Hauptgasse und Anleger
Vom Haupttor die Gasse hinab bis zum Fluss, unterwegs Snacks probieren und am Anleger den Blick auf den Jialing genießen.
Historische Stätte · Chongqing
Cíqìkǒu
Steinstufen, Holzhäuser mit geschwungenen Dachkanten und unten der Jialing: Ciqikou war ein Umschlagplatz für Porzellan und ist heute das Altstadtviertel, in dem Chongqing isst und Tee trinkt.
Die Hauptgasse steigt vom Tor über Steinplatten zum Fluss hinab. Holzfronten, Läden mit Chilis, Pfeffer und Süßigkeiten und dichtes Gedränge prägen das Bild.
Der buddhistische Tempel auf einer Anhöhe über den Gassen geht auf die Song-Zeit zurück. Der Legende nach versteckte sich hier ein vertriebener Ming-Kaiser.
Abseits der Hauptgasse liegen Wohnhöfe mit Holzgalerien, schmale Treppen und kleine Werkstätten. Hier wird es schnell ruhig.
Am Ende der Gasse öffnet sich der Blick auf den Jialing. Von diesem Ufer legten früher Boote mit Porzellan, Stoffen und Salz ab.
In den alten Teehäusern sitzen Gäste auf Bambusstühlen bei Deckeltassen-Tee. Manche bieten abends kurze Auftritte mit Sichuan-Oper oder Erzählgesang.
Frittierte Teigzöpfe (Mahua), scharfe Kaninchenköpfe, Reiskuchen und gebratene Chilischoten: Die Gassen sind vor allem eine Essmeile.
Vom Haupttor die Gasse hinab bis zum Fluss, unterwegs Snacks probieren und am Anleger den Blick auf den Jialing genießen.
Über Treppen hinauf zum Baolun-Tempel und durch die ruhigeren Seitengassen zurück. Viele Stufen, aber kurze Wege.
Am späten Nachmittag kommen, wenn die Tagesgruppen gehen, den Sonnenuntergang am Fluss abwarten und den Abend in einem Teehaus beschließen.
春Frühling
Angenehm warm; der beste Zeitpunkt, um durch die Gassen zu schlendern. Nieselregen macht die Steinplatten rutschig.
夏Sommer
Chongqing ist eine der heißesten Städte Chinas; morgens oder abends kommen und im Teehaus Schatten suchen.
秋Herbst
Mild und etwas trockener. Die Feiertagswoche Anfang Oktober bringt Massen, danach wird es ruhiger.
冬Winter
Kühl, feucht und oft neblig. Ein Feuertopf in einem der Gasthäuser wärmt; die Gassen sind entspannter.
Der Jialing fließt am Viertel vorbei zur Mündung in den Jangtse im Zentrum Chongqings. Ciqikou liegt an einem Hang, der zum Ufer hin abfällt.
Wie ganz Chongqing ist das Viertel auf Stufen gebaut. Häuser sitzen auf Stelzen oder übereinander, Gassen verbinden die Ebenen durch Treppen.
960–1279Song-Dynastie
Am Hügel entstand ein buddhistischer Tempel, der Vorgänger des Baolun-Tempels. Um ihn wuchs ein Marktort am Fluss.
15. Jh.Ming-Dynastie
Der Legende nach fand Kaiser Jianwen nach seinem Sturz im Tempel Zuflucht. Der Ort hieß deshalb Longyin, „verborgener Drache“.
1644–1911Qing-Dynastie
Brennöfen in der Umgebung lieferten Keramik, die hier auf Boote verladen wurde. Der Hafen wurde zum Umschlagplatz am Jialing, und der Ort erhielt den Namen Ciqikou.
大足石刻
Die Reliefs der Tang- und Song-Zeit im Westen Chongqings sind ein Tagesausflug aus der Stadt.
武隆喀斯特
Naturbrücken und Einsturztrichter im Südosten Chongqings, am besten mit Übernachtung.
长江三峡
Jangtse-Kreuzfahrten flussabwärts durch die Schluchten beginnen in Chongqing.
Frittierte, gedrehte Teigzöpfe, süß, mit Sesam oder scharf gewürzt – das bekannteste Mitbringsel aus Ciqikou.
In den Gasthäusern am Fluss brodelt der Chongqing-Feuertopf mit Rindertalg, getrockneten Chilis und Sichuan-Pfeffer.
Mehr dazu →Scharf, betäubend und würzig: Die Küche des Sichuan-Beckens prägt auch die Garküchen und Snackstände in den Gassen.
Mehr dazu →Das Teehaus war Treffpunkt für Händler, Bootsleute und Nachbarn. Man zahlt für die Tasse und bleibt, so lange man will; heißes Wasser wird nachgefüllt.
Mehr dazu →Die Keramik der nahen Öfen war Alltagsware, nicht Hofporzellan. Sie reiste auf dem Jialing und dem Jangtse in die Städte des Beckens.
Mehr dazu →Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
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| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 磁器口 | Cíqìkǒu | „Porzellanmündung“ |
| 龙隐 | Lóngyǐn | „verborgener Drache“, alter Name |
| 宝轮寺 | Bǎolún Sì | Baolun-Tempel |
| 嘉陵江 | Jiālíng Jiāng | Jialing-Fluss |
| 麻花 | máhuā | frittierter Teigzopf |
| 盖碗茶 | gàiwǎn chá | Tee in der Deckeltasse |
Mit Metrolinie 1 bis zur Station Ciqikou. Vom Stadtzentrum dauert die Fahrt je nach Startpunkt etwa eine halbe Stunde.
Für Hauptgasse und Anleger reichen ein bis zwei Stunden, mit Tempel, Seitengassen und Teehaus ein halber Tag.
Der Name bedeutet „Porzellanmündung“. In der Qing-Zeit wurde hier Keramik aus nahen Brennöfen auf Boote verladen.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
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