Altstadt um die West-Straße西街
Die West-Straße führt zum Kaiyuan-Tempel; in den Gassen stehen Wohnhöfe mit roten Ziegeln und geschwungenen „Schwalbenschwanz“-Firsten, Imbisse und kleine Tempel.
Bezirksfreie Stadt · Fujian
Quánzhōu
Buddhistische Pagoden, eine Moschee aus Granit, hinduistische Reliefs und die einzige erhaltene Steinfigur des Mani: In Quanzhou trafen sich im Mittelalter die Religionen und Waren der halben Welt.
Die West-Straße führt zum Kaiyuan-Tempel; in den Gassen stehen Wohnhöfe mit roten Ziegeln und geschwungenen „Schwalbenschwanz“-Firsten, Imbisse und kleine Tempel.
An der Straße liegen die Qingjing-Moschee, der Guanyue-Tempel und der Konfuziustempel nahe beieinander – ein Querschnitt durch die religiöse Vielfalt der Stadt.
Die kreisfreie Stadt südlich des Zentrums ist ein Industriestandort, bewahrt aber mit Wuditou ein Dorf voller Häuser im Minnan-Stil.
Quanzhou gehört zur Provinz Fujian (福建). Die Übersichtsseite ordnet Landschaft, Geschichte und die übrigen Orte ein.
Der Jin Jiang mündet in eine geschützte Bucht. Hier ankerten die Dschunken, bis die Verlandung und andere Häfen dem Handel ein Ende setzten.
Der Hausberg im Norden der Stadt trägt Felsinschriften, buddhistische und daoistische Stätten sowie die große Laozi-Statue am Fuß des Berges.
Subtropisch mit milden Wintern und heißen, feuchten Sommern. Die beste Zeit sind Herbst und Frühling, im Sommer drohen Taifune.
Der Kaiyuan-Tempel wurde gegründet. Quanzhou wuchs in der Tang-Zeit zum Hafen, in dem Kaufleute aus Arabien und Persien Handel trieben.
10. Jh.Fünf Dynastien
Der Statthalter ließ entlang der Stadtmauern Korallenbäume (刺桐) pflanzen. Aus ihrem Namen Citong wurde in arabischen Quellen „Zayton“.
1087Song-Dynastie
Ein Seehandelsamt kontrollierte fortan Schiffe und Waren. Porzellan, Seide und Tee gingen hinaus, Gewürze, Duftstoffe und Edelhölzer kamen herein.
1271–1368Yuan-Dynastie
Marco Polo und Ibn Battuta beschrieben Zayton als einen der größten Häfen der Welt. In der Stadt lebten Muslime, Christen, Hindus und Manichäer.
um 1472Ming-Dynastie
Das Seehandelsamt wurde nach Fuzhou verlegt, Seeverbote und verlandende Kanäle schwächten den Hafen. Der Handel verlagerte sich nach Zhangzhou und Xiamen.
泉州:宋元中国的世界海洋商贸中心
Das Welterbe umfasst Tempel, Moschee, Brücken, Hafenreste, Brennöfen und Verwaltungsbauten, die zusammen das Handelsnetz der Stadt zeigen.
开元寺
Größter Tempel der Stadt mit zwei steinernen Pagoden der Song-Zeit. In der Haupthalle tragen geflügelte Figuren das Gebälk, an ihrer Rückseite stehen Säulen und Reliefs aus einem Hindutempel.
清净寺
Die Moschee aus der Song-Zeit ist aus Granit gebaut; das Eingangsportal mit Spitzbogen folgt Vorbildern aus Westasien.
老君岩
Eine sitzende Laozi-Figur der Song-Zeit, aus einem einzigen Felsblock gehauen, am Fuß des Qingyuan Shan.
洛阳桥
Die Steinbrücke über die Mündung des Luoyang-Flusses entstand ab 1053 unter dem Präfekten Cai Xiang. Austernbänke wurden gezielt zur Festigung der Pfeiler genutzt.
安平桥
Die lange Steinbalkenbrücke der Song-Zeit führt bei Anhai über einen flachen Meeresarm; Pavillons und Wächterfiguren säumen den Weg.
草庵
Kleiner Schrein am Berg Huabiao mit einer Mani-Figur von 1339 – die einzige erhaltene Steinfigur des Religionsstifters Mani.
泉州海外交通史博物馆
Das Museum zeigt den Rumpf eines Handelsschiffs der Song-Zeit aus der Bucht, dazu Grabsteine mit arabischen, syrischen und lateinischen Inschriften.
崇武古城
Die Granitmauer der Küstenfestung aus der frühen Ming-Zeit umschließt ein Fischerstädtchen; nahebei arbeiten die Steinmetze von Hui'an.
