markt der Karawanen abspielte.
Bezirksfreie Stadt · Yunnan
Lìjiāng
Klares Bergwasser rauscht in Kanälen an den Holzhäusern der Naxi vorbei, über den Dächern steht der vergletscherte Jadedrachen-Schneeberg. Hier trafen sich Karawanen auf dem Weg nach Tibet.
Tigersprung-Schlucht
Zwischen zwei vergletscherten Massiven stürzt der Jinsha durch eine der tiefsten Flussschluchten Chinas. Ein alter Maultierpfad hoch über dem Fluss ist heute einer der bekanntesten Wanderwege des Landes.
Jadedrachen-Schneeberg
Wie ein weißer Drache liegt das Massiv über dem Lijiang-Becken. Für die Naxi ist es die Gestalt ihres Schutzgottes, für Besucher der nächste Weg zu Gletschern im Süden Chinas.
Die Altstadt ohne Mauer: Gassen aus Steinplatten, Brücken, Kanäle und der Vierecksplatz, auf dem sich früher der Markt der Karawanen abspielte.
Ein kleinerer Marktort am Rand des Beckens, einst Station der Pferdekarawanen, mit Quellteichen und Lederhandwerk.
Das Dorf war vor Dayan der Sitz der Mu-Fürsten. Es ist für die Wandmalereien der Ming-Zeit und seine Stickereiwerkstätten bekannt.
Südlich der Altstadt liegen Verwaltung, Busbahnhöfe und Hotels; Bahnhof und Flughafen erreicht man von hier aus am schnellsten.
Lijiang gehört zur Provinz Yunnan (云南). Die Übersichtsseite ordnet Landschaft, Geschichte und die übrigen Orte ein.
Ein flaches Hochlandbecken mit Feldern und Dörfern, gespeist von Quellen am Fuß des Elefantenhügels. Aus ihnen stammt das Wasser der Altstadtkanäle.
Das Massiv mit Gletschern im Norden der Stadt ist der heilige Berg der Naxi und von fast überall im Becken zu sehen.
Mehr dazu →Bei Shigu wendet sich der Jinsha, der Oberlauf des Jangtse, abrupt nach Norden – die „erste Biegung“ des Stroms.
12.–13. Jh.Song- und Yuan-Zeit
Die Vorfahren der Mu-Familie bauten im Becken ihre Herrschaft auf. 1253 zog Kublai auf dem Weg nach Dali durch das Gebiet und unterstellte es den Mongolen.
1382Ming-Dynastie
Der Naxi-Fürst unterwarf sich den Ming und erhielt vom Kaiser den Familiennamen Mu. Seine Nachfahren verwalteten das Grenzland als erbliche Häuptlinge.
1639Ming-Dynastie
Der Reisende Xu Xiake war Gast von Mu Zeng und beschrieb den Palast der Mu als prachtvoll wie ein Königshof.
1723Qing-Dynastie
Die Qing ersetzten die erbliche Herrschaft der Mu durch einen staatlichen Präfekten. Lijiang blieb Handelsplatz am Tee-Pferde-Weg.
大研古城
Das Netz aus Kanälen, Steinbrücken und Holzhäusern mit geschnitzten Fenstern wirkt am schönsten früh am Morgen, bevor die Läden öffnen.
木府
Die Residenz der Mu-Fürsten, nach altem Vorbild wieder aufgebaut, mit Hallen, Tor und Bibliothek am Südrand der Altstadt.
黑龙潭
Quellteich mit Marmorbrücke und Pavillon, in dem sich an klaren Tagen der Schneeberg spiegelt. Im Park liegt ein Museum zur Dongba-Kultur.
白沙壁画
In den Hallen von Baisha verbinden Fresken der Ming-Zeit buddhistische, daoistische und tibetische Bildwelten.
束河古镇
Ruhiger als Dayan: ein Marktplatz, eine Steinbrücke über den Qinglong-Bach und Quellen, an denen Einheimische noch Gemüse waschen.
泸沽湖
Hochlandsee an der Grenze zu Sichuan, an dessen Ufern die Mosuo mit ihrer mütterlichen Familienordnung leben. Die Anfahrt dauert einen halben Tag.
Geschichteter Weizenfladen, knusprig in Öl gebacken, süß oder salzig – das typische Frühstück der Altstadt.
Gelee aus Kichererbsen, kalt mit Chili und Essig oder gebraten serviert – ein einfacher Imbiss der Naxi.
Luftgetrocknete Schweinerippen gekocht mit Gemüse und Kartoffeln: Wintergericht des Hochlands, heute ganzjährig beliebt.
Mit Bildzeichen für Menschen, Tiere und Götter schrieben Dongba-Priester ihre Ritualtexte. Die Handschriften werden im Dongba-Forschungsinstitut bewahrt.
Orchester älterer Musiker spielen Melodien, die auf daoistische Ritualmusik und Stücke der Song- und Yuan-Zeit zurückgehen sollen.
Naxi-Frauen tragen einen Schulterumhang aus Schaffell mit sieben runden Stickereien – Symbol für Fleiß von früh bis in die Nacht.
Der Überlieferung nach verzichtete die Familie Mu auf eine Stadtmauer, weil das Zeichen für Mu (木) im Rahmen einer Mauer zu „bedrängt“ (困) würde.
Altstadt, Schneeberg und Lugu-See machen den Tourismus zum wichtigsten Wirtschaftszweig; Gästehäuser, Handwerk und Gastronomie leben davon.
Silberschmiede, Kupfertreiber und Lederwerkstätten in Shuhe und Dayan führen Handwerke der Karawanenzeit fort.
Am Jinsha stehen Wasserkraftwerke; im Hochland werden Kartoffeln, Mais und Heilkräuter angebaut.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 丽江 | Lìjiāng | Lijiang |
| 纳西族 | Nàxīzú | Naxi (Volksgruppe) |
| 东巴 | Dōngbā | Priester und Schrift der Naxi |
| 大研 | Dàyán | Altstadt von Lijiang |
| 木府 | Mùfǔ | Palast der Mu-Fürsten |
| 束河 | Shùhé | Shuhe |
| 玉龙雪山 | Yùlóng Xuěshān | Jadedrachen-Schneeberg |
| 摩梭 | Mósuō | Mosuo am Lugu-See |
Für die Welterbe-Altstadt mit Kanälen und Holzhäusern, die Naxi-Kultur mit Dongba-Schrift und alter Musik, den Jadedrachen-Schneeberg und als Ausgangspunkt für Tigersprung-Schlucht und Lugu-See.
Seit 1997. Eingetragen sind die Altstadt Dayan und die Dörfer Baisha und Shuhe als Beispiel einer über Jahrhunderte gewachsenen Stadt der Naxi.
Mindestens drei: einen für Altstadt und Teich des Schwarzen Drachen, einen für den Schneeberg, einen für Baisha und Shuhe. Mit Tigersprung-Schlucht oder Lugu-See kommen zwei bis drei Tage hinzu.
Per Flug nach Lijiang Sanyi oder mit dem Zug aus Kunming und Dali. Von Lijiang fahren Züge weiter nach Shangri-La.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
Wie CHINANETZ Quellen auswählt und prüft: Recherche und Quellen.
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