Feine Weizennudeln werden in einer sämigen Brühe aus Meeresfrüchten gekocht und nach Wahl mit Innereien oder frittiertem Teig belegt – das klassische Frühstück.
Dünne Teigfladen werden am Tisch mit Gemüse, Erdnusspulver, Algen und Fleisch gefüllt; vor allem zum Qingming-Fest.
Die kalte Spezialität der Küste gilt in Anhai bei Jinjiang als besonders gut und wird mit Essig und Senf gegessen.
Der Oolong aus dem Kreis Anxi wird zu Kugeln gerollt und ist für sein blumiges Aroma bekannt; er ist einer der meistgetrunkenen Tees Chinas.
Mehr dazu →Die langsame, gesungene Kammermusik mit Pipa und Längsflöte bewahrt Melodien und Instrumente aus sehr alter Zeit; immaterielles UNESCO-Kulturerbe.
Mehr dazu →Eine der ältesten Opernformen Chinas, mit feinen, stilisierten Hand- und Fußbewegungen, gesungen im Quanzhou-Dialekt.
Mehr dazu →Die Fadenmarionetten werden an vielen Fäden geführt und können schreiben, fächeln und Wein einschenken. Das Spiel gehörte früher zu Tempelfesten und Hochzeiten.
Das elfenbeinweiße Porzellan, vor allem Guanyin-Figuren der Ming-Zeit, gelangte über den Seehandel nach Europa und wurde dort „Blanc de Chine“ genannt.
Mehr dazu →Die Frauen im Küstenkreis Hui'an trugen kurze Jacken, weite Hosen, bunte Kopftücher und gelbe Hüte – eine Tracht, die bei Festen noch zu sehen ist.
Jinjiang und Shishi sind Zentren der Schuh- und Textilindustrie, mehrere große chinesische Sportmarken haben hier ihren Sitz.
In Nan'an und Hui'an wird Granit gebrochen und verarbeitet, von Bauplatten bis zu Tempelfiguren.
Anxi lebt vom Tieguanyin, Dehua von der Keramikindustrie mit vielen kleinen Werkstätten und großen Fabriken.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 泉州 | Quánzhōu | Quanzhou, „Quellen-Präfektur“ |
| 刺桐 | Cìtóng | Korallenbaum, Ursprung von „Zayton“ |
| 市舶司 | shìbósī | Seehandelsamt |
| 开元寺 | Kāiyuán Sì | Kaiyuan-Tempel |
| 南音 | nányīn | Kammermusik aus Quanzhou |
| 燕尾脊 | yànwěijǐ | „Schwalbenschwanz“-First |
| 铁观音 | tiěguānyīn | „Eiserne Guanyin“, Oolong |
Die UNESCO hat 2021 eine Reihe von Stätten eingetragen, die zeigen, wie Quanzhou in der Song- und Yuan-Zeit als Welthafen funktionierte: Verwaltungsbauten, Tempel und Moschee, Brücken, Anlegestellen und Brennöfen für Exportkeramik.
So nannten arabische und europäische Reisende wie Ibn Battuta und Marco Polo Quanzhou. Der Name geht auf die Korallenbäume (刺桐, cìtóng) zurück, die an den Stadtmauern gepflanzt waren.
Per Flug nach Quanzhou Jinjiang oder mit dem Schnellzug von Xiamen und Fuzhou; beide Städte sind in kurzer Zeit erreichbar.
Mianxian Hu zum Frühstück, Runbing-Frühlingsrollen, Sandwurm-Gelee aus Anhai und Austern-Omelett. Dazu einen Tieguanyin aus dem nahen Anxi.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
Wie CHINANETZ Quellen auswählt und prüft: Recherche und Quellen.
Provinz
Hinter einer zerklüfteten Küste steigen grüne Berge auf, an deren Hängen Oolong und Weißtee wachsen. Von Fujians Häfen segelten Kaufleute nach ganz Südostasien – und brachten der Welt das Wort „Tee“.
Stadt · Fujian
Eine Insel voller Hügel, Buchten und Arkadenhäuser: Xiamen war Teehafen und Tor der Auswanderer nach Südostasien und ist heute eine grüne, gemächliche Küstenstadt.
Stadt · Fujian
Zwischen Fuzhou und Quanzhou liegt die Ebene, in der Longan und Litschis reifen. Vor ihrer Küste wurde der Überlieferung nach die Göttin geboren, zu der Seeleute in ganz Südostasien beten.
Geschichte
Große Mauer, Verbotene Stadt, Terrakotta-Armee, Karstlandschaften — alle Welterbestätten mit Einordnung.
Tee
Tieguanyin, Felsentees aus Wuyi, Dancong — halbfermentiert zwischen Grün und Schwarz.
Kunsthandwerk
Jingdezhen, Blau-Weiß, Seladon — das weiße Gold, das Europa jahrhundertelang nachahmen wollte.